Schlaf, Schmerz und Gehirn - Über die geheime Verbindung von Schlaf und Schmerz

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Dr. med. Marco Wintruff

Dr. med. Jan-Peer Rogmann

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Literatur und kurze Zusammenfassungen

DiGAs zum Thema Schlaf:

HelloBetter Schlafen Website: https://hellobetter.de DiGA-Übersicht: https://www.diga-verzeichnis.de/diga/hellobetter-schlafen

somnio Website: https://www.somn.io BfArM-Direktlink: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis/508 DiGA-Übersicht: https://www.diga-verzeichnis.de/diga/somnio

somnovia Website: https://somnovia.de Hersteller/Infoseite: https://www.neurologienetz.de/medizintechnik/digitale-gesundheitsanwendungen/somnovia-gaia

(1) Huberman, A. D. (Host). (2024, April 3). Guest series | Dr. Matt Walker: The biology of sleep & your unique sleep needs [Audio podcast episode]. In Huberman Lab. https://www.hubermanlab.com/episode/guest-series-dr-matthew-walker-the-biology-of-sleep-your-unique-sleep-needs

Zusammenfassung: In der Folge „Dr. Matt Walker: The Biology of Sleep & Your Unique Sleep Needs“ spricht Andrew Huberman mit dem Schlafforscher Matthew Walker über die biologische Bedeutung von Schlaf. Walker erklärt die grundlegende Einteilung in Non-REM-Schlaf und REM-Schlafsowie die nächtliche Abfolge von Schlafzyklen, die sich individuell unterscheiden können. Ein zentrales Thema ist, dass Schlaf zahlreiche Gesundheitsbereiche beeinflusst, darunter Immunsystem, Hormonhaushalt, Lernen, Gedächtnis, Stimmung, Appetit, Stoffwechsel und Gewichtskontrolle. Außerdem wird beschrieben, welche Folgen schlechter oder zu kurzer Schlaf haben kann, etwa eine verminderte kognitive Leistungsfähigkeit, emotionale Instabilität, Stoffwechselveränderungen und eine geschwächte Immunfunktion. Die Folge stellt zudem das Konzept QQRT vor: Quality, Quantity, Regularity und Timing — also Schlafqualität, Schlafdauer, Regelmäßigkeit und der passende Zeitpunkt des Schlafs. Diese vier Faktoren sollen helfen, den eigenen Schlaf besser einzuschätzen und zu optimieren.

(2) Pieh, C., Jank, R., Waiß, C., Pfeifer, C., Probst, T., Lahmann, C., & Oberndorfer, S. (2018). Night-shift work increases cold pain perception. Sleep Medicine, 45, 74–79. https://doi.org/10.1016/j.sleep.2017.12.014

Zusammenfassung: Pieh et al. untersuchten 19 gesunde Personen im Schichtdienst und testeten deren Kälteschmerzempfinden zu drei Zeitpunkten: nach einer normalen Nacht, nach einer 12-stündigen Nachtschicht und nach einer Erholungsnacht. Dabei zeigte sich, dass ein gleichbleibender Kältereiz nach der Nachtschicht deutlich intensiver wahrgenommen wurde. Die Schmerzbewertung stieg von durchschnittlich 48,2 auf 61,7 Punkte auf einer visuellen Schmerzskala, was einer Zunahme von etwa 28% entspricht. Nach einer Erholungsnacht normalisierte sich die Schmerzempfindlichkeit wieder weitgehend. Die Studie unterstützt damit die Annahme, dass Schlafmangel bzw. gestörter Schlaf die Schmerzempfindlichkeit erhöhen kann.

(3) Edwards, R. R., Almeida, D. M., Klick, B., Haythornthwaite, J. A., & Smith, M. T. (2008). Duration of sleep contributes to next-day pain report in the general population. Pain, 137(1), 202–207. https://doi.org/10.1016/j.pain.2008.01.025

Zusammenfassung: In einer bevölkerungsbasierten Studie mit 971 Erwachsenen zeigte sich, dass weniger als 6 Stunden Schlaf mit mehr Schmerzen am nächsten Tag verbunden war.

(4) Kourbanova, K., Alexandre, C., & Latremoliere, A. (2022). Effect of sleep loss on pain: New conceptual and mechanistic avenues. Frontiers in Neuroscience, 16, 1009902. https://doi.org/10.3389/fnins.2022.1009902

Zusammenfassung: Diese Übersichtsarbeit beschreibt, dass Schlafverlust die Schmerzempfindlichkeit deutlich erhöhen kann und beleuchtet die biologischen Mechanismen dahinter. Diskutiert werden unter anderem Veränderungen in schmerzverarbeitenden Hirnarealen, eine gestörte endogene Schmerzhemmung, entzündliche Prozesse sowie Wechselwirkungen mit Stresssystem und Emotionen. Die Autor:innen argumentieren, dass Schlafmangel nicht nur ein Begleitfaktor von Schmerz ist, sondern direkt zur Verstärkung von Schmerzen beitragen kann. Die Arbeit liefert damit eine wichtige konzeptionelle Grundlage für die enge Verbindung zwischen Schlaf und Schmerz.

(5) Albinni, B., de Zambotti, M., Iacovides, S., Baker, F. C., & King, C. D. (2023). The complexities of the sleep-pain relationship in adolescents: A critical review. Sleep Medicine Reviews, 67, 101715. https://doi.org/10.1016/j.smrv.2022.101715

Zusammenfassung: Diese kritische Übersichtsarbeit fasst zusammen, dass auch im Jugendalter ein enger, wechselseitiger Zusammenhang zwischen Schlaf und Schmerz besteht. Schlechter oder zu kurzer Schlaf kann Schmerzen verstärken, während Schmerzen umgekehrt den Schlaf beeinträchtigen. Die Autor:innen betonen, dass biologische, psychologische und soziale Faktoren die Beziehung zusätzlich komplex machen und dass Jugendliche eine eigene, entwicklungsbedingt besonders relevante Gruppe darstellen. Die Arbeit unterstreicht daher, dass Schlaf bei Schmerz im Jugendalter gezielt mitberücksichtigt werden sollte.

(6) Suraev, A. S., et al. (2020). Treating insomnia symptoms with medicinal cannabis: A randomized, crossover trial of the efficacy of a cannabinoid medicine compared with placebo.Sleep, 43(11), zsaa041. https://doi.org/10.1093/sleep/zsaa041

Zusammenfassung: In dieser randomisierten, placebokontrollierten Crossover-Studie wurde untersucht, ob ein cannabinoidhaltiges Medikament Schlafbeschwerden verbessern kann. Die Ergebnisse zeigten Hinweise darauf, dass cannabinoidbasierte Präparate subjektive Schlafsymptome kurzfristig verbessern können.

(7) Babson, K. A., Sottile, J., & Morabito, D. (2017). Cannabis, cannabinoids, and sleep: A review of the literature. Current Psychiatry Reports, 19(4), 23. https://doi.org/10.1007/s11920-017-0775-9

Zusammenfassung: Die Übersichtsarbeit zeigt, dass Cannabis kurzfristig zwar schlaffördernd wirken kann, bei längerfristigem oder regelmäßigem Konsum jedoch auch negative Effekte auf den Schlaf auftreten können. Beschrieben werden unter anderem Veränderungen der Schlafarchitektur, mögliche Toleranzentwicklung sowie Schlafstörungen im Entzug, insbesondere Insomnie und lebhafte Träume. Insgesamt betonen die Autor:innen, dass die Evidenz gemischt ist und ein möglicher kurzfristiger Nutzen nicht mit einer stabilen langfristigen Verbesserung des Schlafs gleichgesetzt werden sollte.

Die Zusammenfassungen wurden mit der Unterstützung von KI-Tool erstellt.

Hardware

MacBook Air, M2 (2022), Apple Inc., One Apple Park Way, Cupertino, Kalifornien, USA

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PodTrak P4, Zoom Corporation, 55 N Almaden Blvd, 6. Stock, San Jose, CA 95113, USA

Musik und Gestaltung

GarageBand, Version 10.4.10, Soundmediathek 1178, Titelmusik: „Collins Avenue Long“

Podcast-Logo: Privatbilder mit modifiziertem Hintergrundbild nach „matrix_plot.png“ von https://www.r-bloggers.com; „Matrix-style screensaver in R“, Layout via Microsoft®️PowerPoint for Mac, Version 16.80 (23121017)

Podcast Begrüßung, Verabschiedung und Ansagen: Text-To-Speech via https://elevenlabs.io/text-to-speech (Freya)

Audioüberarbeitung

https://auphonic.com

Disclaimer

Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Die Inhalte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch können die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Podcast ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

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Transkript anzeigen

Marco: Moin Moin zu der Schmerzcode. Der Podcast, in dem Jan-Per und Marco wichtige

Marco: Themen zum Mysterium Schmerz einfach und praktisch aufschlüsseln wollen.

Marco: Ja, herzlich willkommen zur 23. Folge unseres Podcastes Der Schmerzkode.

Marco: Der Podcast, der das Mysterium Schmerz einfach und praktisch entschlüsselt.

Marco: Apropos entschlüsselt.

Marco: Herzlich willkommen, Jan-Pier. Schön, dass du da bist.

Jan-Peer: Jetzt kommt ganz was anderes. Schön, dass wir wieder zusammensitzen.

Jan-Peer: 23 Folgen, es wird endlich sommerlich.

Marco: Ja, aber wir unaufhaltsam streben wir Richtung Folge 25, oder?

Jan-Peer: Ja, das ist richtig.

Marco: Aber wir sollen nicht so viel reden, hast du gesagt.

Jan-Peer: Wir sollen nicht so viel reden, wir sollen bitte zum Wesentlichen kommen.

Jan-Peer: Ich bin heute auch ein bisschen müde.

Marco: Warum? Langweile ich dich?

Jan-Peer: Nein, das ist nicht am Thema.

Marco: Achso. Ja, apropos Schlafen. Wusstest du eigentlich, dass rund ein Drittel unseres

Marco: Lebens wir damit verbringen, zu schlafen?

Marco: Also rechnerisch sind das dann ungefähr so mit den ganzen Einschlafversuchen,

Marco: die wir so haben und vielleicht auch Einschlafproblem sind es so 33 Jahre,

Marco: die wir in unserem Leben damit beschäftigen zu schlafen.

Jan-Peer: Das ist unglaublich, ne? Das ist unglaublich.

Marco: Ich finde das mega.

Jan-Peer: Also allein diese Zahl rechtfertigt schon eine Folge über Schlaf und Schmerz.

Jan-Peer: Ja.

Marco: Sag mal, ist das vielleicht auch unser Thema heute?

Jan-Peer: Es war eine ungelenke Überleitung, aber genau, das ist unser Thema heute. Schlaf und Schmerz.

Marco: Das erste Schlüsselwort. Schlafhygiene.

Jan-Peer: Ich finde es ja fantastisch. Also Schlaf ist ja, da du es jetzt schon angesprochen

Jan-Peer: hast, wir tun das ja unfassbar viel in unserem Leben.

Jan-Peer: Und deswegen muss es auch wichtig sein.

Jan-Peer: Es hat evolutionär ja Schlaf überlegt, obwohl man,

Jan-Peer: es ist ja ein total paradoxes, Ich meine, überleg mal, du bist in einer Höhle

Jan-Peer: und draußen laufen die wilden Tiere und du liegst mehrere Stunden bewegungslos,

Jan-Peer: verletzlich und bewusstlos in deiner Höhle und bist Angriffen im Prinzip schutzlos

Jan-Peer: ausgeliefert und trotzdem hat das evolutionär überlebt.

Jan-Peer: Das muss wichtig sein.

Marco: Ja, ich würde mal deuten, dass das ein wichtiger Aspekt ist.

Jan-Peer: Absolut.

Marco: Um es nochmal aufzugreifen, ich glaube es ist wirklich ein wichtiges Thema.

Jan-Peer: Es ist wirklich ein wichtiges Thema.

Marco: Wenn wir das uns nämlich angucken, dann haben wir Studien, wo einfach,

Marco: je nachdem welche Studie wir betrachten, 50 bis 88 Prozent der Menschen mit

Marco: chronischen Schmerzen über Schlafprobleme berichten.

Marco: Also es ist hochrelevant.

Jan-Peer: Und es gehört in der Schmerztherapie eigentlich auch immer mitbehandelt,

Jan-Peer: aber vielleicht wollen wir auch nicht so weit vorgreifen.

Marco: Nö, das wird keinen Spaß bringen. Wir müssen ein bisschen Struktur wahren, oder?

Jan-Peer: Genau.

Jan-Peer: Vielleicht, wenn du schon Struktur ansprichst, vielleicht fangen wir mal an,

Jan-Peer: ein bisschen über erstmal nur den Schlaf zu sprechen und nicht,

Jan-Peer: Schmerz wollen wir oft besprochen, aber Schmerz, was ist das eigentlich und

Jan-Peer: wie setzt sich das eigentlich,

Jan-Peer: wie Schlaf, was ist das eigentlich.

Jan-Peer: Und ehrlich gesagt, wir beide sind keine Schlafmediziner und wir sind,

Jan-Peer: naja, Anastasis ist ja nah bei, aber ist doch anders.

Jan-Peer: Aber nein, wir sind keine klassischen Schlafmediziner und sicherlich auch keine

Jan-Peer: Experten auf dem Feld, wie normaler Schlaf funktioniert.

Jan-Peer: Ich persönlich kann empfehlen, es gab aus 2021 ist das von dem Kollegen Herrn

Jan-Peer: Huberman, Andrew Huberman, der auch einen sehr weit verbreiteten Podcast in

Jan-Peer: englischsprachig macht,

Jan-Peer: der 2021 Herrn Matthew Walker eingeladen.

Jan-Peer: Das ist allerdings ein sehr bekannter Kollege und der hat auch das Buch geschrieben Why We Sleep.

Jan-Peer: So, warum schlafen wir? Und das ist ein mehrere Stunden langes,

Jan-Peer: mehrere Folgen lange Podcast Folge, wo ich glaube sehr erschöpfend alle Themen

Jan-Peer: rund um erstmal normalen Schlaf abgehandelt werden.

Jan-Peer: Und ich kann es jedem ans Herz legen, wenn man sich mit dem Thema oder auch

Jan-Peer: mal ganz genau normalen Schlaf beschäftigen möchte, da in diesen Podcast einzuhören,

Jan-Peer: ist auch auf allen Podcast-Plattformen dann verfügbar.

Jan-Peer: Ist auf jeden Fall lohnenswert.

Marco: So hört sich auf alle Fälle an, besonders der Walker, der macht ja ganz viel.

Jan-Peer: Ja, das ist richtig.

Marco: Und Entschuldigung, hatte ich erwähnt, dass ich all diese Literaturangaben und die ganzen Links,

Marco: die wichtig sind, würde ich alle in den Shownotes hinterlegen,

Marco: sodass jeder, der wirklich interessiert ist oder noch über den Podcast hinaus

Marco: nochmal nachlesen will, kann sich da informieren.

Jan-Peer: Ja, hast du nicht gesagt, aber das ist auf jeden Fall, wie immer machen wir das so.

Jan-Peer: Super. Also gucken wir uns mal Schlaf an. Wenn man Schlaf zusammenbaut,

Jan-Peer: das sind ja grundsätzlich zwei Zustände, die wir nachts einnehmen.

Jan-Peer: Und das kennt man ja so aus der Trivial-Literatur auch, das ist einmal der REM-Schlaf,

Jan-Peer: also dort wo man die Augen schnell hin und her bewegt, Rapid Eye Movement.

Jan-Peer: Also das ist dann die Phase, im Prinzip wo man emotionale Verarbeitung macht,

Jan-Peer: wo man Lerninhalte von zum Beispiel kurz ins Langfristgedächtnis transferiert.

Jan-Peer: Das ist im Prinzip die Phase, wo man, das Gehirn arbeitet ja auch nachts,

Jan-Peer: wo man die ganze psychische Regeneration macht, also Neuorganisation vom Gehirn etc. etc.

Jan-Peer: Das ist wie so, da schreibt Herr Walker, sagt das auch so schön,

Jan-Peer: das ist die nächtliche Psychotherapie, die man macht.

Jan-Peer: Und davon muss man abgrenzen den Nicht-REM-Schlaf. Das ist so trivialerweise

Jan-Peer: der Tiefschlaf, also wo ich keine Traum-REM-Phasen habe.

Jan-Peer: Und da geht es mehr so um die Regeneration des Körpers, also Immunsystem,

Jan-Peer: Stoffwechsel, Wachstumshormone.

Jan-Peer: Das ist im Prinzip so ein Reset des Gehirns oder die körperliche Regeneration.

Jan-Peer: Jetzt haben wir beide Bestandteile und die sind dann unterschiedlich im Verlauf

Jan-Peer: der Nacht, werden die zusammengesetzt.

Jan-Peer: Also man hat immer normalerweise so 90 Minuten Schlafzyklen und da gibt es dann

Jan-Peer: immer unterschiedliche Anteile zwischen REM-Schlaf und Non-REM-Schlaf.

Jan-Peer: Am Anfang der Nacht ist es so, dass man erstmal in den Tiefschlaf fällt,

Jan-Peer: um dann auch natürlich sich vom Stress des Tages zu erholen und im Zyklus der

Jan-Peer: Nacht und im Zyklus dieser 90 Minuten Schlafphasen nimmt dann der Anteil von

Jan-Peer: der Tiefschlafphasen ab und der Anteil von REM-Schlafphasen nimmt dann Zug.

Jan-Peer: So, und das ist sozusagen, unser Schlaf ist so dann zusammengebaut und dann

Jan-Peer: für mehr oder weniger viele Stunden.

Jan-Peer: Jetzt kann man sich natürlich fragen, sechs bis acht Stunden,

Jan-Peer: sagst du ja immer, wäre immer eine ganz gute Schlafdauer, die man,

Jan-Peer: oder Schlafmenge, die man dann haben soll.

Marco: Ja, wobei das Zielparameter bei acht Stunden ist, wenn wir nur sechs Stunden

Marco: haben, ist das schon nicht gut, da kommen wir aber später nochmal drauf.

Jan-Peer: Richtig. Was bedeutet das denn, wenn wir jetzt zu wenig schlafen in verschiedener Ausprägung?

Jan-Peer: Das kann ja die Dauer sein, das kann insgesamt über viele Tage dann die Dauer

Jan-Peer: sein, dass man zu wenig schläft, dass der Schlaf fragmentiert etc. etc.

Jan-Peer: Naja, das ist natürlich, man hat dann somatische Beeinflussungen,

Jan-Peer: also das Immunsystem arbeitet nicht so gut, der Hormonaushalt ist gestört,

Jan-Peer: Blutzuckerregulation, Appetitgewicht,

Jan-Peer: Herz-Kreislauf-System, das ist natürlich klar, wenn alles der Tiefschlaf dafür

Jan-Peer: verantwortlich ist und der gestört ist, dann funktioniert das auch nicht so gut.

Jan-Peer: Aber natürlich hat das auch auf psychosomatische Auswirkungen,

Jan-Peer: Stimmung, Gedächtnis, Konzentration und auch Schmerzempfindlichkeit können natürlich

Jan-Peer: beeinflusst sein, wenn der Schlaf eben nicht so ausgedehnt ist.

Jan-Peer: Also jedes Körpersystem ist durch fehlenden Schlaf beeinträchtigt.

Jan-Peer: Und wir kennen das natürlich auch, Schlafmangel macht tatsächlich auch emotional instabiler.

Jan-Peer: Also mehr Angst, mehr Reizbarkeit.

Jan-Peer: Man kann auch, wenn man das auf Schmerzen jetzt bezieht, das sicherlich auch

Jan-Peer: nicht mehr so gut alles regulieren, wie Schmerzen eingefärbt werden,

Jan-Peer: wenn man das denn aktiv überhaupt machen kann.

Marco: Also wenn ich schlecht schlafe, dann ist meine Stimmung im Keller,

Marco: die Konzentration ist hin, ich kann mir Sachen nicht so gut merken,

Marco: Belastbarkeit ist reduziert und naja, es ist alles irgendwie nicht schön.

Jan-Peer: Ja, das glaube ich auch.

Marco: Ich weiß nicht, wie bei dir das Zuhause ist, aber wenn andere Familienmitglieder,

Marco: wenn ich die vor 10 Uhr an, aber das ist noch ein anderes Problem.

Jan-Peer: Bist du denn eher ein Früh- oder ein Spähtyp? Es gibt ja verschiedene Schlaftypen.

Marco: Die wir haben. Du willst jetzt auch mal einen Chronotyp einsprechen.

Marco: Ja, ich bin eher der Schultyp. Meine Frau ist so eher der normal-bespättyp.

Marco: Also wenn ich die vor zehn ohne zwei Kaffee anspreche, dann ist das nicht gut.

Marco: Also das ist für meine seelische Harmonie und meinem Gleifgewicht ist das nicht

Marco: gut. Das ist nicht gut. Nein, das ist nicht gut.

Jan-Peer: Das ist nicht gut.

Marco: Und was bist du für ein Typ?

Jan-Peer: Ich glaube, ich bin relativ, also früher war ich, wie war das,

Jan-Peer: Eule, die spät ins Bett gehen und spät aufstehen und ich fährt immer früher.

Marco: Ja, aber du bist auch gezwungen beruflich, oder?

Jan-Peer: Ja, natürlich. Man adaptiert sich natürlich auch an die Zwänge des Alltags.

Jan-Peer: Aber auch insgesamt, ich werde jetzt auch am Wochenende früher wach.

Marco: Ich würde auch sagen, es gibt ja unterschiedliche Chronotypen,

Marco: früh, normal oder spättyp.

Marco: Auf alle Fälle, da würde ich mich jetzt vom Chronotyp früh einstufen.

Marco: Das ist natürlich auch wichtig, wenn es um die Schlafhygiene geht,

Marco: wie gehe ich mit dem Schlaf um.

Marco: Aber es gibt auch noch andere Bestandteile, die den Schlaf naturell einfach beeinträchtigen.

Marco: Dazu gehört sicherlich das Social Jetlag, den wir einmal im Jahr leider immer

Marco: noch haben auf europäischer Ebene, sprich die Zeitumstellung,

Marco: die macht ja auch immer noch was. Mal gucken, wie lange wir die noch haben.

Marco: Aber solange wir die Diskussion nicht klären, wollen wir jetzt bei der Winter-

Marco: oder bei der Sommerzeit bleiben, soll es abends länger hell bleiben oder lieber

Marco: morgens früher hell werden.

Marco: Das ist, glaube ich, eine Grundsatzdiskussion, die hier in diesem Podcast nicht geklärt werden kann.

Marco: Aber das macht was mit unserer Schlafqualität.

Marco: Sie kann sich verschlechtern, gucken, die Leistungsfähigkeiten können hier sinken.

Marco: Klar, wenn sich da die innere Uhr mit dem, was ich visuell oder von dem Sonnensystem

Marco: her bei mir stattfindet, wenn das nicht mehr richtig funktioniert,

Marco: dann verändert sich das halt.

Marco: Aber ich glaube, das kennen unsere Zuhörer, wenn sie spätestens gegen die Sonne

Marco: von Amerika wieder nach Europa fliegen, dann ist da alles komplett durcheinander mit dem Schlaf.

Jan-Peer: Social Jetlag ist ja noch viel mehr. Also ich glaube, ehrlich gesagt,

Jan-Peer: also Jetlag und Social Jetlag.

Jan-Peer: Ich meine, allein wenn wir, das kennen wir ja alle, wenn wir abends mit dem

Jan-Peer: Handy dann nochmal durch die großes World Wide Web surfen und dann einfach nicht

Jan-Peer: irgendwie schlafen und dann viel zu spät ins Bett gehen und viel zu früh dann

Jan-Peer: aufstehen müssen, das ist natürlich eine Katastrophe.

Marco: Ja, aber das ist ja auch eine Grundsatzsituation, wenn es um Schlafhygiene geht,

Marco: da abends nicht noch am Handy rumspielen, da ist ja auch dann dieser visuelle

Marco: Effekt, nämlich der flackernde, helle Bildschirm, der ist halt für uns abends nicht gut.

Marco: Eigentlich soll es ja abends dunkel werden, damit das Melatonin endlich ausgeschüttet werden kann.

Marco: Das macht ja so ein flackernder Bildschirm.

Marco: Und die Bildqualität wird ja auch immer besser.

Marco: Hast du das Gefühl, wenn der Bildschirm von deinem Smartphone an ist,

Marco: da leuchtest du leicht das ganze Haus aus.

Jan-Peer: Ja, das ist richtig.

Jan-Peer: Man muss aber natürlich immer festhalten, das führt ja zu Schlafmangel,

Jan-Peer: im Zweifelsfall zu chronischem Schlafmangel und chronischer zu wenig Schlafen,

Jan-Peer: das ist eine Katastrophe.

Jan-Peer: Das wissen wir alle und das wird auch hunderttausendmal gesagt,

Jan-Peer: aber was macht das denn eigentlich?

Jan-Peer: Naja, das macht eigentlich einen chronischen Stresszustand und wenn wir das

Jan-Peer: jetzt mal wieder auf Schmerz beziehen, dann…,

Jan-Peer: Ein übermüdetes Nervensystem, das interpretiert die Welt einfach gefährlicher

Jan-Peer: und das macht so viele Folgeprobleme und deswegen ist Schlaf unheimlich wichtig.

Marco: Das Gefährliche ist glaube ich auch das Schlüsselelement, dass unser Alarm und

Marco: Gefahrsignal so hochgeschraubt wird durch den Schlafentzug und den Schlafmangel,

Marco: dass einfach alles andere deutlich intensiver wahrgenommen wird.

Marco: Aber da sind wir gleich beim schönen Übergang, wenn es nämlich um den biologischen Bereich geht.

Marco: Was passiert eigentlich bei uns im Gehirn oder allgemein im Körper,

Marco: wenn es zum Schlafmangel kommt und letztendlich dann respektive auch zur Schmerzverstärkung?

Marco: Da habe ich vier Bereiche, die ich glaube ich einmal besprechen möchte.

Jan-Peer: Ja, lass uns das doch mal ein bisschen filetiert auseinandernehmen.

Marco: Genau, also da hätten wir einmal die schmerzhemmenden Systeme werden runtergefahren,

Marco: das Immunsystem und die Entzündungsreaktionen verändern sich,

Marco: das Stresssystem mit auch dem Cortisol verändert sich und natürlich die Aktivitäten

Marco: unserer bestimmten Gehirnarealen verändern sich.

Marco: Aber vielleicht können wir diese einzelnen vier Gebiete einmal strukturiert besprechen.

Jan-Peer: Vielleicht einmal, um ganz kurz noch einmal zurückzuspringen,

Jan-Peer: wenn wir nochmal von Schlafstörungen oder sozusagen Störungen unseres Schlafes

Jan-Peer: sprechen, dann können wir ja verschiedene Bereiche unterteilen oder nochmal sagen.

Jan-Peer: Also die Schlafdauer kann vermindert sein, dann kann die Schlafdauer über längere

Jan-Peer: Zeit vermindert sein, das wäre dann chronischer Schlafentzug oder Schlafmangel.

Jan-Peer: Dann können wir Störungen haben, zum Beispiel, dass der Schlaf unterbrochen

Jan-Peer: ist, dass man immer wieder wach ist nachts.

Marco: Also eine häufigere Unterbrechung als es in der neuen Schlafhygiene der Fall ist.

Jan-Peer: Absolut, also nicht, dass du kurz wach wirst, sondern dass du immer viele unterbrechst

Jan-Peer: oder dass du von außen forciert wach gemacht wirst, also wenn du angerufen wirst

Jan-Peer: nachts zum Beispiel, also fragmentierter Schlaf, das ist ein Problem, ein Problemfeld und,

Jan-Peer: Jetzt neu ist es auch, wenn du insgesamt unheimlich lange wach bist.

Jan-Peer: Also wenn du einfach nicht 18 Stunden wach bist, sondern 23 Stunden zum Beispiel

Jan-Peer: nach einer Nachtschicht.

Jan-Peer: All das sozusagen hat Auswirkungen auf diese vier biologischen Felder,

Jan-Peer: die wir jetzt ansprechen wollen.

Jan-Peer: Es ist nicht nur, dass du zu wenig schläfst. Es kann auch halt fragmentiert oder zu lange wach sein.

Jan-Peer: Es gibt halt verschiedene Sachen, die zu diesen Beeinflussungen führen können.

Marco: Du hast eben schon erwähnt, das ist ja der Unterschied zwischen dem einmaligen

Marco: oder kurzen Phänomen, aber auch dem des chronischen Schlafmangels.

Marco: Ist das definiert, ab wann es chronisch ist? Bei Schmerzen wissen wir,

Marco: es ist drei Monate, aber ich habe da noch nichts gefunden, ab wann es als chronischer

Marco: Schlafmangel betitelt wird.

Jan-Peer: Nee, also ich kann es dir auch nicht sagen. Nein, also weiß ich auch keine Definition dazu.

Jan-Peer: Aber es ist nur das Phänomen, dass wenn du regelhaft, also es ist ja ein Unterschied,

Jan-Peer: also wenn du normalerweise acht Stunden schläfst und dann schläfst du vier,

Jan-Peer: dann hast du einen akuten Schlafmangel so in der Menge.

Jan-Peer: Aber wenn du halt brauchst acht Stunden, du schläfst aber immer nur sechseinhalb,

Jan-Peer: aber eine ganze Woche lang unter sechs Stunden, dann fünf Tage lang in deiner

Jan-Peer: Arbeitswoche, dann hast du halt einen Schlafmangel von zehn Stunden danach insgesamt.

Jan-Peer: Ja klar. Und das macht halt auch langfristige Auswirkungen.

Marco: Ich glaube auch, der Effekt dieses chronischen Mangels ist halt schneller negativ

Marco: etabliert bei so einem Patienten oder letztendlich bei uns, als bei chronischen Schmerzen.

Jan-Peer: Aber ich weiß nicht.

Marco: Ich bin schon bei einmal schlecht schlafen, bin ich schon schlecht drauf.

Marco: Also wie soll denn das bloß nach fünf Tagen sein? Aber was macht es mit,

Marco: um den ersten Aspekt einmal abzugreifen über die biologischen Hintergründe bezüglich

Marco: Schmerzverstärkung und Schlafmangel,

Marco: hatten wir erstens ja unsere schmerzhemmenden Systeme erwähnt.

Marco: Hier verweise ich nochmal auf unsere Grundlagenfolgen, der ersten vier Folgen,

Marco: die wir hatten in unserem Podcast.

Marco: Wichtig sind hier die endogenen Opioide, die absteigenden schmerzhemmenden Bahnen

Marco: und natürlich Botenstoffe wie Serotonin, Neudrenalin und Dopamin.

Marco: Das sind so die drei großen schmerzhemmenden Strukturen, die wir mitbringen in unserem Körper.

Marco: Deren Funktion ist halt herabgesetzt bei Schlafmangel. Also die Wirkung von

Marco: Opiaten sind nicht mehr so gut und auch die Wirkung insgesamt ist reduziert.

Marco: Deswegen wir halt einen doppelten Effekt haben. Zu wenig, sage ich mal,

Marco: Substanz und zu geringere Wirkung der Substanz.

Jan-Peer: Genau, also die absteigenden Bahnen werden gehemmt und ganz besonders ist hier

Jan-Peer: wahrscheinlich, dass die Fragmentierung des Schlafes hier einen besonders großen Impact hat.

Jan-Peer: Also wenn du fragmentiert aufwachst in der Nacht, weil du angerufen wirst,

Jan-Peer: genau dann hast du eine massive Beeinflussung von diesen absteigenden,

Jan-Peer: schmerzhemmenden Bahnen.

Marco: Ist Schlafentzug als Folter nicht verboten? Ja, wahrscheinlich ist das genau der Grund.

Jan-Peer: Also das ist tatsächlich, also wenn du mehrfach nachts angerufen wirst,

Jan-Peer: dann hast du eine absolut viel, viel schlechtere endogene Schmerzunterdrückung.

Jan-Peer: Und das wissen wir ja auch aus Studien, selbst wenn du den Patienten,

Jan-Peer: die dann schlecht geschlafen haben, Schmerzpatienten, wenn du denen am nächsten

Jan-Peer: Tag Morphin gibst, dann wirkt das schlechter.

Jan-Peer: Also es hat nicht die gleiche Wirkstärke eben, weil eben auch unter anderem

Jan-Peer: die Absteigenden waren dann nicht mehr so gut und die Endogenen dann nicht gut wirken.

Marco: Wir wissen das ja auch aus operativen, also perioperativen Analysen,

Marco: dass wenn ich Patienten präoperativ, und da reicht die Nacht vor der Operation,

Marco: wenn die da zu wenig Schlaf haben, haben die postoperativ im Aufwachraum deutlich

Marco: mehr Schmerzen als die Vergleichsgruppe und verbrauchen auch mehr Opiate.

Jan-Peer: Ja, fantastisch. Also Wahnsinn. Also eine Nacht. Eine Nacht.

Marco: Und da ist dieser chronische Aspekt noch gar nicht abgegriffen. Ja.

Marco: Ja, dann haben wir als zweite große Säule von den vieren, haben wir auch noch

Marco: das Immunsystem und Entzündungsreaktionen.

Marco: Hier sehen wir halt, der Schlafmangel kann die Entzündungsprozesse fördern.

Marco: Und hier sind besonders Interleukine, 1, 6, Tumor-Nekrose-Fraktur,

Marco: der scheint mir ja immer irgendwie aufzutauchen, um Prostaglandine im Vordergrund zu stehen.

Marco: Diese Stoffe sind sowohl für die Schmerzprozessen wie auch für die Regulation

Marco: von Schlaf-Wach-Rhythmen beteiligt. und das macht es halt so gefährlich.

Jan-Peer: Ja, und das kann man sich ja auch gut vorstellen, wenn ich jetzt,

Jan-Peer: das haben wir ja, also normalerweise haben wir ja Entzündungsbotenstoffe,

Jan-Peer: vermehrt im Körper, wenn man zum Beispiel eine Verletzung hat oder eine Entzündung hat oder sowas.

Jan-Peer: Und was wissen wir daraus? Wenn du eine Verletzung hast, dann hast du auch Schmerzen.

Jan-Peer: Also diese Entzündungsbotenstoffen, die können ja die Notzzeptoren auch sensibilisieren.

Marco: Aber es reicht hier jetzt nicht, das hattest du mir ja vorher schon gesagt,

Marco: es reicht ja nicht, dass ich einfach Ibuprofen nehme, um diese Entzündungsreaktion

Marco: zu hemmen und dann schlafe ich gleich viel besser.

Marco: So einfach ist es dann doch nicht.

Jan-Peer: Nee, leider nicht. Aber man kann sich natürlich vorstellen, dass wenn man wenig

Jan-Peer: schläft oder andersherum, wenn man auch ganz lange Wachheitsphasen hat,

Jan-Peer: also wenn du mal wieder 22 Stunden wach bist statt 18 Stunden wach bist,

Jan-Peer: kann man sich vorstellen, dann hast du eine Kumulation von Metaboliten durch

Jan-Peer: die lange Wachheit, die du dann hast.

Jan-Peer: Und dann hast du auch eine Stimulation von Entzündungsmediatoren,

Jan-Peer: also von Entzündungsprozessen im Körper.

Jan-Peer: Und Schlafmangel schiebt dann eben durch diese Kumulation dein Immunsystem durch

Jan-Peer: die Entzündungsmediatoren einfach dann in Richtung Entzündung und Gefahr.

Marco: Da ist es wieder. Gefahrsignal.

Jan-Peer: Ja, ganz genau.

Marco: Ja, das ist leider, das scheint einer der führenden Elemente zu sein.

Marco: Zumindest in der Biologie hinter Schmerzverstärkung und Schlafmangel.

Jan-Peer: Ja, und wenn wir gerade bei Entzündungsprozessen und Brotenstoffen sind,

Jan-Peer: hast du ja schon gesagt, ist ja Cortisol und Dopamin, Cortisol vor allen Dingen,

Jan-Peer: ist ja sozusagen auch noch ein Schlüsselfaktor.

Marco: Ja, schön, da sind wir schon bei der dritten Säule, nämlich das Stresssystem und Cortisol.

Marco: Und da sehen wir halt beim schlechten Schlaf und chronischen Schmerzen können

Marco: sich diese Systeme halt deutlich verändern und da ist führend,

Marco: dass die Cortisolrhythmik, also Cortisolrhythmus,

Marco: Die Stressaktivität, Entzündungsregulation und die emotionale Belastbarkeit.

Marco: Also Schlafmangel kann Kortisolreaktionen auf Stress verstärken.

Marco: Das ist halt extremst relevant, wenn es darum geht, dass Schmerzen,

Marco: Anspannung und Schlafprobleme hier eine der führenden Motoren sind für die Wahrnehmung.

Marco: Und natürlich auch dann schlussendlich die Schmerzwahrnehmung.

Jan-Peer: Und Schmerzwahrnehmung, das ist ja quasi noch der vierte Punkt,

Jan-Peer: den wir dann aufgreifen wollten.

Jan-Peer: Schlafmangel verändert auch die emotionale Bewertung von Schmerz.

Jan-Peer: Ja, definitiv. Also das ist dann ein bisschen die kognitiv-psychosomatische

Jan-Peer: Auswirkung von Schlafmangel.

Marco: Da haben wir nämlich Areale im Gehirn, da wird die Aktivität deutlich aktiviert

Marco: erhöht beim Schlafmangel.

Marco: Dazu gehört dann der primäre sensorische

Marco: Kortex, Thalamus, aber auch unser Alarmsignalgeber, unsere Amygdala.

Marco: Da gibt es auch eine schöne Studie, wo gezeigt werden konnte im funktionalen MRT,

Marco: dass unter Schlafmangel die Aktivität der Amygdala um 60% erhöht wird und auch

Marco: die Vernetzung mit dem präfrontalen Kortex hier geschwächt wird.

Marco: Und das ist schon sehr beeindruckend. Wir reden hier 60% Schlafmangel.

Jan-Peer: Ja.

Marco: Zusätzlich sehen wir noch reduzierte Aktivitäten in der Insula,

Marco: im zingulärem Kortex und in dem Nukleus Akkubenz. Akkubenz.

Marco: Akkubenz. Vielen Dank. Ja. Ich hätte vielleicht doch ein Neuroschirurg werden sollen.

Marco: Naja, gut. Nächstes Thema.

Jan-Peer: Ich finde das sehr bemerkenswert, dass das durchveränderten,

Jan-Peer: also das sind ja verschiedene biologische Prozesse, aber auch,

Jan-Peer: dass die Kontextualisierung von Schmerz durch Schlafmangel eben dann beeinflusst

Jan-Peer: wird. Und das auch kurzfristig.

Jan-Peer: Beeindruckend. Finde ich beeindruckend. Also das sind die vier biologischen

Jan-Peer: Prozesse, die wir so grob unterscheiden können.

Marco: Also wir wissen, dass Schlafmangel etwas mit uns macht. Und das ist nicht eingebildet.

Jan-Peer: Das ist so.

Marco: Apropos Machen. Machen hört sich für mich ja immer so ein bisschen Richtung Diagnostik an.

Marco: Für mich ist halt wichtig, und darum machen wir ja auch die Folge,

Marco: dass Schlafmangel oder Schlafhygiene einer der wichtigsten Elemente ist,

Marco: auch in der Schmerztherapie und meines Wissens sehr gerne auch vergessen wird,

Marco: wenn es um die Anamnese bei Patienten geht.

Marco: Da wird halt gerne gefragt, Mensch, wie ist denn der Schmerz zwischen 0 und 10 und so weiter.

Jan-Peer: Ja, wie machst du das denn so in

Jan-Peer: der Praxis? Also hast du dann so ein standardisiertes Vorgehen für dich?

Marco: Ja, definitiv. Also Schlaf muss erfragt werden und das reicht auch nicht im

Marco: Sinne dessen, wie ist denn so Ihr Schlaf, sondern sollte man so ein bisschen

Marco: strukturiert abarbeiten.

Marco: Und da ist für mich halt wichtig, wie ist es eigentlich mit dem Einschlafen,

Marco: wie ist es eigentlich mit dem Durchschlafen und ganz wichtig,

Marco: wie fühle ich mich eigentlich nach dem Schlaf.

Marco: Also es ist ja ganz schön, wenn man gut einschlafen kann und durchschläft,

Marco: aber wenn ich mich morgens immer noch gerädert fühle und nicht ausgeruht,

Marco: dann ist es kein guter Schlaf.

Marco: Auch der Aspekt, ob die Leute häufig nachts wach werden und nicht wieder einschlafen.

Marco: Es ist ja schön, wenn ich innerhalb der ersten halben Stunde wieder einschlafe,

Marco: dann macht das auch nicht so viel mit meiner Schlafhygiene.

Marco: Aber wenn ich es nicht schaffe und dann die nächsten anderthalb Stunden da vor

Marco: mich hin grübele und die Decke anschaue und nicht schlafen kann,

Marco: was da durchaus hormonell zu erklären ist, aber das macht was mit mir und das

Marco: macht auch was mit der Schlafhygiene.

Jan-Peer: Fragst du auch nach Tagesmüdigkeit?

Marco: Es ist total wichtig, das auch noch zu erfragen, was auch ein Zeichen dafür

Marco: ist, wie erholsam eigentlich mein Schlaf ist. Ja.

Jan-Peer: Und gibt es eigentlich standardisierte Assessments?

Jan-Peer: Also irgendwas, was man sich ausgedacht hat? Ja, auf alle Fälle.

Marco: Das Einfachste ist einfach erstmal nur ein Schlaftagebuch für die Patienten.

Marco: Dass die einfach erstmal aufschreiben, wie war eigentlich mein Schlaf? Bin ich eingeschlafen?

Jan-Peer: Wie habe ich dich? Richtig, genau. Wie lange?

Marco: Wir kennen das, also ein Schmerztagebuch kennt jeder.

Marco: Oder ein Kopfschmerztagebuch, das ist jedem bewusst. Aber man kann so etwas

Marco: auch sehr gut für die Schlafen anwenden.

Marco: Und es gibt auch ein Score, den die Patienten selber sozusagen ausfüllen können.

Marco: Das ist der sogenannte Insomnia Severity Score.

Marco: Der besteht aus sieben Items, die dann der Patient selbstständig ausfüllen kann.

Marco: Der gibt uns halt hier insgesamt einen besseren Überblick darüber,

Marco: wie der Patient dann wirklich schläft.

Marco: Was für einen hohen Schweregrad sozusagen der Patient von einem Schlafmangel hat.

Jan-Peer: Was würdest du denn sagen, wie viel Prozent der Patienten, die mit Schmerzen

Jan-Peer: jetzt zu dir kommen, haben auch ein Schlafproblem? So vom Gefühl?

Marco: So vom Gefühl. Eigentlich jeder. Jeder. Ja, jeder. Na, das ist aber,

Marco: das ist nicht wissenschaftlich, wenn man das sagt. Aber 80 Prozent?

Jan-Peer: Das ist wirklich viel.

Marco: Ja, also ich muss die Patienten suchen, die mit chronischen Schmerzen keine

Marco: Probleme mit Schlafen haben. Also die sind dann...

Marco: Oder die sind schon anbehandelt, schmerztherapeutisch und kriegen schon Medikamente,

Marco: die die Schlafhygiene verbessern oder das Einschlafen und Durchschlafen verbessern.

Marco: Und damit dann aber auch gleich die Schmerzsituation verbessern. Ja, okay.

Jan-Peer: Kommen wir vielleicht gleich nochmal zu.

Marco: Okay. Nee, nee, wirklich größte Teil der Patienten hat Probleme mit Schlafen.

Jan-Peer: Also ist tatsächlich ein relevantes, zu adressierendes Problem,

Jan-Peer: haben wir ja auch schon erwartet.

Marco: Ich habe das Gefühl, früher wurde Schlafmangel und Schlafprobleme sozusagen

Marco: immer so nebenbefundlich mitbehandelt.

Marco: Ich bin über die Jahre mittlerweile der Meinung, dass Schlaf eigentlich ein

Marco: einzelnes Krankheitsbild ist, was wirklich aggressiv behandelt werden muss.

Jan-Peer: Nicht schlafen.

Marco: Also das Nichtschlafen muss wirklich aktiv behandelt werden.

Marco: Das zweite Schlüsselwort.

Jan-Peer: Schlafmangel. Dann machst du eine strukturierte Anamnese mit den Patienten und

Jan-Peer: machst dann sozusagen, dass es auch dokumentiert ist, um das mal vergleichbar

Jan-Peer: zu machen, auch vielleicht vorher nachher.

Marco: Richtig, ja.

Jan-Peer: Und schickst du die in Zweifelszeit auch nochmal weiter?

Marco: Also wenn man hier nicht weiterkommt, also wenn man jetzt das Problem hat,

Marco: dass man hier eine komplexe Schlafstörung hat oder auch Patienten mit noch Begleitproblemen

Marco: wie ausgeprägte Schlafapnoe zum Beispiel,

Marco: dann gehört dieser Patient in ein Schlafverborger.

Marco: Zum Beispiel für die Diagnostik. Ja, genau. Und der kann dann hier auch medikamentös

Marco: hier noch hilfreich sein.

Marco: Da kommen wir aber später nochmal strukturiert drauf zurück.

Jan-Peer: Ja, vor allem hat er wahrscheinlich auch die ganzen technischen Voraussetzungen.

Jan-Peer: Das ist ja ein sehr aufwendiges Verfahren im Schlaflabor.

Marco: Ja, die messen da Sombografie. Genau, die messen Hirnströme,

Marco: Atmung, Sauerstoffsättigung, sogar Muskelaktivität und Beinbewegung.

Marco: Beinbewegung ist auch eins der Probleme, die dann häufig auch bei Schlafstörungen mit einvertreten.

Jan-Peer: Ja, Stichwort Restless Legs.

Marco: Yes, sir.

Jan-Peer: Genau.

Marco: Aber es gibt ja heutzutage auch schon andere Geräte, die deinen Schlaf so ein

Marco: bisschen dokumentieren können. Ja. Fällt dir da was ein?

Jan-Peer: Also ich glaube, das heißt jetzt auf medizinisch Neudeutsch Variables.

Marco: Oh, Variables.

Jan-Peer: Das finde ich gut, ja. Ich kenne das ja noch mal Smartwatch.

Jan-Peer: Ja, genau. Richtig, ja. Ja.

Marco: Aber es gibt ja sogar medizinische Geräte, die sind Aktigrafie.

Marco: Kannst du dann auch tragen, aber eigentlich sind es Wearables, wenn man ehrlich ist.

Jan-Peer: Ich glaube, es ist auch ganz vernünftig, wenn man auf jeden Fall mal einen Hinweis bekommt.

Marco: Ich bin auch, ja, ich bin davon überzeugt,

Marco: dass solche Wearables zur Diagnostik der Schlaf des Schlafzykluses oder letztendlich

Marco: insgesamt der Schlafhygiene der Patienten ein wichtiges Instrument

Marco: sein wird in Zukunft, weil man immer mehr erkennt,

Marco: wie wichtig das in der Genesung ist.

Jan-Peer: Du meinst sozusagen Steuerung des Schlaf- und Wachrhythmuses? Ja.

Marco: Und dadurch, dass wir wissen, dass eine schlechte Schlafsituation oder eine

Marco: gestörte Schlafhygiene hier immunmodulativ wirksam sind und einen biologischen

Marco: hohen Einfluss hat, die vier Säulen hatten wir ja besprochen,

Marco: Das ist, glaube ich, ein interessantes Thema.

Jan-Peer: Also bin ich absolut davon überzeugt. Schlaf ist eine so unglaubliche Basis für alles.

Jan-Peer: Wenn es damit nicht funktioniert, dann haben wir ja gesagt, würde es mich wundern,

Jan-Peer: wenn es nicht auf den Gesamtorganismus und die Psyche unglaubliche Auswirkungen hat.

Marco: Ja, klar. Definitiv.

Jan-Peer: Wenn wir jetzt gerade dabei sind, wir haben jetzt ja irgendwie überlegt,

Jan-Peer: wenn der Schlaf jetzt gestört ist, was können wir eigentlich machen?

Marco: Ich würde sagen, um es so ein bisschen strukturiert aufzuarbeiten,

Marco: würde ich sagen, können wir drei Sachen machen.

Marco: Einmal allgemeine Maßnahmen, dann therapeutische Maßnahmen und medikamentöse

Marco: Maßnahmen. Ja, so würde ich das glaube ich auch schon.

Jan-Peer: Das ist sehr gut.

Marco: Vielleicht hast du ja Lust, ein bisschen was über die allgemeinen Maßnahmen zu sagen.

Jan-Peer: Ja, das mache ich gerne. Also was sind die allgemeinen Maßnahmen?

Jan-Peer: Das ist ja, was du schon mehrfach gesagt hast, eben die Schlafhygiene.

Jan-Peer: Was soll das eigentlich beinhalten?

Jan-Peer: Naja, ich glaube, das Allerwichtigste, und das können wir leider heutzutage

Jan-Peer: ganz selten einhalten, das ist die Regelmäßigkeit.

Jan-Peer: Also ich habe die gleiche Schlafens-Gehen-Zeit, ich habe die gleiche Aufstehens-Zeit

Jan-Peer: und ich habe einen stabilen Rhythmus.

Jan-Peer: Ich werde nicht nachts gestört und das auch am Wochenende.

Jan-Peer: Das ist tatsächlich schwierig durchzuhalten.

Jan-Peer: Aber diese Regelmäßigkeit ist der wesentliche Schlüssel.

Jan-Peer: Nicht nur die Dauer von Schlaf zählt, nicht nur die acht Stunden zählen,

Jan-Peer: sondern das Timing und die Regelmäßigkeit sind mindestens genauso wichtig.

Marco: Aber da meintest du, wenn ich das richtig verstanden habe, auch die Zusammensetzung

Marco: deines Schlafes, wie Tiefschlaf, Gleichschlaf und Rämpfaser.

Jan-Peer: Das kannst du natürlich nur indirekt, das macht ja dein Körper von alleine,

Jan-Peer: das kannst du ja nur indirekt dann steuern.

Jan-Peer: Aber du hast vollkommen recht, also verschiedene Substanzen beeinflussen natürlich

Jan-Peer: deine Zusammensetzung des Schlafes.

Jan-Peer: Also zum Beispiel, wenn du Strafmittel einnimmst, wenn du Alkohol einnimmst,

Jan-Peer: dann verändert das die Zusammensetzung.

Jan-Peer: Wir wissen das zum Beispiel bei Cannabis auch, bei chronischem Cannabiskonsum,

Jan-Peer: dass die Patienten wahrscheinlich weniger REM-Schlaf haben.

Jan-Peer: Und wenn dann die Patienten mit dem Cannabis aufhören, dann berichten die ja

Jan-Peer: ganz häufig über ganz wilde Träume, die sie dann haben.

Jan-Peer: Und das ist dann der Aufholmechanismus des Körpers, der sozusagen dann diese

Jan-Peer: Remdeprivation, die die Patienten dann hatten, dann danach ein bisschen aufhört.

Jan-Peer: Aber natürlich, also man soll wenig Alkohol trinken, das fördert natürlich schnelleres

Jan-Peer: Einschlafen, aber deine Schlafqualität ist nicht so gut, du sollst natürlich

Jan-Peer: möglichst wenig Koffein dann vor allem nicht spät dann zu dir nehmen,

Jan-Peer: weil das dann den Schlafdruck dann nimmt.

Jan-Peer: Oder sozusagen deine Wachheit dann befördert. Und du sollst insgesamt natürlich

Jan-Peer: dann einen Lifestyle haben, der diesem Schlaf dann zuträglich ist.

Jan-Peer: Also Umgebungsfaktoren, sollst kühlschlafen, sollst dunklen Raum haben,

Jan-Peer: sollst abends kein Smartphone nicht mehr benutzen, sollst dann abends keinen

Jan-Peer: besonders dollen Sport mehr machen. Das sollst du dann wieder tagsüber machen.

Jan-Peer: Regelmäßiges Ausdauertraining, aber eben nicht abends zum Bett gehen.

Jan-Peer: Und die Regelmäßigkeit.

Marco: Wie ist denn das mit Essen abends?

Jan-Peer: Naja, also was Leichtes abends essen ist immer gar kein Problem,

Jan-Peer: aber natürlich nicht dann sozusagen besonders schwer essen.

Jan-Peer: Also ich glaube, das ist alles, was wir schon irgendwo in jeder Zeitschrift,

Jan-Peer: die wir mal zur Hand nehmen, auch irgendwo gelesen haben.

Jan-Peer: Aber tatsächlich ist die Regelmäßigkeit der Faktor und eben eine gute Umgebung,

Jan-Peer: dass du deinen Schlaf überhaupt möglichst befördern kannst.

Marco: Ja, was ist, wenn jetzt dein Partner dich abends aufsucht und sagt so,

Marco: jetzt müssen wir mal hier nochmal die Probleme mit unserem Darlehen und wir

Marco: werden die Zukunft klären?

Jan-Peer: Gut, dass du darauf ansprichst. Ja, natürlich.

Jan-Peer: Ja, das emotional belastende Gespräche sollst du auch abends weglassen.

Jan-Peer: Versteht sich ja von selbst.

Marco: Okay, weil sie dann dieses Denken und Einschlafprozess erschweren.

Jan-Peer: Ja.

Marco: Okay, das macht ja Sinn.

Jan-Peer: Genauso auch, wenn du morgens dann aufstehst, sollst du aufstehen,

Jan-Peer: Sonnenlicht, ein bisschen Bewegung, dann kommst du besser an den Tag.

Jan-Peer: Das ist alles Schlafhygiene, das sind alles die Umgebungsvariablen,

Jan-Peer: die man dann so ein bisschen dann auch beeinflussen kann.

Marco: Okay. Und zu den allgemeinen Maßnahmen gehört dann aber, du hattest das eben

Marco: schon gesagt, Sport gehört auch dazu?

Jan-Peer: Ja, wenn es möglich ist, also Ausdauertraining hat einen positiven Effekt auf die Schlafqualität.

Jan-Peer: Kommt dann immer ein bisschen, wie gesagt, aufs Timing dann drauf an, sozusagen.

Marco: Aber dann auch andere Maßnahmen, alle die so ein bisschen Richtung Achtsamkeit

Marco: abspielen, Yoga, Pilates, Qigong, Atemübung, Meditation, dieser Biofeedback.

Marco: Da gibt es sogar spezielle Verfahren, Neurofeedback und Mindfulness,

Marco: das gehört sicherlich auch dazu und Physiotherapie, Beachtung,

Marco: wir haben ja eben schon gesagt, wir wollen ja allgemeine Sachen und therapeutische

Marco: Maßnahmen getrennt erstmal voneinander nehmen, da würde ich natürlich dann die

Marco: Physiotherapeuten in das Therapeutische mit einnehmen.

Jan-Peer: Richtig, genau. Das kannst du alles alleine machen und das kann auch auf jeden

Jan-Peer: Fall ein wirksamer erster Schritt sein, wenn deine Schlafqualität schlecht ist.

Jan-Peer: Aber manchmal reicht es nicht aus.

Marco: Ja, das stimmt.

Marco: Aber das Schöne bei diesen ganzen Sachen, Meditation und Atemübung und Yoga,

Marco: da gibt es ja mittlerweile auch viele tolle Sachen im Internet,

Marco: die man sich angucken kann.

Jan-Peer: Ja, das hatten wir ja vorhin, oder das werden wir auch gleich nochmal dazu kommen.

Jan-Peer: Klar, wir leben jetzt in einer Großstadt, für uns ist jetzt sozusagen alles

Jan-Peer: schnell erreichbar, aber das ist ja nun, Gott weiß, nicht überall gegeben.

Jan-Peer: Also wir haben nicht irgendwo eine Möglichkeit, einen Experten aufzusuchen.

Marco: Aber es ist sicherlich sinnvoll, dass wenn ich schlafen gehe vorher,

Marco: dass ich einfach alles, was mich stresst und Stressoren, dass ich das so runterfahre

Marco: wie möglich. Absolut, genau.

Marco: Sag mal, wusstest du, dass bei

Marco: den Navy SEALs als Grundausbildung auch Atemübungen mit integriert sind?

Jan-Peer: Nee, das wusste ich nicht. Ich weiß nur, dass die einen Algorithmus haben,

Jan-Peer: um möglichst schnell einzustarten.

Marco: Ja, okay. Die haben auch in Stresssituationen und das darf man bei den Navy

Marco: Seals, auch bei Kampfhandlungen, darf man das ja durchaus mal erwarten,

Marco: dass sowas passieren kann,

Marco: haben die auch Atemübungen, werden denen mit an die Hand gegeben,

Marco: um sich wieder runterzufahren.

Marco: Ich mache eine sogenannte Säufzeratmung.

Marco: Also atme so 90% ihrer Kapazität ein und oben nochmal so ein Säufzer obendrauf

Marco: und dann atmen sie das lange aus.

Marco: Klassische Säufzeratmung. So ein bisschen modifizierte 4er, 6er Atmung,

Marco: aber das müssen wir irgendwann anders mal besprechen, was es da für Atemtypen gibt und Atemübungen.

Marco: Aber das fand ich sehr beeindruckend. Das geht sofort auch auf die Herzfrequenz.

Jan-Peer: Spannend. Spannend, auf jeden Fall.

Marco: Und da, finde ich, leuchtet das durchaus ein, dass einfach Atemübungen auch

Marco: einen so ein bisschen runterfahren können.

Jan-Peer: Muss ich mal vor dem Podcast machen.

Marco: Weiß ich gar nicht, ob deine Atemübung für dich reicht. Hm. Okay.

Marco: Ach Mensch, jetzt war ich wieder nicht so nett, obwohl du immer so nett zu mir bist.

Marco: Therapeutische Maßnahmen. Allgemein hatten wir besprochen, gibt es ja einiges.

Marco: Was gibt es so an therapeutischen Maßnahmen?

Jan-Peer: Naja, also wir haben ja sozusagen Physiotherapie, das ist sozusagen der eine

Jan-Peer: sportsomatische Aspekt.

Jan-Peer: Aber klassisch, wenn wir jetzt von den selbst verantworteten Basismaßnahmen

Jan-Peer: sozusagen das keine Abhilfe geschaffen hat, dann führt der Weg tatsächlich wahrscheinlich

Jan-Peer: zum Arzt, um dann weiter in die Tiefe gehen zu können.

Jan-Peer: Was man weiß, was jetzt eine Intervention, Interventionen sind,

Jan-Peer: die nicht medikamentös sind, die helfen können.

Jan-Peer: Ist klassischerweise die kognitive Verhaltenstherapie für Schlafstörung.

Jan-Peer: CBTI heißt sie auch, Cognitive Behavioral Therapy for Insomnia.

Jan-Peer: Und das ist sozusagen validierte Intervention, die gute Effekte zeigt.

Marco: Aber da geht es dann letztendlich auch genau um die Sachen, die wir eben besprochen haben.

Jan-Peer: Genau, da geht es viel um die Sachen, um die Hygienesachen, noch mal ein bisschen

Jan-Peer: mehr, aber natürlich auch unter Anleitung eines erfahrenen Therapeuten.

Jan-Peer: Der da einfach nochmal gezielter vielleicht auch auf die Punkte eingeht,

Jan-Peer: die dir nicht so ersichtlich sind oder die du dir noch gar nicht bekannt bist,

Jan-Peer: und dich dann da an die Hand nimmt und leitet.

Marco: Reizkontrolle, feste Aufstehzeiten, Umgang mit diesem Grübeln,

Marco: was wir ja auch als Gefahrenpotenzial schon letztendlich wahrgenommen haben.

Marco: Veränderung der ungünstigen Schlafüberzeugungen, dass man da so ein bisschen

Marco: Entspannungsverfahren.

Marco: Letztendlich, das ist ja das, was du auch gemeint hast, eine feste Struktur

Marco: schaffen, damit diese Schlafhygiene wieder aufrechtert.

Jan-Peer: Genau, also die kognitive Verhaltenstherapie, da gibt es viele Meta-Analysen

Jan-Peer: schon zuführen, die zeigen alle, du hast eine Verbesserung mit der Intervention

Jan-Peer: von Schlafqualität, du hast eine weniger Schlaflosigkeit,

Jan-Peer: du hast eine bessere Schlafkontinuität und eine Tagesmöglichkeit.

Jan-Peer: Und teilweise, und deswegen kommt jetzt wieder der Kreis zum Schmerzen,

Jan-Peer: hast du auch weniger Schmerzen, du hast weniger Beeinträchtigungen ohne bessere Lebensqualität.

Jan-Peer: Und das ist dann Meta-Analyse gezeigt.

Marco: Ja, finde ich großartig.

Jan-Peer: Und genau da kommt ja auch wieder das, was du eben schon angesprochen hast.

Jan-Peer: Nicht jeder, der wohnt in einer Großstadt und hat eben die Möglichkeit,

Jan-Peer: sozusagen die Möglichkeit, so eine kognitive Verhaltenstherapie dann mit einem

Jan-Peer: Therapeuten zu machen. und entsprechend gibt es inzwischen auch internetbasierte digitale Programme,

Jan-Peer: Eben für Patienten, die jetzt auf dem Land wohnen, die schlecht angebunden sind

Jan-Peer: oder die auch gar keine Möglichkeit haben, irgendwie einen Schlafmediziner aufzusuchen.

Jan-Peer: Und da gibt es auch eine Studie aus 2024, dass diese internetbasierten Interventionen,

Jan-Peer: kognitive Verhaltenstherapie, auch bei chronischen Schmerzpatienten praktikabel

Jan-Peer: sind und dass die auch relevant sind. Und dass das auch ganz gut funktioniert.

Marco: Okay. Die gibt es aber sozusagen als Internet-Link, aber nicht als so eine digitale Gesundheits-App.

Jan-Peer: Das weiß ich nicht.

Marco: Okay. Aber da können wir ja vielleicht nochmal einen Faktencheck machen.

Marco: Würde ich in den Shownotes dann verweisen. Das ist ein wichtiges Thema.

Jan-Peer: Absolut.

Marco: Und dann habe ich einen dritten Baustein, also allgemein Maßnahmen,

Marco: therapeutische Maßnahmen, dann jetzt zum Schluss nochmal medikamentöse Maßnahmen. Ja. Oder?

Jan-Peer: Und vielleicht gehen wir mal von leicht zu schwer, ne?

Marco: Ja, ich würde sagen, ich bin ja auch ein totaler Freund von einfach und strukturiert.

Marco: Da würde ich jetzt letztendlich bei den Herbal Medicines anfangen.

Marco: Ja, sowas wie Baldrian. Baldrian und so. Lavendel.

Jan-Peer: Lavendel, genau.

Marco: Da sind die Sachen, die leicht zugänglich sind, geringen, also nahezu fast keine

Marco: Nebenwirkungspotenzial mit sich bringen, aber für einen Hauptteil der Patienten

Marco: einen guten Effekt mit sich bringen.

Jan-Peer: Das ist auf jeden Fall ein guter Startpunkt. Nächste Eskalationsstufe?

Marco: Melatonin?

Jan-Peer: Melatonin, genau. Also Melatonin ist ja ein körpereigenes Hormon,

Jan-Peer: das dann gebildet wird, also um dann das Einschlafen einzuleiten und wird ja

Jan-Peer: abends dann vermehrt gebildet.

Jan-Peer: Und das ist ja auch genau das Problem, wenn man im Smartphone abends dann noch

Jan-Peer: mit grellem Licht dann im Bett liegt, dann wird eben gerade die Melatonin-Produktion

Jan-Peer: gehemmt und man findet dann auch schlechter in den Schlaf.

Jan-Peer: Und das gibt es ja rezeptfrei inzwischen jetzt in der Apotheke.

Marco: Ja, aber Achtung, ab 2 Milligramm ist das rezeptpflichtig und wird nicht von

Marco: der Krankenkasse bezahlt. Kannst du selber zahlen.

Marco: Aber meines Wissens 1,9 Milligramm kann man selbstständig kaufen.

Jan-Peer: Ja, sicherlich. Also ist auf jeden Fall, also verkürzt die Einschlafzeit,

Jan-Peer: aber sonst macht es relativ wenig an der Schlafarchitektur.

Marco: Ja, und sag mal, wenn das nicht hilft, wie würdest du dann weitermachen?

Jan-Peer: Naja, also wir sind da jetzt, wenn wir das jetzt wieder mal verengen,

Jan-Peer: so ein bisschen auf die Schmerz,

Jan-Peer: Patienten mit Schmerzen, dann ist ja die große Gruppe der Medikamente,

Jan-Peer: die für die Schmerztherapie, aber die keine Opiate sind oder nicht Opiate.

Jan-Peer: Und das wären dann also klassischerweise die Antidepressiva,

Jan-Peer: die wir dann haben. Ja, die ganzen Serotonin-Reuptake-Inhibitoren.

Jan-Peer: Genau, ganz klassischerweise wäre ja Amitriptylin, das wäre sozusagen ein schlafanstoßendes

Jan-Peer: Medikament, das man abends dann mit einschleichender Dosierung dann verwenden könnte.

Jan-Peer: Richtig. Was dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, also sozusagen einmal

Jan-Peer: den Nachtschlaf dann befördern kann und auch noch einen Beitrag zur Schmerzmodulation

Jan-Peer: oder Wahrnehmung dann auch leisten kann.

Marco: Genau.

Jan-Peer: Wobei erster Effekt dann mit Schlafen, das geht ja relativ schnell,

Jan-Peer: dass die Wirkung dann einsetzt, die schmerzmodulierende Wirkung,

Jan-Peer: die braucht ja dann bis zu mehreren Wochen, bis man da einen Effekt dann spürt.

Jan-Peer: Aber natürlich gibt es ja Doxepin, Mytazepin, sind ja die klassischen Medikamente,

Jan-Peer: die dann auch schlaffördernd wirken können.

Marco: Ja, da gibt es auch bestimmte Studien, wo das Methazapin auch nochmal Teile

Marco: gegenüber Amitriptylin zeigt.

Marco: Aber genau, das wäre schon mal so eine Eskalationsstufe.

Jan-Peer: Genau, und dann kommen wir ja schon ein bisschen zu den Medikamenten,

Jan-Peer: die du gar nicht mehr so gerne magst.

Marco: Ach, weiß ich gar nicht. Ich muss ja ehrlicherweise sagen, wenn man das ernst

Marco: nimmt und dem Patienten was Gutes tun will, muss man auf die Schlafhygiene achten.

Marco: Und dann sollte dann auch irgendwann die Konsequenz sein, dass ich konsequent

Marco: auch auf die Schlafhygiene achte.

Marco: Und wenn das nur medikamentös geht, dann ist das halt so. Ich bin da,

Marco: glaube ich, liberaler geworden, muss ich ganz ehrlicher sein.

Marco: Und dann sind wir ja schon bei den Nicht-Enzodiazepinen.

Marco: Sondern bei den sogenannten Z-Drucks. Ja, bei den ganzen Z-Medikamenten.

Jan-Peer: Ja, bei den Zolpiklonen. Richtig, genau.

Marco: Das dritte Schlüsselwort. Schlaflabor.

Jan-Peer: In die Klasse fallen ja jetzt aus. Es gibt ja auch noch ein bisschen neuere Medikamente.

Jan-Peer: Die Orexin-Rezeptor-Antagonisten. Also Dariodorexant.

Jan-Peer: Was nochmal eine Möglichkeit ist, den Patienten dann auch auf der Stufe zu helfen.

Marco: Zur Bett geht es halt 50 Milligramm.

Jan-Peer: Genau.

Marco: Genau, okay. Ja, aber das ist doch schön. Aber dann haben wir ja so ein kleines Konzept.

Marco: Also die ganzen freizugänglichen Medikamenten, gefolgt von Melatonin als eigenes,

Marco: körpereigenes Hormon, also kein Smartphone, lieber Melatonin einnehmen.

Marco: Dann die ganzen sedierenden Antidepressiva und Antihistaminika und zum Schluss

Marco: dann die Z-Medikamente.

Jan-Peer: Ja, Benzodiazepine und Abkömmlinge und neuere Substanzen.

Marco: Genau, diese Orexin-Antagonisten. Genau. Aber das hört sich doch schon mal ganz

Marco: gut an, zumindest für die Medikamente.

Marco: Und was hältst du von Benzodiazepine? Lieber nicht, ne?

Jan-Peer: Also nein, Benzodiazepine waren ja früher sehr, sehr oft eingesetzt.

Jan-Peer: Man hatte ja auch eine Standardastung, also eine oft eingesetzte Substanzklasse.

Jan-Peer: Aber da muss man sagen, ist das Nebenwirkungsprofil ist natürlich ungünstig

Jan-Peer: und das Abhängigkeitsprofil ist auch ungünstig. Also sehr hoch, ganz genau.

Jan-Peer: Und die Wechselwirkung dann gerade zum Beispiel bei Schmerzpatienten mit Opioiden

Jan-Peer: ist dann auch nicht zu vernachlässigen.

Jan-Peer: Also das ist auf jeden Fall von der Pharmakologie keine Substanz,

Jan-Peer: die man lange einsetzen möchte.

Jan-Peer: Also wenn es nicht anders geht, ganz kurzfristig, muss man sich das sicherlich

Jan-Peer: noch überlegen und Abwägung, aber es ist auf keine Substanzklasse,

Jan-Peer: auf die man primär dann zurückgreifen sollte.

Marco: Die haben wir ja früher wie Smarties verordnet.

Jan-Peer: Genau, sozusagen. Aber die haben eigentlich im Prinzip für Schlaflosigkeit und

Jan-Peer: die vor allen Dingen für die langfristige Behandlung haben die überhaupt gar keinen Platz mehr.

Marco: Was wir noch gar nicht besprochen haben, ist natürlich, wenn ich die Schmerztherapie

Marco: initial verbessere, sorge ich natürlich auch dafür, dass besser eingeschlafen

Marco: und besser durchgeschlafen wird. Ja. Okay.

Marco: Nur, dass wir das nochmal mit erwähnen.

Jan-Peer: Absolut. Also ich tue mich immer bei diesem Thema oder während der Vorbereitung

Jan-Peer: habe ich mich immer ein bisschen schwer getan, weil ich immer das Henne- und Ei-Problem habe.

Jan-Peer: Also jetzt wissen wir, dass Schlaf Schmerzen befördert, also eine schlechte

Jan-Peer: Nacht vor der Operation und ich habe nach der Operation stärkere Schmerzen.

Jan-Peer: Und andersrum wissen wir es auch. Also schlechter Schlaf macht dann auch die

Jan-Peer: Vulnerabilität für Schmerzanfälligkeit und die emotionale Einfärbung,

Jan-Peer: also beeinflusst das subjektive Erleben des Schmerzes dann negativ.

Jan-Peer: Und das ist dann ja wie ein Zirkulus Viciosus.

Marco: Wir wissen, dass wenn du nur sechs Stunden schläfst, dass du einfach um 30 Prozent

Marco: erhöhte Schmerzwahrnehmung hast und das ist halt nicht zu unterschätzen.

Marco: Wenig Schlaf steigert die Schmerzwahrnehmung, mehr Schmerz sorgt dafür,

Marco: dass ich weniger Schlaf habe, weil ich öfter wach werde oder schlechter einschlafe, mehr Grübel,

Marco: mein Angstsignalsystem einfach so hochgefahren ist, dass ich gar nicht wirklich schlafen kann.

Marco: Dass wir um einen Schlafmangel und dieser Schlafmangel macht wieder mehr Schmerz.

Marco: Also ja, wir müssen diesen Schlaf-Angst-Schmerzzyklus durchbrechen, sonst wird das nichts.

Jan-Peer: Ja, und es gehört zu jeder Schmerztherapie mit dazu.

Marco: Ja, definitiv.

Jan-Peer: Denn wer schlecht schläft, der verliert auch einen Teil seiner natürlichen Schmerzhemmung.

Marco: Ja.

Marco: Und das ist, glaube ich, auch eine der Kernaussagen unseres Podcastes heute, oder?

Jan-Peer: Das denke ich. Wie immer gilt aber, wenn es Fragen zu unserem Podcast gibt,

Jan-Peer: wenn es Anmerkungen, Interessen oder Wünsche gibt, schreibt uns,

Jan-Peer: nehmt Kontakt zu uns auf.

Jan-Peer: Wir freuen uns, immer mit euch in Interaktion zu treten.

Marco: Ja, definitiv. Und wir freuen uns natürlich schon wieder auf den nächsten Podcast

Marco: am ersten Donnerstag des Monats ab 6 Uhr auf allen Gängenplattformen zu hören.

Marco: Und ja, vielen Dank, dass ihr wieder dabei wart und bleibt gesund.

Jan-Peer: Bleibt neugierig.

Marco: Wir bedanken uns und freuen uns wieder auf dich, wenn das heißt, der Schmerzcode.

Marco: Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information

Marco: und allgemeinen Weiterbildung.

Marco: Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten

Marco: diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar.

Marco: Die Inhalte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit,

Marco: noch kann die Aktualität, Richtigkeit

Marco: und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden.

Marco: Der Podcast ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder

Marco: Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn,

Marco: Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

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