Achtung Schmerzmittel - Diese Fehler können gefährlich werden
Shownotes
Gastgeber*innen & Gäste
Dr. med. Marco Wintruff
Dr. med. Jan-Peer Rogmann
Gast
Annika van der Linde, Apothekerin, Hamburg
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Fortbildungspunkte
Die Ärztekammer Hamburg hat die Veranstaltung (Podcast) mit 1 Punkt anerkannt. Der/Die CME-Punkt/e können unter der Angabe der notwendigen Schlüsselwörter bis zu 14 Tage nach der Veröffentlichung, unter folgendem Link, beantrag werden: https://forms.gle/7k95zeiEu6KScJLw5
Literatur und kurze Zusammenfassungen
https://www.drugs.com/drug_interactions.html
https://interaktionscheck.gelbe-liste.de/
(1) Bain KT, Knowlton CH. Role of Opioid-Involved Drug Interactions in Chronic Pain Management. J Am Osteopath Assoc. 2019;119(12):839-847. doi:10.7556/jaoa.2019.136.
Zusammenfassung: Die Studie beschreibt, dass opioidbezogene Arzneimittelinteraktionen bei der Behandlung chronischer Schmerzen häufig übersehen werden, obwohl sie klinisch sehr relevant sind. Besonders wichtig ist die Rolle des Enzyms CYP2D6, das mehrere Opioid-Prodrugs wie Codein, Hydrocodon, Oxycodon und Tramadol in ihre wirksamen Metaboliten umwandelt. Werden diese Stoffwechselwege durch andere Medikamente gehemmt oder konkurrierend beeinflusst, kann dies zu verminderter Schmerzstillung, unbeabsichtigtem Mehrgebrauch, Entzugssymptomen, Nebenwirkungen und erhöhtem Überdosierungsrisiko führen. Die Autoren empfehlen zur Vermeidung solcher Interaktionen unter anderem nichtpharmakologische Schmerztherapien, Anpassungen der Einnahmezeiten, den Wechsel auf anders metabolisierte Opioide oder Begleitmedikamente sowie die enge Zusammenarbeit mit Apothekerinnen und Apothekern.
(2) Kotlińska-Lemieszek A, Klepstad P, Haugen DF. Clinically significant drug-drug interactions involving opioid analgesics used for pain treatment in patients with cancer: update of a systematic review. Expert Opinion on Drug Metabolism & Toxicology.2025;21(6):703-715. doi:10.1080/17425255.2025.2491743.
Zusammenfassung: Die systematische Übersichtsarbeit aktualisiert die Evidenz zu klinisch relevanten Arzneimittelinteraktionen von Opioiden bei erwachsenen Krebspatientinnen und -patienten mit Schmerzen. Eingeschlossen wurden 21 Publikationen, überwiegend Fallberichte oder Fallserien, was zeigt, dass die verfügbare Evidenz weiterhin begrenzt ist. Besonders häufig betrafen die berichteten Interaktionen Oxycodon und Fentanyl. Die wichtigsten Mechanismen waren Veränderungen der CYP3A4-Aktivität mit daraus resultierender Opioid-Toxizität oder unzureichender Analgesie sowie pharmakodynamische Antagonismen durch periphere μ-Opioidrezeptor-Antagonisten wie Naloxon, Naldemedin oder Naloxegol, die zu Wirkverlust oder Entzugssymptomen führen konnten. Die Autorinnen und Autoren betonen, dass solche Interaktionen oft vermeidbar sind und stärker in Leitlinien zur Krebs-Schmerztherapie berücksichtigt werden sollten.
(3) Brinkman DJ, Hendriksen LC, Rigter IM, Hollmann MW. Pharmacology and relevant drug interactions of metamizole. Br J Clin Pharmacol. 2025;91(7):2095-2102. doi:10.1002/bcp.70101.
Zusammenfassung: Die Übersichtsarbeit fasst Pharmakologie und klinisch relevante Wechselwirkungen von Metamizol zusammen. Metamizol wirkt rasch analgetisch, hat aber eine kurze Halbwertszeit und Wirkdauer, weshalb es meist drei- bis viermal täglich gegeben wird. Besonders relevant ist, dass Metamizol mehrere Enzyme beeinflusst: Es wirkt als moderater bis starker Induktor von CYP3A4, CYP2B6 und CYP2C19, als schwacher Induktor von CYP2C9 sowie als moderater Inhibitor von CYP1A2. Dadurch kann es die Konzentration zahlreicher Begleitmedikamente verändern, etwa von Immunsuppressiva, Psychopharmaka, Opioiden, Antikoagulanzien oder antiviralen Arzneimitteln. Zusätzlich kann Metamizol die thrombozytenhemmende Wirkung von Acetylsalicylsäure bei gleichzeitiger Einnahme abschwächen und sollte wegen des Risikos einer Agranulozytose vorsichtig mit anderen entsprechend myelotoxischen Medikamenten kombiniert werden. Die Autoren betonen, dass diese Interaktionen besonders bei hohen Dosen von 1000" " mg drei- bis viermal täglich über mehr als einen Tag klinisch berücksichtigt werden sollten.
(4) Coates DS, Lazarus P. Hydrocodone, Oxycodone, and Morphine Metabolism and Drug-Drug Interactions. J Pharmacol Exp Ther. 2023;387(2):150-169. doi:10.1124/jpet.123.001651.
Zusammenfassung: Die Übersichtsarbeit fasst den aktuellen Wissensstand zum Metabolismus und zu klinisch relevanten Arzneimittelinteraktionen von Hydrocodon, Oxycodon und Morphin zusammen. Im Mittelpunkt stehen pharmakokinetische Interaktionen über CYP2D6, CYP3A4 und UGT2B7 sowie pharmakodynamische Interaktionen, etwa mit anderen zentral dämpfenden Substanzen. Die Autoren zeigen, dass insbesondere Oxycodon und Hydrocodon empfindlich auf Hemmung oder Induktion von CYP3A4 und teils CYP2D6reagieren, was zu erhöhter Toxizität oder verminderter Analgesie führen kann. Für Morphin sind vor allem glucuronidierungsabhängige Wechselwirkungen über UGT2B7 relevant. Zusätzlich wird betont, dass genetische Varianten der Metabolisierungsenzyme das Interaktionsrisiko weiter beeinflussen können. Insgesamt plädiert die Arbeit für engmaschige Überwachung, Dosisanpassungen und eine stärkere Berücksichtigung pharmakogenetischer Faktoren bei der Opioidtherapie.
(5) Tena-Garitaonaindia M, Rubio JM, Martínez-Plata E, Martínez-Augustin O, Sánchez de Medina F. Pharmacological bases of combining nonsteroidal antiinflammatory drugs and paracetamol. Biomed Pharmacother. 2025;187:118069. doi:10.1016/j.biopha.2025.118069.
Zusammenfassung: Die Übersichtsarbeit analysiert die pharmakologischen Grundlagen und die klinische Evidenz zur Kombination von Paracetamol mit NSAIDs, insbesondere Ibuprofen. In einer systematischen Auswertung von 77 klinischen Studien zeigte sich, dass solche Kombinationen in vielen Fällen die Wirksamkeit verbessern können, vor allem bei der postoperativen Analgesie und teilweise bei der Antipyrese, während etliche Studien keinen Zusatznutzen fanden. Mechanistisch wird dies damit erklärt, dass sowohl Paracetamol als auch NSAIDs über Cyclooxygenase-Hemmung wirken, Paracetamol aber zusätzlich zentrale analgetische Signalwege beeinflussen kann. Die Autoren betonen jedoch, dass ein Vorteil der Kombination nicht pauschal angenommen werden darf, da die Evidenz inkonsistent ist und zugleich Risiken wie Dosierungsfehler und potenziell erhöhte Toxizität durch verstärkte Cyclooxygenase-Interferenz bestehen. Insgesamt halten sie die Kombination vor allem in der Analgesie für potenziell sinnvoll, sehen aber weiteren Forschungsbedarf, um Nutzen und Risiken genauer abzugrenzen.
(6) Zitat: Aapro M, Fogli S, Morlion B, Danesi R. Opioid metabolism and drug-drug interaction in cancer. The Oncologist. 2024;29(11):931-942. doi:10.1093/oncolo/oyae094.
Zusammenfassung: Die Übersichtsarbeit analysiert potenzielle Wechselwirkungen zwischen häufig eingesetzten Opioiden zur Behandlung tumorbedingter Schmerzen und onkologischen Therapien. Im Fokus stehen vor allem pharmakokinetische Interaktionen über CYP3A4, CYP2D6 und teilweise UGT-abhängige Stoffwechselwege. Die Autoren zeigen, dass insbesondere CYP-modulierende Krebsmedikamente wie Enzalutamid, Ribociclib oder Imatinib die Wirkung und Toxizität mehrerer Opioide relevant beeinflussen können, etwa durch Wirkverlust bei Fentanyl oder Oxycodon beziehungsweise durch erhöhtes Toxizitätsrisiko bei anderen Substanzen. Morphin erschien im Vergleich zu anderen Opioiden am wenigsten anfällig für klinisch relevante Interaktionen. Zugleich betont die Arbeit, dass Ergebnisse aus DDI-Checker-Tools nicht ausreichen, sondern immer durch Literaturprüfung und klinische Einzelfallbewertung ergänzt werden müssen. Insgesamt plädiert die Studie für einen vorsichtigen, interdisziplinären Umgang mit Opioiden bei Krebspatientinnen und -patienten mit Polypharmazie.
Die Zusammenfassungen wurden mit der Unterstützung von KI-Tools erstellt.
Hardware
MacBook Air, M2 (2022), Apple Inc., One Apple Park Way, Cupertino, Kalifornien, USA
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Musik und Gestaltung
GarageBand, Version 10.4.10, Soundmediathek 1178, Titelmusik: „Collins Avenue Long“
Podcast-Logo: Privatbilder mit modifiziertem Hintergrundbild nach „matrix_plot.png“ von https://www.r-bloggers.com; „Matrix-style screensaver in R“, Layout via Microsoft®️PowerPoint for Mac, Version 16.80 (23121017)
Podcast Begrüßung, Verabschiedung und Ansagen: Text-To-Speech via https://elevenlabs.io/text-to-speech (Freya)
Audioüberarbeitung
Disclaimer
Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Die Inhalte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch können die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Podcast ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.
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Transkript anzeigen
00:00:05: Moin, moin zu der Schmerzcode.
00:00:07: Der Podcast in dem Jan Peer und Marco wichtige Themen zum Mysterium Schmerzen einfach und praktisch aufschlüsseln wollen.
00:00:24: Herzlich willkommen
00:00:25: zur Schmerzkode!
00:00:26: Mittlerweile der vierundzwanzigsten Folge... ...der Podcast, der das Mysterium-Schmerz einfach und
00:00:32: praktisch
00:00:33: entschlüsselt.
00:00:34: Jan Peher, herzlich Willkommen im Sonnenigen Tag.
00:00:36: Marco, ein wirklich schöner Sommertag großartig.
00:00:40: Wie geht es dir?
00:00:41: Hmmmm,
00:00:42: gut Mir ist ein bisschen warm, wenn ich erstehe.
00:00:44: Ich könnte schon wieder viele fruchtige Getränke zu mir nehmen aber es können wir später noch mal besprechen.
00:00:53: Was hast du uns denn heute schönes mitgebracht?
00:00:55: Wir haben eine Folge dieses Mal über Wechselwirkung von Opiaten.
00:01:01: Gibt
00:01:01: das nicht!
00:01:03: Nur die Dosis macht das Gift.
00:01:05: Es ist schon richtig... Das wissen wir alle.
00:01:09: Viele Wechselwirkungen von Objekten mit anderen Medikamenten, mit speziellen Patienten und mit speziellem Darrechnungsform.
00:01:17: zu viel und so wenig.
00:01:18: Und es ist ein großes weites Feld und ich bin froher Hoffnung da wir uns Unterstützung, fachkundig Unterstützung geholt haben diesen Dickicht ein bisschen Lichter zu machen.
00:01:32: Ich finde wir haben noch einen Podcast über Mysterium.
00:01:34: Wollen wir das nicht auch Mysterium nennen?
00:01:37: Nicht die Gicht,
00:01:38: weil das ist Ministerium.
00:01:42: Ja und da ich gerade bei fachkundiger Unterstützung bin Ich begrüße Annika bei unserem Podcast.
00:01:50: Hallo
00:01:51: herzlichen willkommen.
00:01:52: schön dass du dabei
00:01:53: bist Annika isst klinische Pharmazeuten also eine wirklich eine Fachfrau Die sich mit Medikamenten richtig gut auskennt Also
00:02:04: besser als ich.
00:02:05: Und
00:02:06: wir?
00:02:07: Wir.
00:02:08: Ja, schön dass du da bist und wir freuen uns riesig das du dir die Zeit genommen hast für uns hier zu besuchen.
00:02:13: Danke für die Einladung!
00:02:14: Ja sehr gerne.
00:02:16: ich glaube wir werden da richtig profitieren.
00:02:18: aber vielleicht hast Du Lust dich einmal kurz ein bisschen vorzustellen damit unsere Hörer wissen wer ist eigentlich am Mikrofon?
00:02:27: Wir haben ja kein Bild
00:02:28: Richtig.
00:02:30: Ich bin Apothekerin und arbeite jetzt schon lange im Krankenhaus Daher kennen wir uns ja auch durch die Arbeit.
00:02:38: Also nach dem Studium ging es für mich direkt in die Klinik rein, ich habe da noch ein halbes Jahr lang in der öffentlichen Apotheke gearbeitet und jetzt gucke ich bei uns auf die ärztliche Anordnung bei den Patientinnen.
00:02:51: Und ja, Wechselwirkung ist ein Respekt aber da gibt's natürlich auch noch andere Dinge worauf Ich und Wir dann achten.
00:02:57: Du bist sozusagen der Sheriff.
00:03:00: Im Netten dann?
00:03:03: Ja im Netten, also ich profitiere... wir arbeiten ja jede Woche miteinander und ich profitere andauern von deiner Expertise wenn du über unsere Patienten und unser Anordnung in unsere Fälle drüber guckst und uns da auch Wert fährt.
00:03:17: volles Feedback ist.
00:03:18: Darf ich da immer auf den Zwischen fragen, damit ich einmal mir vorstellen kann?
00:03:22: Wie sieht denn bei dir so ein Tag aus?
00:03:24: Kommst du dann einfach jeden Montag und sagst Hallo, schmeißt mir mal die Akken rüber Ich guck mir das an.
00:03:29: oder wie läuft das?
00:03:30: Tatsächlich ist es der Dienstag, aber die Tage sind natürlich flexibel.
00:03:35: Das kann man auch jeden Tag machen, das ist eben ganz unterschiedlich.
00:03:39: Aber wenn ich dann einmal in der Woche komme Dann sind die Akten ja inzwischen digital.
00:03:44: Das heißt, ich sitze da erst einmal vor dem Computer und gucke dann aber jeden einzelnen Patienten an...
00:03:51: Von der ganzen Klinik?
00:03:52: Von allen!
00:03:53: Das ist ja Wahnsinn.
00:03:54: Bist du denn den ganzen Tag beschäftigt?
00:03:56: Ich versuche es bis zur Übergabe mittags zu schaffen weil ich natürlich auch den Zeitpunkt erwischen muss wo ich dann nochmal die ärztlichen Kolleginnen treffe um genau die Fragen die ich mir aufgeschrieben habe dann noch zu klären.
00:04:08: Spannend
00:04:09: Das ist ja richtig intensiv.
00:04:11: Und sagen wir mal, rein Interesse ist halber.
00:04:13: Findet man da viele Fehler?
00:04:15: Gibt es so eine Zahl so irgendwie...
00:04:17: Ja das wird spannend tätig mitbringen müssen aber gibt's Untersuchungen.
00:04:21: Das ist gar nicht schlimm wenn man viele Fehler findet.
00:04:24: Das klingt dann immer so dass viele Fehler gemacht werden.
00:04:27: Aber das kann auch manchmal ein logistischer Hinweis sein, dass dann nochmal was extra bestellt werden muss ohne dass jetzt schon etwas passiert ist.
00:04:34: also deswegen Dieser Nenner ist jetzt gar nicht so relevant, aber wir wissen dass das von einfachen Handlungsanweisungen bis hin zu doch auch klinisch relevanten Dingen dann sein kann.
00:04:48: Das was wir im Alltag sehen
00:04:50: und sagen mal wenn du jetzt stellen muss mal vor Du bist praktisch auf der Station da sind ja viele Patienten die auch eine Schmerzmedikation im weitesten Sinne haben.
00:05:00: also Kann ich mir vorstellen, dass sich das häufig trifft?
00:05:03: Das Thema.
00:05:04: Wie hast du dann ein Konzept wie du so daran gehst was du prüfst?
00:05:08: und also ich kann mir vorstellen man braucht mal irgendwie einen Schema.
00:05:11: Ja absolut
00:05:12: alles mit allen vergleichen ist ja bestimmt sehr schwierig.
00:05:15: Also im Grunde ist es neben der ganzen Dauermedikation die sonst ein Patient hat wenn man da auf den Schmerzmittel trifft geht zu der erste Blick doch auf das WHO-Stufenschema.
00:05:25: Das ist so das was wir zumindest haben Und da geht es zum einen darum, ist ein Basarenergetikum überhaupt angeordnet?
00:05:34: Manchmal wird Stufe eins vergessen.
00:05:36: Ist ja auch ausreichend ausdosiert wäre dann so die Frage aber eben auch nicht überdosiert.
00:05:42: was ich da immer wichtig finde zusammen natürlich mit dem WHO Schema Stufe zwei oder Stufe drei ist das wir auch an der Bedarfsanordnung denken.
00:05:51: dass verzögert ja sonst total den Prozess wenn der Patient dann doch noch schmerzen hat dass die natürlich auch noch mitangeordnet sind.
00:05:59: Und die klassische Komedikation wird gar nicht mal so selten vergessen, ob sie Pationsprophylaxe, das die zumindest bei Bedarf angeordnet ist und da natürlich wenn es geht nochmal darauf achten.
00:06:13: wie ist denn jetzt auch die Schmerzsituation?
00:06:15: Das erste Schlüsselwort Polypharmazie
00:06:20: Gerade so bei der Stufe eins also den Nicht-Opiat analgetica.
00:06:26: Hast du da ein Favorite, was du so gerne magst?
00:06:28: Ja, ich habe eine Frage, die hätte ich euch gerne
00:06:30: gestellt.
00:06:31: Aber ich kann mir noch mal Reihung beantworten!
00:06:34: Also wir sehen es eben doch viel.
00:06:36: das Metamizol also Novamin-Sulfon, was in vielen Ländern schon gar nicht mehr gibt hat ja auch seine Risiken mit Agranoluzytose.
00:06:45: Auch da gab's ja rote Handbriefe aber... In der Klinik ist das doch schon zumindest auch ein stark wirksames Basalanergetikum, was gerne verwendet wird.
00:06:55: In der Onkologie weniger gern aber ansonsten doch noch seine Anwendung findet.
00:07:02: Aber wirklich da haben wir natürlich auch den Vorteil in der klinik.
00:07:05: Wir können die Patientinnen monitorn und gerade eine spiegel also eine blutbildkontrolle Ist da unproblematisch dass es glaube ich für den ambulanten bereich nochmal anders zu betrachten.
00:07:18: Ich finde das noch ein schönes Medikament, das mit damit zu holen.
00:07:21: Eine hohe anergetische Potenz.
00:07:24: aber klar man muss Patienten halt auch die Nebenwirkungstrias, muss man die halt schon aufklären.
00:07:30: oder
00:07:31: Schalzschmerzen
00:07:32: oder Fieber oder Schleimhautlutungen so was.
00:07:36: Man
00:07:36: muss mal schon
00:07:37: klären.
00:07:38: ich persönlich komme eher aus der anderen Schiene.
00:07:40: wenn ich mir alle angucke dann streiche schnell welche raus, die ich ganz doof finde.
00:07:44: Also die Klopfen nackt
00:07:45: z.B.,
00:07:45: das schmeiße ich gerne raus.
00:07:46: Das ist, find' ich nicht so gut.
00:07:48: Aufgrund von kardialen Vorerkrankungen?
00:07:50: Ja,
00:07:51: hauptsächlich... also das ist so genau, dass es so die Hauptangelegenheit jetzt klinikspezifisch bei mir ist an Ibogrophäen.
00:07:59: Aber wo's auch jetzt als IV-Medikation ja gibt, aber halt auch nicht für alle meine Patienten dann irgendwie so angesagt.
00:08:04: und dann bist du halt schnell.
00:08:06: Nouragin und Paracetamol.
00:08:08: Und Nourageen, finde ich ist ein gutes Schmerzmedikament.
00:08:10: Paracethamol ist ein gutes Führersenkungs-Medikament aber nicht so gut gegen Schmerzen.
00:08:15: Aber ich sehe immer viele Kollegen die das sogar doppelt verordnen also beides
00:08:19: Ja da ist ja so ein bisschen der Wolfe im Schafspelzen Also dass wir uns da so ein bißchen drumherum schiffen.
00:08:28: Sie sehen das eigentlich aus in den Kliniken?
00:08:30: wird denn da noch so Kombination angemendet?
00:08:34: Dass man das gleich kombiniert Denkt mir mal was aus.
00:08:39: Vierhundert Ibuprofen mit fünfhundert Parazitamolen und vielleicht die Gesamtdosis des Einzelpräparates zu reduzieren, gibt es da sowas?
00:08:51: Nein sehe ich ehrlich gesagt bei uns nicht.
00:08:55: Aber da seid ihr die Experten.
00:08:59: Ja schonmal empfohlen?
00:09:00: Ich bin ja persönlich so ein Freund von solchen Mischsachen.
00:09:05: aber Ja, es gibt da ja Zahlen.
00:09:08: Also der Daten dafür dass das angeblich schmerztherapeutisch sinnvoller ist.
00:09:14: Vierhundert Milligramm Ibuprofen plus fünfhundert milligramm Paracetamol, dass das ein besseres Schmerz reduzieren und einen Effekt als acht hundert Ibuprophen alleine ist.
00:09:25: Die Dosis macht das wirft?
00:09:26: Genau!
00:09:26: Und ich finde man kann's ja mal probieren aber muss halt immer den Patienten im Auge haben.
00:09:31: Ich kombiniere es auch gerne, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:09:36: Metaminzol, wenn es in der Hoffnung das dann ausreicht.
00:09:41: Ja klar muss ich natürlich so ein bisschen auch die Grundidee darf man nicht vergessen dass man ja die Maximaldosis des Einzelmedikaments nicht ausnutzen möchte.
00:09:49: Das wäre für mich die Indikationes zu kombinieren.
00:09:53: Schönes Thema.
00:09:54: Ja, absolut.
00:09:56: Vielleicht sollten wir noch nicht bei der Stufe ein so lange verweilen sondern vielleicht mal zur Stufe zwei und drei.
00:10:03: Wir kommen
00:10:04: dann gar nicht weiter.
00:10:04: Was sind denn so da die Klassiker?
00:10:06: Die du so gerne in der Klinik siehst also...
00:10:09: Also da sehen wir eigentlich von bis tatsächlich auch wie wir es für Stufe eins sagen können sicherlich Favoriten oder auch nicht.
00:10:18: Oxygesik, Oxycodone ist sicherlich viel angewendet.
00:10:23: Aber dann auch mal ein Fentanylpflaster.
00:10:25: also das ist dann sicherlich was wo man fast für jede einzelne Klinik so einen Favoriten wahrnimmt.
00:10:33: Ich finde ich spieße ich fährt aber wir sind jetzt in drei nicht in zwei.
00:10:36: Ja das ist
00:10:36: richtig okay!
00:10:37: Aber tatsächlich in der klinischen Anwendung...
00:10:41: Überspringen wir zweimal?
00:10:42: Übersspringen
00:10:42: wir häufig ja zwei.
00:10:43: Also jetzt gerade postoperativ kann ich mich.
00:10:47: Peritramid kann man jetzt ein bisschen drüber streiten, also nur sieben vom Morphin als wirklich equivalent.
00:10:53: Aber das ist ihm häufig eingesetzt.
00:10:54: aber die Klassiker mit Tramal und...
00:10:58: War so'n Tramaltropf hört man doch immer wieder dass Leute sowas postovativ bekommen.
00:11:02: Ja?
00:11:03: Ich kenne da jetzt so kein expliziten Kollegen den ich zitieren kann, aber ich höre es immer wieder mal auf Kongress, dass es Leute gibt.
00:11:12: Das ist jetzt keinen Vortrag der nicht zitieren würde.
00:11:16: irgendwie scheint es da ja einen Markt zu geben.
00:11:19: Also ich persönlich kann nur sagen, ich überspringe als häufig.
00:11:23: Du bist natürlich auch in den Schneiden und Fächern unterwegs?
00:11:25: Ja das ist natürlich.
00:11:31: Wie ist denn der niedergelassene Bereich so?
00:11:34: Findest du da häufig Anwendung?
00:11:37: Ich habe das Gefühl dass sich jetzt als nieder gelassener Schmerztherapeutin doch häufiger oder konsequenter die WHO-Stufen Schema durchziehe.
00:11:47: Ich habe aber auch jetzt nicht die Möglichkeit den Patienten jeden Tag zu sehen, ich kann da jetzt nicht wie ein postoperativer Schmerzdienst jeden Tag hingehen.
00:11:55: Das schaffe ich nicht, dementsprechend muss ich das alles so ein bisschen mit Augenmaß machen und muss mir gegebenenfalls den Patienten dann halt öfter mal einbestellen um ihn auch besser zu kontrollieren.
00:12:07: Das ist ein höherer Aufwand, aber der höhere Aufwand liegt eher dann beim Patienten weil er halt öfter hierher kommen muss.
00:12:13: Also wo ich es ganz wertvoll finde, ist manchmal nicht auf dem Weg hin um den Schmerz einzustellen sondern eigentlich auf dem weg zurück.
00:12:22: also wenn Patienten irgendwie die stark wirksamen Opiate so bisschen wenn du die reduzieren willst und vielleicht mal diesen Sprung von drei auf zweieinern machst Ist bei mir auch selten.
00:12:31: Aber die Reduzierung ist natürlich das was mein Hauptaugenmerk ist?
00:12:35: Natürlich!
00:12:36: mich würde mal interessieren, weil wir ja das in der Eingangsphase setzten ja schon gesagt haben.
00:12:42: Wir sind so ein bisschen Richtung Interaktion und gibt es da klinisch was?
00:12:47: oder von deiner Seite aus?
00:12:51: Also fahren wir zeuten sozusagen, wie sieht das da mit Interaktion aus?
00:12:55: Aus der Stufe eins.
00:12:56: Wir sind ja jetzt eben schon bei Stufe drei gewesen.
00:12:58: aber gibt es in Stufe Eins etwas, wo du sagst Leute, da müsst ihr auch echt aufpassen.
00:13:03: Mit dem Mizzol hast du ja glaube ich schon angesagt agranolyzettose.
00:13:09: Aber fällt dir noch was anderes an?
00:13:10: Klassiker sind natürlich die NSAIDs.
00:13:13: also wenn nicht da noch... Kannst
00:13:14: du das für unsere Hörer nochmal ganz kurz übersetzen?
00:13:16: Non-stereo... Okay, dann müsste ich das jetzt auf Englisch sagen.
00:13:20: Ne macht nichts für uns.
00:13:20: Anti-Inflammung.
00:13:21: Ja wir können es ja sozusagen interpolieren.
00:13:25: Das ist
00:13:27: so feststehender Begriff ne?
00:13:28: Das ist sehr wie Tempo.
00:13:30: Wie Tempo oder Ceva.
00:13:31: Gehen wir mal ein Ceva!
00:13:33: Genau.
00:13:35: Aber Spanisch finde ich immer wieder spannend.
00:13:39: Sag ich ja auch immer, Leute.
00:13:40: Pass auf was ihr für Abkürzungen benutzt ne?
00:13:43: Der HWI ist halt nicht immer der Hinterwandinfarkt.
00:13:46: Es kann auch der Hahnwegsinfekt
00:13:47: sein.
00:13:47: Richtig!
00:13:48: Aber gut, Entschuldigung, ich würde dich doch nicht unterbrechen.
00:13:51: Und mir hier aus dem Konzept reden.
00:13:52: Ja genau, das ist mein Fehler.
00:13:54: Ist immer ganz gut dass man ein Feindbild hat.
00:13:56: Das war mein Fehler...
00:13:59: NSID sind ja nicht unkritisch.
00:14:01: Also wenn jemand dann dein beliebtes Ibuprofen dauerhaft nimmt und noch zusätzlich Medikamente, die die Magenschleimhaut jetzt angreifen, dann empfehlen wir durchaus auch schon mal ein Pantoprazol dazu also einen Protonpumpenhammer.
00:14:18: Das können auch schnell mal ein Cortison sein was noch mit angeordnet wird und dann mit einem auch noch zusätzlichen Risikofaktor wie das Alter ist das dann durchaus indiziert,
00:14:32: PPI
00:14:32: der Magenschutz.
00:14:33: Ja und Ulzeration sieht man häufiger als man denkt so.
00:14:37: Die müssen auch nicht immer Schmerzen haben ne?
00:14:40: Das ist ja das Gefährliche daran.
00:14:41: Kann doch direkt bluten dann
00:14:45: ja.
00:14:46: Was es mit dem Sahakenumwogenen DiGlofenac?
00:14:49: da hatten wir eben schon mal dass du es einmal zusammenfassend nochmal erwähnt.
00:14:54: was war das Problem?
00:14:55: Ja, ich habe eigentlich das Gefühl dass es tatsächlich wirkt dieser Rote Handbriefe.
00:14:59: Eigentlich ein schönes Medikament weil der Trick ist wirklich durch dieses entzündete Gewebe da ist es immer sauer wird tatsächlich diese Arzneistoffstruktur da gefangen weil sich dann noch so die Ölte wird protoniert und dann bleibt das da.
00:15:12: es hat also eigentlich eine sehr spezifische Wirkung für entzündenlichen Schmerzen.
00:15:18: Habe ich auch lange vielleicht so erstmal als erste Wahl gesehen, bei genau dieser Indikation.
00:15:24: Aber durch den rote Handbrief ist das jetzt doch halt wirklich dann auch wirklich selten geworden, ne?
00:15:30: Die Kardiovaskuläresrisiko also der Herzinfarkt da sind wir dann vorsicht.
00:15:35: wenn ein Patient noch so was wie eine Herzinsuffizienz KAK mitbringt, ist das dann wirklich...
00:15:43: Älteren Patienten gut, muss man sagen.
00:15:46: Ist die Wahrscheinlichkeit ja auch immer häufiger, dass sie auch noch so eine kardialen Vorerkrankung haben?
00:15:50: Absolut!
00:15:52: Es ist natürlich auch... Ich glaube, so ein Dicklofenac in der Dauermedikation ist dann wirklich was, was einen Risiko dann auch ausmacht.
00:15:59: Ich weiß gar nicht wie die Orthopäden damit umgehen
00:16:02: oder die Rheumatologen.
00:16:04: Ja, das
00:16:06: ist schwierig.
00:16:07: Aber erwarten wir denn von den anderen Medikamenten nicht auch so ne kardiale Risiko Problematik?
00:16:16: und wenn die Patienten, die Medikamente aus der Stufe eins dann doch irgendwie länger einnehmen.
00:16:25: Gibt es da Risiken mit denen ich rechnen muss oder kann ich irgendetwas machen um da vielleicht entgegenzuwirken?
00:16:32: EKG Labor oder irgendwas?
00:16:34: muss sich da irgendwas bedenken irgendwas machen?
00:16:36: also Laborkontrolle sicherlich was was jetzt für die Klinik ganz einfach umzusetzen ist.
00:16:41: Für dich im ambulanten Bereich, dann eben auch genau in größeren Abständen und...
00:16:49: Was heißt denn für dich?
00:16:49: ein größerer Abstand?
00:16:51: Ein halbes Jahr?
00:16:52: Na das wäre mir fast manchmal zu kurz.
00:16:55: Ja.
00:16:56: Quartalsweise ja!
00:16:58: Und die Empfehlung der Quartalkontrolle bei allen Medikamenten.
00:17:02: oder hast du da auch so einen Favorite wo du sagst ah da musst du es schon machen du?
00:17:06: Bestimmt bei dem Metamethol Das zweite Schlüsselwort.
00:17:11: Karbe, wenn ich jetzt noch mal auf Stufe drei dann weiter sozusagen weitergehen kann also da sind wir ja im Bereich der Starkwörter sagen Okiate, also Morphine und die ganzen Abgrümmlinge.
00:17:26: Da gibt es ja auch Sachen die jetzt langwirksam sind.
00:17:29: kurz wirksam sind Pflaster irgendwie gibt's da so Specials wie du irgendwie... Also ich kenne jetzt häufig Patienten die jetzt einen phantomöle Pflasta kleben haben.
00:17:38: Gibt es da irgendwie Sachen, wo du so besonders aware bist?
00:17:41: Wenn du dir das anguckst.
00:17:43: Tatsächlich ist das schnell mal eine Empfehlung auch aus einer Standardempfehlung heraus ohne dass ich den Patienten die Patientin gesehen habe.
00:17:53: und da haben wir doch auch durchaus mal karaktische Patientinnen dabei wo das Pflaster gar nicht funktioniert weil ich ein gewisses Fettdepot brauche wo genau der Wirkstoff ja durch penetriert um dann ins Blut und zur Wirkung kommt.
00:18:07: Und was da auch manchmal vergessen wird, ist natürlich es braucht auch seine zwei-drei Tage bis es voll zur Wirkung gekommen ist.
00:18:15: Also da nicht gleich nur weil Pflaster klebt mit der vollen Wirkung rechnen, da so ein bisschen geduldig sein und geduld haben dann abzuwarten.
00:18:27: Pflastawechsel ist natürlich auch etwas dem Patienten zu sagen das jetzt alle drei Tage, das ist nicht jeden Tag, das is ja manchmal auch was...
00:18:34: Ich hab häufig Patienten, die einen Wirkverlust nach zwei, zweieinhalb Tagen haben.
00:18:39: Und wir sehen häufig die Patienten ... Die ist dann tatsächlich nach zwei Tagen auch schon wechseln?
00:18:44: Ja.
00:18:45: Genau, ich lasse sie dann wechselen alle zwei Tage.
00:18:48: Ich hab das Gefühl, dass es mit dem Auslaufen des ursprünglichen Patents häufiger geworden ist.
00:18:54: Ist das ein Gefühl oder hast du das auch schon so erlebt?
00:18:57: Ja, die Rückmeldung kriegen wir gar nicht so
00:18:59: oft.
00:19:00: Deswegen spannend.
00:19:03: eigentlich Gibt es ja da so die Auflagen, dass das leicht gut helfen soll?
00:19:08: Vielleicht.
00:19:09: Ich finde früher war das so, mit dem ursprünglichen Strukturpflaster was es da gab oder keine Firmennamen nennen... Da war das eher dieselben Halter.
00:19:24: Das hat uns aus einem Konzept gebracht wenn das irgendwie so komisch gewirkt hat.
00:19:29: Das war äußerst selten!
00:19:31: Heute rechne ich fast schon damit, dass das mal auftaucht.
00:19:36: Ja super spannend!
00:19:36: Also an alle Zuhörer denkt dran?
00:19:38: So ein Pflaster kann auch nur zwei Tage wirken, zweieinhalb Tage.
00:19:41: Du hast ja vorhin auch schon Bedarfsmedikation angesprochen.
00:19:44: also gerade wenn jetzt mal so ein End auf Dosis-Pflaster läuft mit der Wirkung aus, hast du ja schon gesagt am besten noch eine Bedarfsmedikation und man die Patienten zur Verfügung stellen, wenn sie auch einen stark wirkungsabendes Opiat, z.B.
00:19:56: das Pflastaform haben... Gibt es da aus deiner Erfahrung Sachen, die nicht so gut funktionieren oder Sachen, was man so machen sollte?
00:20:08: Ja.
00:20:08: So schnell ist natürlich der Reflex für Fentanylpflaster auch Fentanys sublingual als Bedarfsmedikation zu empfehlen.
00:20:17: Was natürlich seine Wirkung zeigt allerdings sehr kurz und ... jetzt quasi ganz kleinlich auch zugelassen, dann ist ja auch nur für den Durchbruchschmerz also den Tumorschmerz.
00:20:27: Da sind wir so schnell weg von der Indikation aber vor allem nicht unbedingt bei einem guten Medikament weil da der Patient auch schnell dann nochmal wieder was nachfordert.
00:20:41: Also, schnell und schnell oft.
00:20:43: Ja absolut!
00:20:43: Die Halbwertzeit ist da so kurz.
00:20:46: Wolltest du dir was anderes empfehlen?
00:20:47: Ja genau also das ist dann die Kombination mit Oxygesica-Kulutern entsprechend.
00:20:53: Gibt es einen Grund, dass du dich dafür entscheidest?
00:20:56: Es gibt doch ein deutlich älteres Medikament, was jeder kennt.
00:21:00: Das Mofin, also früher war's irgendwie das Sephardol wie auch heute immer noch Reis weiß ich nicht.
00:21:04: Capros oder auch verschiedene tausende Namen dafür... Was ist so aus deiner pharmazeutischen Idee und Philosophie heraus, warum das Oxygesika gut?
00:21:15: Weiß ich gar nicht.
00:21:16: Wahrscheinlich ist es die Klinik, die mir das zeigt, dass das gut wirkt und da weniger Probleme
00:21:25: macht.
00:21:26: Du hattest ja vorhin auch schon gesprochen so, du gehst das im Stufenschema durch.
00:21:30: Stufe eins, Stufe zwei, Stufer drei, guckst nach Co-Medikationen, guckt nach der Ausdosierung oder auch nicht über Dosierungen... Jetzt mal Hand aufs Herz.
00:21:38: Wir haben ja auch noch diese ganzen Co-Analgetika, also Duloxetin und Amitriptynin und Gabapentin und Prägaralina.
00:21:44: Das ist ja auch ein buntes Feld sozusagen.
00:21:47: Kommt ihr das eigentlich häufig so in der Klinik unter?
00:21:49: Dass die Patienten dann so mit den Co-Algétikern schon behandelt werden?
00:21:54: oder ist es doch eher so engeres Stufenschema was da angewendet wird?
00:21:59: Ja, also es ist natürlich ganz individuell.
00:22:01: Habe ich da wirklich auch einen Patienten vor mir der von diesem Co-Anergetikum profitiert?
00:22:07: und dann sehen wir schon immer mal wieder auch das Krieg Aberlin.
00:22:10: Das ist irgendwie so gefühlt jetzt das was man am ehesten sieht ja.
00:22:16: Und antidepressiver?
00:22:17: Ist das sozusagen... Also ich bin jetzt durch unsere letzte Folge so ein bisschen geprimed mit Schlaf und Schmerzo Und ich frag jetzt meine Patienten irgendwie viel, viel häufiger so.
00:22:28: Wie ist es denn mit Schlafen?
00:22:29: Da bin ich schneller beeidern zum Beispiel mit Armitriptilien und Sarotänen zur Nacht ... Ähm... Ich frage mich dann immer, bin ich ein Exot oder bin ich da eher nicht so'n Exot?
00:22:39: Du
00:22:39: bist definitiv sensibilisiert?
00:22:41: Das sind noch nicht alle!
00:22:44: Ja, da müsste man eine Auswertung machen, wie viele das mitbringen.
00:22:47: Also das würde ich sagen eher selten, aber auch zu selten.
00:22:54: Ich finde das übrigens gut, dass hat es zuvorhin im Nebensatz gesagt.
00:22:56: Dass wenn die Leute da ihr Fentanyl bekommen... ...dass wir da auch relativ zügig an so eine anti-Obsipative Therapie denken müssen.
00:23:04: Das ist glaube ich ein wichtiger Aspekt unter Opiaten.
00:23:07: Da ist nicht die Frage ob sie's bekommen sondern wann und darum finde ich das auch einen wichtigen Aspekt.
00:23:14: Und das ist ja glaube ich das was du auch kontrollierst.
00:23:16: Ja absolut!
00:23:17: Das sind
00:23:18: schon etwas was angesprochen wird.
00:23:20: Es ist zumindest als Bedarfsmedikament.
00:23:23: Vielleicht kommen wir noch ein bisschen weg von den einzelnen Medikamenten.
00:23:26: Wir haben ja jetzt nun auch alle unsere Opiate und viele andere Medikamente in verschiedenen Darreichungsformen, und ich kann mir vorstellen dass da das Einiges passieren kann, dass nicht optimale Kombination von Patient- und Darreichung Form aufeinandertreffen.
00:23:41: Siehst du das in der Praxis aus?
00:23:43: Das
00:23:43: Zäppchen kann man doch lutschen oder nicht!
00:23:45: Ich wusste,
00:23:49: Also es ist ja wirklich super spannend, weil in der Schmerzmedikation haben wir die komplette Bandbreite von den Tropfen hin zu den Kapseln-Rita-Tabletten.
00:23:57: Alles!
00:23:58: Das fängt ja an mit der einfachen Tablette und der Kapsel.
00:24:01: wie schlucke ich's dir am besten?
00:24:03: Kopf nach vorne oder Kopf nach hinten?
00:24:05: damit kann man wirklich schon anfangen und dem Patienten was Gutes tun wenn er weiß dass das nicht so nervig ist, dass er's dann auch wirklich einnimmt.
00:24:14: Ritartabletten sind sowas.
00:24:16: Da gibt es ja auch ganz special Matrix-Tableten, die bleiben dann unverdaut auch sichtbar.
00:24:22: Das sieht so aus als hätte sie sich jetzt nicht aufgelöst aber die Hülle ist halt einfach eine Matrix, die da so bestehen bleibt.
00:24:28: Das habe
00:24:28: ich noch nie gesagt.
00:24:29: Es steht ganz klein im Bipakzett in der Gebrauchsinformation.
00:24:34: Okay, Matrix!
00:24:36: Der Grund ist dass man nachweisen kann... Oder was ist da der Grund?
00:24:40: Nee, also die Idee ist... Also da haben sich wirklich in der Galenik die Technologen ganz viele Gedanken gemacht.
00:24:48: Die Membran ist semipermeabel.
00:24:51: Der bringt also Wasserflüssigkeit durch und drin ist so ein Wirkstoffdepot und eine Quellschicht.
00:24:57: Die Quellgeschicht drückt dann das Wirkstoffdepot aus einer ganz kleinen Öffnung.
00:25:02: Also siehst du gar nicht raus!
00:25:04: Und dadurch habe ich dann diesen ganz nach und nach erst freigebenden Effekt von einer Ritter-Tablette.
00:25:19: Gibt es da noch Risiken, um das nochmal abzuschließen?
00:25:25: Was fällt ja noch dazu ein?
00:25:26: Also der Patient braucht Fett.
00:25:28: Wie sieht man das jetzt hier im Hochsommer aus?
00:25:30: Gibt's auch Sachen auf die wir achten
00:25:31: müssen?".
00:25:31: Ja also tatsächlich, der Sommer ist so mit seinen dreißig Grad und einem noch nicht das Problem aber die Wärmedecke oder auch die Wermflasche.
00:25:39: Da ist er auf dauerhaft doch auf diesen grad punktuell hohe Temperaturen, die dann dazu führen dass der Wirkstoff schneller freigegeben wird.
00:25:49: Da haben wir auch wirklich Fälle, die gemeldet werden.
00:25:52: Dass das dann zu Nebenwirkungen wird.
00:25:57: Hast du noch ein Appell an alle Patienten, die einen Pflaster benutzen wie man das Zeug zur Entsorgen hat?
00:26:03: Ah, Entsorgung.
00:26:04: Ja auf jeden Fall!
00:26:05: Also erstmal kann ich den Appell geben.
00:26:07: lassen Sie sich beraten von den Kolleginnen in der öffentlichen Apotheker.
00:26:10: also die machen ihren Job alle super gerne und erklären das auch gern hundertmal.
00:26:15: Und die Entsorgnung natürlich auch das total wichtig da geht es ja darum dass das Pflaster dann nicht leer ist sondern da is noch was im Pflasta drin.
00:26:22: Das
00:26:23: kennt was dran lutscht ne?
00:26:24: Genau und das wollen wir natürlich.
00:26:25: Ich habe immer Empfohlen auf dem Blatt Papier kleben und dann zerschneiden.
00:26:32: Und dann wirklich in den Müll, der dann schnell wegkommt
00:26:35: oder wenn es schnell geben muss, weil man es nicht anders kann, in sich zusammen falten halbieren und zusammenkleben.
00:26:42: Das kriegt
00:26:43: man schwer wieder auseinander.
00:26:43: Das ist das Zeug, das klebt ganz gut, dass das dann der Vorteil, den man da hat und natürlich nicht zugänglich wegschmeißen.
00:26:54: Das ist der Grund, weswegen das empfohlen wird.
00:26:56: Es gab Kinder, die das gefunden haben und auch immer die Geritten hat es daran zu lecken.
00:27:04: Ich glaube, das schmeckt noch nicht mal nach irgendwas
00:27:07: aber...
00:27:10: Wo ist die Prinzessin?
00:27:11: Ich will den Frosch küssen!
00:27:15: Jetzt haben wir ja oftmals Patienten, die gar nicht so richtig schlucken können.
00:27:18: also sei es ein Post-Starker-Anfall oder Damatodi oder was aber.
00:27:23: Jetzt gibt es ja viele Patienten, die dann auch so etwas ... Sie jetzt eine Ernährungs-Sonde haben und einen PIJ haben oder so weiter.
00:27:32: Kann ich da eigentlich überhaupt ne richtig adäquate Tablettentherapie machen?
00:27:37: Überhaupt bei solchen Patienten?
00:27:38: Also
00:27:38: ist gut, dass du die Frage stellst, das ist das Wichtigste.
00:27:40: Und für uns dann tatsächlich das Wichtige zu wissen, da is' ein Patient mit ner Sonde und dann noch eben welche Sonde, Magensonde oder eben andere Art von Sonde und welche Medikamente sind angeordnet.
00:27:52: Und da haben wir schnell mal die Idee, okay wie kriege ich das jetzt durch die Sonde?
00:28:00: Ich mörse das jetzt alles!
00:28:03: Und das wäre für gerade Rettatpräparate natürlich der Fehler.
00:28:06: Da habe ich so ein Dose-Dumping.
00:28:08: Ich gebe also die Dosierung, die durch den Rettateffekt ja dann wirklich für mehrere Stunden gedacht ist auf einmal Und das ist was, da stellen wir dann um auf normal freisetzende Tabletten.
00:28:20: Da muss ich natürlich darauf achten.
00:28:21: die Tagesdosis der sonst gegeben wurde, die verteidigt dann auch mehrere Einzelgaben.
00:28:29: Dann eine Abhängigkeit der Halbzeit des schnell wirksamen Medikaments?
00:28:32: Was man mörsern kann.
00:28:35: Nicht schlecht ja gut aber da muss man sich einmal Gedanken darüber machen klar aber schön ist zu wissen dass es ein Alternativprodukt gibt.
00:28:41: Das ist schon mal gut.
00:28:42: Ich glaube in der Klinik gibt es ganz oft Listen dafür, die haben Flier und danach orientieren wir uns dann natürlich... das sind ja immer wiederkehrende Fragen da, die schreibt man sich irgendwann mal auf was sie denn wollen.
00:28:56: Und sag mal du als Pharmakologe?
00:28:57: Jetzt gibts ja nicht nur Tabletten die man sich rein nehmen kann sondern auch Saal im Form also die Klopfenachsalbe und Kötersalbe und was ist alles beworben wird dann auch am Funk und Fernsehen.
00:29:11: Ähm, gibt's da kritische Kombinationen die du so öfters mal siehst?
00:29:17: Ja das eigentlich Spannende ist ja dass er die gar nicht als Medikament wahrgenommen werde also werden.
00:29:22: Dass der Patient oft gar nicht berichtet, dass er genau die Präparate auch noch regelmäßig nimmt.
00:29:28: und dann sind wir wieder beim DiKlofenarkt möglicherweise ja auch in der Dauermedikation und entsprechenden Nebenwirkungen die da möglich sind.
00:29:37: Spannend!
00:29:38: Aber froh spannend.
00:29:40: Ich hab mal so ein Fallbeispiel, um das mal ein bisschen aufzulockern.
00:29:43: Jetzt stellt euch mal vor da kommt so eine Patientin an, für einen siebzig Jahre rüstig vollmobil keine Mobilisationseinschränkung ist klar
00:29:54: und
00:29:55: kriegt auch einiges am Medikamente.
00:29:57: Das lass ich jetzt mal frei fürs Fall Beispiel.
00:30:00: Und in der weiterführenden Amneso bei der Vorstellung stellt sich halt vor, sie ist erleidenschaftlich.
00:30:05: Es ist schön warm und so.
00:30:06: Sie ist ein absolutes Grapefruit-Fan.
00:30:09: Hat ja jetzt schön Grapefruitsaft getrunken... Das hört man ja immer so zwischen den Zahlen.
00:30:14: Siehst du da irgendwelche Probleme?
00:30:16: Tatsächlich ist das so dass auch Nahrungsmittel wie Grapefoodsaft Interaktionen machen können.
00:30:24: Und zwar ist da ein Enzym das zu drei auf vier quasi relevant Und das würde bei Opioiden zu einer höheren Bioverfügbarkeit führen.
00:30:34: Also die wirken dann auf einmal stärker.
00:30:36: und ja, die Risiken und Nebenwirkungen, die kennt ihr.
00:30:40: Da reicht auch ein Glas was sich am Morgen vielleicht getrunken hat im Nachmittag und dann sind entsprechend die Enzyme da natürlich auch induziert Selbst wenn ich das dann nicht mehr mache.
00:30:53: und es gilt auch für andere Wechselwirkungen, die Einfluss auf Enzyme nehmen.
00:30:57: Wenn ich dies zwar abgesetzt habe der Inzümeffekt ist in der Regel bis er aufgeoben hat ist und sich die erneuert haben bist du drei Tage dann auch da.
00:31:06: Oh ach dem ganze Enzym was da irreversibel geblocktes durch den Grapefruit dauert dann nochmal zwei drei Tage bis dass wieder neu gebildet ist.
00:31:15: Ja vielleicht ja vielleicht gut Vielleicht doch keine große Fahne für Grapefood.
00:31:20: Nein Jetzt sind wir ja eh gerade so ein bisschen bei den älteren Patientinnen und Patienten angekommen.
00:31:27: Da können wir auch noch mal mit Schmerzmigazone im Alter nochmal auf unsere eigenen Folgen neunzehn verweisen, wo
00:31:32: wir Gary haben.
00:31:33: Also die etwa über Gary Payne?
00:31:35: Genau!
00:31:36: Sehr schön, ja.
00:31:37: Werbung in eigener Sache.
00:31:40: Wir haben jetzt ja viele vier ältere Patienten.
00:31:43: Wo muss man da besonders darauf achten was, wo siehst du da immer besondere Probleme wenn du jetzt besondere Patienten am Koste?
00:31:49: Also nicht selten sind das auch die karaktischen Patienten.
00:31:52: Das können aber auch junge Patientinnen sein aufgrund chronischer entzündlicher Damerkrankungen, die wenig reservieren können.
00:32:00: Aber bei den älteren Patienten bringen natürlich oft noch andere Risikofaktoren mit wie die Polypharmazie, dass also noch wesentlich mehr Medikamente eingenommen werden und ich da sicherlich auch einen Interaktionscheck dann mache der sinnvoll ist.
00:32:18: Nierenfunktion ist ja auch so das.
00:32:20: Ich weiß, ihr sprecht da immer vom Kreia, vom Kreatinien.
00:32:24: Wir gucken dann direkt auf die GFR, die glomeruläre Filtrationsrate.
00:32:28: Wie gut ist die Nierenfunktion?
00:32:31: Wenn das zusammenkommt, also karaktisch und ...
00:32:36: Nierensuffizienten...
00:32:37: Dann nehme ich eher das Sösterthin C. Ah okay!
00:32:39: Genau weil das Kreatinin der Muskelmarker ist.
00:32:42: Und wenn die Muskelmasse gar nicht da ist, wird er schnell noch mal überschätzt.
00:32:47: Und da gucken wir dann natürlich auch drauf, dass wir irgendwie wissen wo wir stehen wie wir alle Medikamente richtig dosieren.
00:32:55: Ja im Alter bringt man ein höheres Risiko für Serotoninsyndrom, Delia Sturzrisiko, QT-Zeitverlängerung teilweise mit.
00:33:05: das ist dann leider so.
00:33:07: also auf die haben wir glaube ich eh ein besonderes Augenmerk
00:33:10: gerade weil so viel Polyfarmazie betrieben wird
00:33:13: und so viele Begleiterkrankungen.
00:33:15: Hast du eigentlich einen eigenen Interaktions-Tipp für unsere Hörer, Interaktionen besser sichtbar zu machen?
00:33:24: Gibt es da irgendwie im Internet ein Tool oder hast du irgendwas was du gerne nützt?
00:33:27: Da können wir ein paar noch mit rein nehmen.
00:33:29: Wir haben ja netterweise sind wir digital und haben da schon Programme hinterlegt.
00:33:34: Die
00:33:34: sind nicht frei verfügbar also die kauft man sich zusammen mit dem Programm.
00:33:38: Die haben aber leider auch die Neigung dass sie eher an Overalerting machen.
00:33:44: Also und natürlich ist die Empfehlung nicht nur einen Tool zu nutzen, sondern zwei.
00:33:48: Damit ich da auch teilweise nochmal irgendwie vergleichen kann.
00:33:52: Es hat sich sogar gezeigt dass innerhalb verschiedener Länder die alert sogar unterschiedlich sind.
00:33:57: also
00:33:58: deswegen
00:33:59: ist so ob das orange oder schon rot ist auf dem Ampelsystem dann durchaus unterschiedlich.
00:34:05: leider nicht immer ganz eindeutig.
00:34:07: es ist kompliziert.
00:34:09: Im Zweifelsfall fragen sie die Apothekerin oder den Apothekern ihres Vertrauens, die wissen dann Bescheid und können es auch nachgucken.
00:34:17: Wobei ich das ja spannend finde dass man jetzt schon so ein Programm kauft was das alles kontrolliert und dann wird noch empfohlen Kaufte nur ein zweites
00:34:28: Oder hol dir noch ein Apotheker nach.
00:34:30: Ja,
00:34:30: komm und die stehen da so rum.
00:34:32: Die hängt da mal einen mit.
00:34:34: Siehst du aber, ihr habt ja auch immer, ist es immer gut, so'n Narkosa-Arzt in der Tasche zu haben?
00:34:38: Vielleicht ist das gar nicht so schlecht von Apothekern in den anderen Taschen zu haben.
00:34:43: Habt ihr!
00:34:43: Habt hier!
00:34:47: Also genau wie manche Sachen bei einer Hausmitteln ja nicht richtig als Problem wahrgenommen werden gibt es das ja auch manchmal so bei, ich sage immer so bei Halbmedikamenten.
00:34:56: Also wenn ich jetzt einen zweiten Fall aufmachen kann, das ist ja der Klassiker.
00:35:03: Älterer Herr ist sozusagen schon ein bisschen länger in der Klinik wegen einer Formundie und irgendwie hat er zwei Wochen ... Jetzt schon ist er in der klinik geblieben und naja dann sozusagen ... Erholt er sich relativ gut aber plötzlich wirkt es mit der Schmerzherapie nicht so gut Und seine Frau besucht ihn auch täglich.
00:35:26: die erzählt jetzt Mensch, ich hab da auch irgendwie aus meinem eigenen Bestand hier noch so ein pflanzliches Präparat.
00:35:31: Das kann doch irgendwie gar nicht so schlimm sein... Ich habe das mein Mann übrigens mal mitgebracht seit einer Woche.
00:35:34: Aus der Drogerie?
00:35:35: Aus der Drogerie!
00:35:36: Dann guckt man sich das an und dann stellt man fest, Johannes kaut sozusagen.
00:35:42: Also es klingt ja ganz harmlos.
00:35:44: Ist auch reinpflanzlich Und wirkt ja auch nicht schlecht bei depressiven Verstimmungen.
00:35:49: Jetzt unterstellen wir mal den Patienten, dass er das hat und seine Ehefrau ist früher sorglich.
00:35:52: Aber das ist auch eine klassische Interaktion, ne?
00:35:55: Ja
00:35:56: und tatsächlich.
00:35:56: Und vor allem auch da so wie du es beschrieben hast wirklich das Problem dass auch das nicht als Erzneimittel so richtig wahrgenommen wird was Pflanzliches nur was auch völlig ungefährlich ist und unkritisch.
00:36:07: aber der Fall so wie Du den beschrieben hasst.
00:36:10: also da hätten wir dann tatsächlichen Beschleunigten abbaut.
00:36:13: Das ist nicht nur ein Enzymen das ZIP-III auf IV Da kommt auch noch zu ZIP II C IX und die PGP Proteine dazu.
00:36:20: Also das ist dort schon durchaus auch relevant.
00:36:24: Und dann wundert man sich noch für die Dose steigern und
00:36:27: hat
00:36:28: das ein völlig falsches Bild.
00:36:31: Deswegen immer nach wirklich allem Fragen sehen, nehmen Sie sonst auch noch etwas ... Gibt's halt das Brown-Back-Verfahren?
00:36:38: Dass man alles in der braunen Tasche mitbringen soll.
00:36:42: Brown
00:36:42: Backverfahren, großartig ja!
00:36:44: Nicht
00:36:45: nur die vom Arzt verordneten Medikamente oder von den mehreren Ärztinnen, wo man so hingeht sondern dann auch noch dass was man sich sonst noch Gutes tut.
00:36:55: Ja,
00:36:57: wollen wir nicht auf Alkohol jetzt abfehlen?
00:36:59: Das wäre auch nochmal ein geeignetes
00:37:00: Thema.
00:37:01: Es wär vielleicht genau so ein eigenes Thema.
00:37:03: Das kann mir auch mal Tiesa sagen ist ja dass die ganze Interaktion über die Leberenzyme und den ganzen Zyphochrom P-Fierhundertfünfzig ist.
00:37:09: sehr, sehr weites Feld führt uns vielleicht in dieser Folge auch ein bisschen zu weit.
00:37:13: deswegen bin ich dankbar das du's kurz hältst.
00:37:16: Du weißt es alles.
00:37:18: Wir haben's zwölfmal gelernt und dreizehn Mal halt vergessen.
00:37:22: Aber viel wichtiger ist, wir haben in unserem Ausblick für ... Zumindest einmal schon mal drüber gesprochen.
00:37:27: Dass es ein Thema ist, was uns wichtig
00:37:29: ist.
00:37:29: Auf jeden Fall!
00:37:29: Genau.
00:37:30: Aber wir lassen's heute mal bewusst an der Seite.
00:37:33: Ja genau.
00:37:35: Sonst machen wir da wirklich einen Fass
00:37:37: auf.
00:37:40: Was sind für dich so wichtige Aspekte?
00:37:42: Ich meine, du beschäftigst dich da hauptsächlich in der Initialphase am Computer.
00:37:48: Sicht ist alle Patienten aber hast in der Nebensatz ja schon gesagt es ist dir wichtig das in die So schnell hinzukriegen dass du noch zur mittagsphase Das team noch irgendwie erreicht.
00:38:01: Warum ist dir das so wichtig?
00:38:02: Du kannst da ja auch ein Postet hinkleben.
00:38:04: Ja oder ich lese mir einfach die Akte komplett durch und die Diagnosen, aber das wirklich Spannende ist eben doch live mitzukriegen was es jetzt das Relevante bei der Übergabe mitgegeben wird, worauf geachtet wird, was Probleme gemacht hat in den letzten Tagen gerade wenn man nur einmal in der Woche kommt Und so eine Sonde kommt dann ganz schnell im Nebensatz, ohne dass ich die Feuer vielleicht bemerkt hätte oder aber auch eine Nichtwirksamkeit und der Sache geht man dann auf den Grund.
00:38:36: Wie ist das mit der Kommunikation im Team?
00:38:39: Dass man sagt ja immer, Kommunikationsprobleme entstehen überall und das Problem ist, dass man nicht miteinander redet.
00:38:44: Wie lebst du das?
00:38:45: Du bist ja sozusagen Gast in der Klinik.
00:38:48: Bist du da gut aufgenommen?
00:38:49: Wir sagen uns schön, dass du da bist oder ist es immer... Ach nee jetzt hat die schon wieder irgendwas und meckert damit uns rum.
00:38:55: Nein überhaupt nicht!
00:38:56: Also ich hoffe zumindest, dass es immer ein ehrliches Problem
00:39:00: ist wie weg ist
00:39:01: und ein freundliches Hallo.
00:39:05: Also das, was wir gerade mit den jungen Assistenzärztinnen, die da kommen.
00:39:10: Die sind total happy, dass dann noch mal jemand drüber guckt und gar nicht sauer.
00:39:14: Ja?
00:39:15: Ja!
00:39:15: Die rufen sogar zurück, wenn man mal dafür
00:39:24: sieht... Also du gibst dann auch richtig klassisch jeden Jahr den Kollegen auch Vorschläge sozusagen.
00:39:33: Genau, das kann man diskutieren.
00:39:35: Das ist natürlich... orientiert sich das auch immer an dem was hat man denn zur Verfügung im Haus?
00:39:41: oder muss man vielleicht doch noch mal extra etwas bestellen?
00:39:44: und das kann nochmal sein dass ich auch doch noch irgendein Aspekt nicht berücksichtigt habe und dass eine Entscheidung bewusst getroffen wurde.
00:39:52: Bist du eigentlich Teil des Entlassungsmanagement?
00:39:55: Leider
00:39:55: nein!
00:39:56: Wieso sagst du leider?
00:39:58: Ja, weil das ist natürlich eine gravierende Schnittstelle.
00:40:01: Wir haben ja dann doch leider so ne Sektoren-Trennung zwischen stationär und ambulant Und dann weiß man gar nicht mehr wie geht es denn jetzt weiter?
00:40:08: Und den Patienten würde man da sicherlich noch viel viel mitgeben.
00:40:12: Es gibt Konzepte und auch Projekte das bei gewissen Patientinnengruppen zu machen.
00:40:19: Klassiker ist da auch der neu eingestellte Patient mit seiner Kaka, aber die Schmerztherapie doch genauso.
00:40:25: Dem zu sagen das es jetzt dauerhaft wichtig und natürlich auch anschließend im ambulanten Bereich dann noch mal eine Betreuung zu finden adäquate Und genau solche Tipps wie die mit dem Pflaster und der Wärme Das wäre total schön Da auch nochmal mit den Patienten entsprechen zu können.
00:40:43: Aber ich sehe da auch Probleme was auch nicht, wenn man das jetzt aktuell in den Strukturen irgendwie etablieren kann.
00:40:49: Aber ich sage ja immer erst ist wichtig dass man es erstmal erkennt, dass es da ein Problem gibt und dann können wir mal die nächste Woche Schritte Gedanken machen.
00:40:57: aber klar
00:40:59: Die Zeit fehlt uns.
00:41:00: Ja, das stimmt.
00:41:01: Das wäre ein total sinnvoller Schritt für die integrative Versorgung.
00:41:04: Absolut sich genauso.
00:41:05: Ich
00:41:05: habe irgendwie déjà vu, ich hab irgendwie die Versorgungsstruktur jetzt auch bei den geriatrischen Patienten nach stationären Aufenthalt, da hatten wir glaube ich noch eine ähnliche Struktur.
00:41:14: dass da der weiterführende, weiterfühlende Struktur wäre da echt hilfreich?
00:41:20: Absolut.
00:41:21: Oder auch uns mehr Freiheiten zu geben in der Klinik ne, dass man denen... gut versorgt für die ersten Wochen dann auch nach Hause schicken kann.
00:41:29: Und das nicht das Erste ist, dass der zum Hausarzt muss und seine Medikamente wieder
00:41:35: erweitert.
00:41:36: Ja,
00:41:36: da ist ja schon das Entlassrezept wirklich ein erster ganz wichtiger Schritt.
00:41:41: Ja gerne!
00:41:41: Dann war auch das Problem, dass sie Freitags Nachmittag entlassen werden... Da kannst du keinen Hausarz mehr, der hat um dreizehn Uhr Feierabend Und dann willst du ein Rezept haben, auch wenn es digital auf der Karte ist.
00:41:54: Das ist die Frage wer stellt's aus?
00:41:55: Wie kommen sie an die Medikamente ran?
00:41:57: Man darf sich nicht so viel mitgeben, dass das dann halt besonders um die Opiate geht, ist ein Problem.
00:42:05: So was mich interessieren würde, sind ja auch zeitlich so ein bisschen fortgeschritten, wäre für mich eigentlich... Was wären so die drei wichtigsten Aspekte, die du unseren Hörern und Hörer mit geben würdest wo du sagst?
00:42:20: Darauf solltet ihr achten.
00:42:21: Das sind so die Essenz, die ich aus meiner täglichen Routine mitnehme.
00:42:27: Okay.
00:42:28: Achtet dann doch auch wenn es jetzt total nochmal an die Uni erinnert, achtet auf das WHO-Stufenschema.
00:42:34: Das ist glaube ich wirklich ein ganz guter Anhaltspunkt einmal noch mal durchzugucken habe ich da alles gedacht und gerade den Pflegekräften und dem Patienten natürlich auch alles zur Verfügung zu stellen was der braucht Sonst klar, achtet auf Nebenwirkungen.
00:42:51: Ich weiß nicht wie häufig man am Ende so ein Serotoninsyndrom wirklich sieht was eine mögliche Interaktion sein kann, vor die mich jetzt das System dann warnen.
00:43:00: Das ist ja oft der Weg dass man sagt okay diese Symptome dann nochmal zu kennen und darauf zu achten.
00:43:08: Dann kann ich eben auch genau die Kombination noch geben.
00:43:15: Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist doch etwas, was total viel Spaß macht.
00:43:19: und traut euch und jeder von den Zuhörern denn da auch wirklich mal das Telefon in die Hand zu nehmen.
00:43:29: Wahnsinn!
00:43:29: Hab keine Angst davor.
00:43:31: Nein.
00:43:34: Ich mag da gar nicht weiter was hinzufügen.
00:43:36: ich finde es sind drei wunderbare Abschlusssätze genauso Bereichern, wie du immer jede Woche bei uns in der Klinik bist.
00:43:45: Und wo ich dir wirklich herzlich danke.
00:43:46: genauso bereichert ist das auch dass du heute bei uns im Podcast warst.
00:43:50: Herzlichen Dank!
00:43:51: Es sind immer wieder neue Aspekte.
00:43:53: gerade weil Du auch als Pharmakologe und Pharmazeutikerinnen und Apothekerin nochmal einen etwas anderen Blick auf die Dinge hast bin ich da sehr dankbar für.
00:44:02: Vielen vielen Dank, dass Du da gewesen bist.
00:44:04: Vielen, vielen Dank.
00:44:05: Das war super.
00:44:06: Danke für die Einladung.
00:44:07: Wenn
00:44:08: bald am Dienstag?
00:44:09: Ja genau.
00:44:11: Und auch an unsere Wertehörerschaft draußen, wie immer mache ich meinen Aufruf.
00:44:15: Wenn es Fragen-, Anregungen- oder Themenvorschläge gibt dann schreibt uns.
00:44:20: Kommt mit uns im Kontakt!
00:44:22: Wir freuen uns mit euch in Kontakt zu treten und das geht über die bekannten Medien und dafür ist Marco immer zuständig.
00:44:31: Schreibt uns gerne eine E-Mail unter podcastat derschmerzcode.de also podcast at derschmerscode.De und wir freuen uns natürlich wieder Wenn es nächsten Monat heisst am ersten Donnerstag ab sechs Uhr der Schmerzcode.
00:44:45: Und bis dahin bleibt gesund,
00:44:47: bleibt neugierig!
00:44:50: Wir bedanken uns und freuen uns wieder auf dich wenn das heißt Der Schmerzkode.
00:45:01: Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung.
00:45:09: Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der Beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden Behandlungen oder Arzneimittel dar.
00:45:18: Die Inhalte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit, noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Informationen garantiert werden.
00:45:30: Der Podcast ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch ein Arzt- oder Apotheker – und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.
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