Sonderreihe Schmerz (2/4): Warum Schmerz bleiben kann mit Samira Peseschkian

Shownotes

Gastgeber*innen & Gäste

Dr. med. Marco Wintruff

Dr. med. Jan-Peer Rogmann

Gast

Samira Peseschkian

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Literatur und kurze Zusammenfassungen

(1) Der Schmerz und seine Komplizen. Resilienz bei chronischen Krankheiten. Samira Peseschkian (Autorin), Nossrat Peseschkian (Autor). Verlag Herder, 1. Auflage 202, Klappenbroschur, 176 Seiten, ISBN: 978-3-451-60255-9, Bestellnummer: P602557.

Zusammenfassung: In „Der Schmerz und seine Komplizen. Resilienz bei chronischen Krankheiten“ verbinden Samira Peseschkian und Nossrat Peseschkian persönliche Erfahrung, therapeutisches Wissen und die Haltung der Positiven Psychotherapie zu einem ermutigenden Blick auf chronische Krankheit und Schmerz. Das Buch zeigt, dass Schmerz selten allein kommt: Angst, Stress, Grübeln, Rückzug, Hilflosigkeit oder das Gefühl, dem eigenen Körper nicht mehr vertrauen zu können, werden zu seinen „Komplizen“. Gleichzeitig macht es Mut, den Schmerz nicht als gesamte Identität zu begreifen, sondern nach Ressourcen, innerer Stärke und neuen Handlungsspielräumen zu suchen. Besonders spannend ist Samira Peseschkians eigene Perspektive als Patientin: Sie weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Körper Grenzen setzt — und zeigt dennoch Wege auf, wie Menschen mit chronischen Beschwerden wieder mehr Selbstwirksamkeit, Hoffnung und Lebensqualität entwickeln können.

Die Zusammenfassungen wurden mit der Unterstützung von ChatGPT erstellt.

Hardware

MacBook Air, M2 (2022), Apple Inc., One Apple Park Way, Cupertino, Kalifornien, USA

beyerdynamic dt 297, beyerdynamic GmbH & CO. KG, Theresienstr. 8, D-74072 Heilbronn, Deutschland

PodTrak P4, Zoom Corporation, 55 N Almaden Blvd, 6. Stock, San Jose, CA 95113, USA

Musik und Gestaltung

GarageBand, Version 10.4.10, Soundmediathek 1178, Titelmusik: „Collins Avenue Long“

Podcast-Logo: Privatbilder mit modifiziertem Hintergrundbild nach „matrix_plot.png“ von https://www.r-bloggers.com; „Matrix-style screensaver in R“, Layout via Microsoft®️PowerPoint for Mac, Version 16.80 (23121017)

Podcast Begrüßung, Verabschiedung und Ansagen: Text-To-Speech via https://elevenlabs.io/text-to-speech (Freya)

Audioüberarbeitung

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Disclaimer

Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Die Inhalte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch können die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Podcast ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

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Transkript anzeigen

00:00:05: Moin moin zu der Schmerzcode.

00:00:07: Der Podcast in dem Jan Pär und Marco wichtige Themen zum Mysterium Schmerzz einfach-und praktisch aufschlüsseln wollen!

00:00:23: Ja, herzlich willkommen.

00:00:24: zum sechsohnzwanzigsten Folge unseres Podcasts ist der Schmeerzkod, der Podcast das Mysterium schmerz einfach und praktisch entschlüsselt.

00:00:33: Jan Päher schön dass du wieder dabei bist Marco, schön dass wir wieder zusammen sind endlich mal bei sommerlichen Temperaturen.

00:00:39: Ja und in der Mut muss man ja sagen du bist ja auch online und wir können uns aber trotzdem nochmal schön angucken.

00:00:44: das ist ganz gut oder?

00:00:45: Ja!

00:00:48: Das war jetzt nicht überzeugend.

00:00:52: Das überspringen wir.

00:00:53: Was hast Du mir für ein Thema heute mitgebracht?

00:00:56: Also wir haben heute ein sehr interessantes etwas breiter aufgestelltes Thema.

00:01:00: Wir haben uns ja sehr oft in sehr vielen Folgen um somatischen Schmerz gekümmert, aber somatische Ursachen eines Schmerzes in seinen Facetten gekümpft mit verschiedenen Krankheiten und Krankheitsbildern.

00:01:14: Aber das ist natürlich immer nur die Hälfte der Geschichte neben den somatischem Ursachen.

00:01:21: Das wissen wir ja auch gerade bei chronischen Schmärts auch alles drüber hinaus also nicht nur Körper sondern auch Seele und Geist mit betroffen.

00:01:31: Und ich finde es ist auch an der Zeit diesen Teil, der nicht besonders steht.

00:01:36: Sondern es gehört ja alles zusammen, Körper-, Geist- und Psyche, dass wir diesem Teil aber ein besonderes Augenmerk

00:01:43: widmen.".

00:01:43: Das hast du sehr schön gesagt!

00:01:44: Sehr gut!

00:01:45: Ja dem spreche ich eigentlich allen... Aber das könnt nicht wir alleine machen, sondern da brauchen wir auch von dir Hilfe.

00:01:54: Und da bin ich froh, dass du mich auf eine Autorin mit einem besonderen Buch Aufmerksamung gemacht hast und diese Autoren auch gewinnen konntest.

00:02:04: Und jetzt gebe ich das Wort an dich, weil du kannst die einfach viel besser vorstellen als ich es kann.

00:02:08: Ja sehr schön!

00:02:09: Ich möchte euch heute einen ganz ganz besonderen Gast vorstellen nämlich Samira Psechkian.

00:02:15: Sie ist Ärztin, Autorin und unerwarteterweise ehemalige Schmerzpatienten.

00:02:20: Samira kennt sich dementsprechend sehr gut mit chronischen Schmerzen aus und natürlich auch mit der Theorie.

00:02:26: sie litt über mehrere Jahre starke Bauchschmerzen bis sie schließlich nach gut zwei Jahren, also relativ kurzer Zeit die Diagnose des Dannbausyndromes bekommen hat.

00:02:40: Wie wir aus unserer sechzehnten Folge wissen ist zwei Jahre relativ kurz.

00:02:46: Ja genau!

00:02:48: Also für alle Hörer, die Lust haben sich da nochmal rein zu hören in das Dannbar-Syndrome Tatort Bauch... Das ist unsere sechzente Folge kann man gut noch mal reinhören.

00:02:57: aber Samira fällt damit auf, dass sie ihre Situation in einem Buch verarbeitet hat.

00:03:04: Nämlich der Schmerz um seine komplizten Resilienz bei chronischen Krankheiten.

00:03:09: Hier verbindet halt Samira das klassische medizinische Wissen mit persönlichen Erfahrungen und jetzt kommt es auch mit der positiven Psychotherapie nach Norrath Pyseschke ihren Opa Und mit dieser Geschichte und dem Wissen war sie bereits auch schon mehrfach unterwegs auf diversen Boom in Medienpräsenz unter anderem bei Tatex Frankfurt, das soll mal jemand nachmachen.

00:03:36: Beim SAB II Tandem, bei der WeltTV im Züchkaas und im Rhein-Main TV also... Das wird sicherlich ein ganz ganz tolles Interview.

00:03:47: ich bin extremst aufgeregt Freue mich, Samira hier auch begrüßen.

00:03:53: Vielen, vielen Dank, dass du da bist, Samera!

00:03:56: Hallo, vielen dank für die warme Einladung.

00:03:59: ich freue mich riesig heute hier zu sein.

00:04:01: Ich spreche jetzt gefühlt auch mit Experten und ja mal gucken ob wir über was wir sprechen.

00:04:07: Ich bin gespannt.

00:04:09: Ja, aber... Zwei Jahre ist gar nicht so kurz ehrlich gesagt.

00:04:12: War lang genug.

00:04:14: Das persönlich der Leben auch viel länger war.

00:04:17: also ohne Frage.

00:04:20: Aber aus der Geschichte, die wir wissen mit Dannbarsyndrom-Erkranktenpatienten wissen wir halt dass die Zeit deutlich länger ist bis sie da durch die diagnostische Mühlen des Gesundheitssystems durchgekommen sind um dann endlich auch eine Diagnostik und Respektive dann die Operation bekommen.

00:04:37: Aber lass uns mal ein bisschen einsteigen in deine persönliche Geschichte.

00:04:42: Wie kam es eigentlich dazu das für dich so intensiv mit dem Thema Schmerz, unkronischen Schmerzen beschäftigt.

00:04:48: Das war es?

00:04:48: Deine Erkrankung oder gab's da einen anderen Motor?

00:04:51: Also ich hab ja meine sogenannten neuen Freunde Anfang des Medizinstudiums kennengelernt also Anfang im Jahr zwei Tausend Achtzehn und Es waren die Bauchschmerzen Übelkeit der Gewichtsverlust der Schwinde

00:05:04: usw.,

00:05:04: die sich so langsam Ja bei mir eingeladen haben und eingenistet haben Und auch nicht so richtig wieder weggehen wollten.

00:05:12: und genau Am Anfang hatte ich jetzt nicht das vor, ein Buch darüber zu schreiben.

00:05:17: Es war eher dass ich die Schmerzen schnell wegkriegen wollte und als sie aber einfach nicht weggingen hat wie gesagt diese Mühle auch schon den Arztbesuchen begonnen und viele viele viele diagnostische Maßnahmen bis man dann am Ende diese Lösung gefunden hatte.

00:05:35: Das Thema Schmerz hat mich schon sehr interessiert und ich fand auch im Studium kam es immer wieder dazu, dass wir wirklich wunderbare Sachen gelernt haben.

00:05:43: Auch zum Beispiel was passiert wenn man Schmerzen hat in Gehirn?

00:05:46: Und das hat mich immer fasziniert!

00:05:48: Ich habe mir immer gedacht schade, dass Leute die eigentlichsten Leiden diese Erkenntnisse den Hörsaal nie verlassen und dass sie dann doch eher auf wissenschaftlicher Ebene so unzugänglich verdienen all Gemeinheit bleiben, weil die mir auch sehr geholfen haben zu verstehen was passiert bei mir gerade obwohl ich diese Schmerzen habe.

00:06:09: Und genau mein Vater ist auch Kinder- und Jugendpsychiater und hatte dann irgendwann zu mir gesagt Ich finde es so wichtig dass du das einmal abdeckst und guckst was dafür somatische also oder körperliche Ursachen diesen schmerz bedingen können.

00:06:23: und dennoch glaube ich musst wissen dass jede Erkrankung irgendwie die psychischen Entlitleidenschaft zieht.

00:06:29: Wie wär's denn, wenn du mal mit deinen Schmerzen kommunizierst?

00:06:32: Und hat mir vorgeschlagen ein Brief an meine Schmerzenschreie.

00:06:35: Also am Bauch!

00:06:37: Ich glaub ich hab parafrasiert irgendwie sowas gesagt wie so eine Psychometode kannst du mit deinen Patienten in der Praxis machen.

00:06:44: aber ich werd sicherlich nicht einen Brief an meiner Erkrankung oder an meinen Schmerzenschreiben vergiss es und der arme Kerl hat das einfach geschluckt und nie wieder darüber geschwistert ist hingenommen.

00:06:57: Und ein paar Wochen später hat meine Großmutter zu mir gesagt, wenn dein Großvater leben würde, würde er dir jetzt gewiss ans Herz relegen.

00:07:03: Dass du dich mit deinen Schmerzen beschäftigst und mit ihnen kommunizierst, schreib doch einen Brief an deinen Bauch!

00:07:11: Ich habe mich schon ganz resigniert gedacht, vielleicht ist es Teil dieser Methode die mein Großvaters entwickelt hat... Genau, und hatte sie dann gefragt?

00:07:19: Und sie hat mir gezeigt.

00:07:21: Mein Großvater war zu dem Zeitpunkt schon verstorben und hatte mir in so einem alten Büro ein Dutzend Briefe von alten Patienten an ihre Schmerzen gezeigt.

00:07:29: Also nicht nur Schmerzten aber auch an den Brustkrebs, an den Haarausfall also an wirklich diverse Symptome und die waren super, super unterschiedlich.

00:07:36: Manche waren auch vom Tenor eher witzig und manche waren traurig oder einfach sauer.

00:07:41: Aber alle hatten eine Sache gemeinsam nämlich dass sie für mindestens eine Sache dankbar waren Und das hat mich schon fasziniert, weil das ja etwas ist was sehr viel Raum einnimmt.

00:07:52: Ich war überhaupt noch nicht an diesem Stadium angekommen der Dankbarkeit und hatte dann weiter unten in diesen Materialien gefunden dass er so eine Vorlage geschrieben hatte wie man einen Brief schreibt.

00:08:07: Es gibt im Prinzip drei Adressaten den Kopf für den Intellekt die Bauch für die Angstemotion zum Gefühlswelt und die Füße für die Handlungsfähigkeit, weil alle drei in jeder chronischen Erkrankung mit beeinträchtigt sind.

00:08:23: Und es hat mich total faszinierend... Ich bin ehrlich ich habe den Brief am Anfang auch nur geschrieben um der Familie zu zeigen dass das Quatsch ist aber muss sagen dass sie das richtig schwer gefallen ist und dass das total spannend war so eine Vogelsperspektive einzunehmen Weil natürlich geht es jetzt null darum dass man einen Brief schreibt wenn die Schmerzen dann weg sind.

00:08:41: Das würde ich auch nicht sagen.

00:08:43: Aber es hilft, dass man Schritt zurücknimmt.

00:08:45: Weil man einfach ja in chronischen Erkrankungen oder vor allem chronischen Schmerzen tagtäglich sich nur damit beschäftigt und das fand ich sehr hilfreich.

00:08:54: Und das war so ein bisschen der Anfang.

00:08:56: Ein Buch wollte ich jetzt nicht unbedingt schreiben aber in dieser Box weiter unten hatte ich noch gefunden, dass er... Das ist mein Großvater.

00:09:04: ...ein Brief zu einem Buch zu schreiben zum Thema positive Physiotheraken und chronische Schmerz.

00:09:12: Und dann habe ich mir gedacht, ich hab so viel Spannendes in der Uni gelernt.

00:09:16: Vielleicht mache ich die andere

00:09:17: Hälfte.".

00:09:18: Das war ein bisschen der Beginn sich damit beschäftigen und auf dem Weg hab' ich ganz ganz ganz viel Neues gelernt.

00:09:24: Das war auch quasi der Startschuss oder der Auslöser für deine Geschichte.

00:09:29: dann tatsächlich Nieders zu schreiben?

00:09:31: Ja!

00:09:31: Also ich find's ja unheimlich spannend weil du ja eine Doppelperspektive hast.

00:09:37: also einerseits bist du... Medizinstudentin damals gewesen, bist Ärzte und hast halt den fachlichen Blick auf Schmerzen.

00:09:43: Und dann hast du ja natürlich auch so jetzt deine eigene Geschichte die sich einwebt in das Fachliche.

00:09:50: Das ist ja eine ganz besondere Stellung.

00:09:53: Vielleicht kommen wir schon so ein bisschen auf was ich selber habe also es heißt der Schmerz und seine Komplizen.

00:09:58: Man muss ja schon ein bisschen anklingen lassen was das ist.

00:10:00: aber vielleicht kannst du noch ein bisschen erläutern was meinst du denn eigentlich?

00:10:03: Was sind denn so die Komplizien des Schmerzes die dir besonders am Herzen liegen?

00:10:09: Ja, also was mir aufgefallen ist, dass der Schmerz leider sehr gesellig ist.

00:10:14: Also er kommt nicht alleine sondern er bringt gleich seine ganzen Freunde mit.

00:10:18: Ich gebe ein Buch des Beispielens Rudeltiers, also der kommt in Pack mit all seinen Freunden und während die so am Anfang vielleicht... Mit Komplizen sind die Begleiterscheinungen gemeint.

00:10:32: Ja, so eine Nebenrolle spielen hatte ich das Gefühl dass die so mit der Zeit wirklich ganz viel Raum einnehmen in dem Leben des Patienten.

00:10:38: und es war nicht nur etwas was aus meiner eigenen Erfahrung herstellt sondern auch von den Gesprächen mit vielen, vielen Patienten.

00:10:46: Und Begleiterscheinungen gibt's viele.

00:10:48: aber wenn ich auch in Vorträgen Patienten frage sagen die eigentlich Also wenn da auch in dem Raum wirklich Leute von den ganz diversen Erkrankungen sitzen, sagen die eigentlich zu den Komplizen immer alle, welche Begleiterscheinungen sie haben.

00:11:01: Nämlich die Angst und das Schmerzgedächtnis gehören ein bisschen zusammen.

00:11:06: Die Ungewissheit, die soziale Isolation des Umfelds der Einfluss auf das gesellschaftliche Umfeld oder beziehungsweise die gesellschaftlichen Teilhabe Stress, Schlaf und so weiter.

00:11:20: Und wenn man sich ein bisschen genauer anguckt merkt man schon, dass während die Erkrankung ja ganz oft auf körperliche also somatischer Ebene ist wie es bei mir auch war sind die Komplizen fast immer auf emotionaler Ebene.

00:11:35: Wenn ihr mich jetzt gefragt hättet zum Zerhörpunkt meiner Erkrankung was das schlimmste an einer Erkankung hätte ich geantwortet mit der Ungewissheit und nicht mit den täglichen Schmerzen.

00:11:45: Ich finde, das ist schon charakterisierend, obwohl es ja eine Erkrankung war die täglich nach jeder Mahlzeit mir Schmerz bereitet hat.

00:11:53: Kannst du noch mal ganz kurz darauf eingehen was Du als chronische Schmerzz Patientin meins mit Ungewissheit?

00:11:59: Was war für Dich ungewiss?

00:12:03: Also ich glaube einerseits... also ich glaube wir Menschen wollen ja sehr gerne Kontrolle über Dinge.

00:12:09: Als chronischer Patient hat man ja eine komplette Kontrolllosigkeit, dass man nicht weiß wie sind die Schmerzen mehr wie dem Monat?

00:12:16: Wie sind die morgen oder wie sind sie sogar ein paar Stunden und das gibt dann halt viel Schwierigkeiten.

00:12:22: Dass man überhaupt auch sein Leben voranplanen kann weil man auch nicht weiß wenn man dann anfängt zu sagen ach ich weiß nicht ob ich mich mit Freunden treffen will weil ich weiß nichts später sein wird.

00:12:32: Also so in dieser Art und Weise.

00:12:33: Und wir wissen ja auch, dass wenn etwas limitiert ist und klar ist das wir damit besser umgehen können.

00:12:38: also ich will behaupten die Menstruation ist nicht die Lieblingswoche aller Frauen im Monat aber sie ist auch nicht so schlimm für die meisten weil sie limitiert isst Weil man hoffnet.

00:12:50: also bei den meisten Menschen weiß Die endet auch wieder.

00:12:53: oder wenn Ich mein Arm gebrochen habe und weiß okay ich muss jetzt diesen Cast anziehen Aber Das Endet und ich glaube dieses Nicht Wissen Wie lange das ist, macht es schwer, dass auszuhalten.

00:13:04: Ja genau das ist aus einem Punkt, den finde ich auch so wichtig.

00:13:07: Das ist eine akute Schmerzerkrankung oder Schmerzproblematik.

00:13:12: Die hat ja so eine Dramaturgy, also irgendwie Erkrankungen, Phase des Leidens, Heilungen und dann ist wieder gut.

00:13:18: Und das ist ja genau was du beschreibst.

00:13:19: Und in der chronischen Phase ist die Dramaturgie völlig anders.

00:13:24: So unterscheidet sich Grundlegend zwischen der vorbeigehenden Phase... Das kann ich total gut nachvollziehen.

00:13:32: Ich finde mich spannend

00:13:34: mit den Komplizen, weil man dann sagt okay also wenn wir jetzt sagen diese Erkrankung ist häufig oder kann auf somatischer Ebene sein und die sind auf emotionaler Ebene die Komplitzen...ich kann ja nicht immer an der chronischen Erkankungen, an der körperlichen Ursache was machen!

00:13:49: Also wenn ich ein MS habe, hab' ich einen MS?

00:13:51: Ich kann es nicht ändern!

00:13:52: Oder Parking sondern bei vielen chronischen erkrankungen kann ich die Diagnose ja nicht weg kriegen.

00:13:57: Aber wenn ich die emotionale Ebene vielleicht da etwas tun kann, also an den Komplizen gehen kann.

00:14:03: Dann ist das die halbe Miete finde ich.

00:14:05: Dass sie aber zusammenhängen diese körperliche Ebene und die psychische Ebene Das finde ich auch nochmal ganz wichtig an diesem Punkt hier zusammen zu bringen.

00:14:14: Also wir wissen dass es ja nicht nur in Krankheit zwei Teile sind, die hatte das ja in der Einleitung schon gesagt.

00:14:19: Aber auch in normalen Zuständen also wenn ich nervös bin schwitzig.

00:14:23: Das ist ja auch eine emotionale... Also ein körperliches Gefühl auf einen... Eine körperliche Reaktion auf ein emotionales Gefühl.

00:14:31: und dass das schon immer so war, das wissen wir ja.

00:14:34: Also ich mein Paracelsus hat vor Jahrzehnten gesagt es Jahrhunderten, dass das der größte Fehler in der Medizin ist, Ärzte für den Körper und Ärzten für die Seele gibt, wobei sie eigentlich voneinander untrennbar sind.

00:14:47: Und in meinem Fall war das ja auch eine körperliche Ursache.

00:14:51: Trotzdem waren die Schmerzen nach der OP nicht sofort weg.

00:14:55: Das hätten Sie ja sein sollen, wenn das wirklich nur reinkörperlich gewesen wäre.

00:15:00: Aber mit der Zeit ist die Psyche so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass ich die Scherzen gesehen oder gefühlt habe, wenn ich das Essen gesehen habe.

00:15:10: Ja, so fast Pavlov schon.

00:15:12: Als Reaktion, ne?

00:15:13: Voll!

00:15:14: Die ist ein kleiner Pavlovischer Hundweich.

00:15:18: Kein schönes Bild...

00:15:20: Nee und deshalb ist das so wichtig dass man glaube ich beide Teile auch mit beeint also es mitsieht.

00:15:25: Ja okay Aber es zeigt ja auch wie untrennbar das ist Und wie doch vielleicht dann irgendwann wieder getrennt ist.

00:15:32: Also wenn du sagst, wenn der somatische Schmerz weg ist Dann ist der psychisch noch lange nicht erledigt.

00:15:38: Ja, und ich glaube das war mir auch ganz wichtig in den Buch rüberzubringen.

00:15:42: Und auch dass Leute wissen... weil die Psyche wird ja immer so ein bisschen stigmatisiert und es ist immer noch so ein Thema... ihr kennt das ja.

00:15:52: aber wenn man einen Patienten sagt wir haben leider nichts gefunden in dem MRT oder wir haben keine körperliche Ursache dann sagen dir alle das gleiche.

00:16:02: und ich sage hier auch habe ich gesagt Ich hab wirklich Schmerzen!

00:16:07: ausgedacht.

00:16:08: Das zeigt ja auch, wie feistig man da noch ist bezüglich der psychischen Erkrankungen.

00:16:14: und deshalb ist das Buch schon für Freunde, also für Leute geschrieben dass die einerseits verstehen, dass die Körper- und Psyche zusammenhängen und es auch okay ist, dass man beide mit beeint... Also ich sage hier nicht, dass wir nicht die körperliche Ursache behandeln sollen sondern dass man einfach beide Aspekte behandelt.

00:16:32: und ich glaube der andere Punkt weshalb ich das mitgeschrieben habe war weil Keins gefunden habe, wo ich sage... Vielleicht hab' ich auch nicht gut genug gesucht.

00:16:41: Aber ich hatte nichts gefunden und das Gefühl hat es für den Patienten.

00:16:46: Dass man sich immer so schlecht fühlen muss, so viele Schuldgefühle haben muss und denkt Ich bin immer an allem schuld, sondern das fand ich war mir irgendwie ganz wichtig dieses Schuld ein bisschen wegzunehmen Und dass es wirklich nicht für Fachleute ist, sondern für jeder Mann.

00:16:59: Stell dich nicht so an!

00:17:00: Kann ja nicht so schlimm sein.

00:17:03: Ja, wie erklärst du das denen dass Schmerzen real sind auch wenn ich jetzt strukturell vor Ort kein defekt finde oder es hier keine organen schaden gibt.

00:17:15: also ich meine man unterscheidet die eine medizin oft so wirklich.

00:17:19: erkrankungen mit der diagnose und die funktionellen beschwerden Mit einer Diagnose sind ja klar, die haben eine bestimmte Pathologie oder irgendwas was man nachweisen kann in einem Labor.

00:17:30: Oder eine Gewebsschädigung an der Bildgebung und dann ist es relativ eindeutig.

00:17:35: Und die funktionellen Beschwerden finde ich gibt das schöne Beispiele dass man sagt Es ist wie ein Radio wo alle Teile des Radios funktionieren aber der ist nicht gut eingetümt auf den Sender Das heißt die Organe die kommunizieren nicht gut miteinander.

00:17:51: Und ich finde, das ist irgendwie ein ganz schönes Beispiel.

00:17:53: Weil man sieht es heißt ja nicht dass nichts ist sondern es ist einfach nicht das Organ was kaputt ist sondern die Kommunikation.

00:18:01: und mich fragen natürlich dann immer oder mich haben dann immer Patienten gefragt Ja aber es doch egal geben sie mir trotzdem die Tablette die die man mit der anderen Diagnose auch bekommt.

00:18:10: Aber das ist dann halt so wie als würde ich einen Haus Schlüsse nehmen fürs Auto Das hat nicht gut rein und dann ist halt nicht die Ursache eigentlich die Eigentliche Ursache bekämpft.

00:18:20: Wie schätzt du denn die Rolle bei dieser Schmerzproblematik?

00:18:26: Wie schättest du den Stellenwert und die Rolle von so Stress, Angst und Erschöpfung oder auch Schlafmangel war ja auch ein großes Thema was ich am Pär und dich brauchen haben.

00:18:36: Wie schätzst du das bei der chronischen Schmerzz Geschichte vom Patienten ein?

00:18:42: Also ich glaube dass spielt hier eine ganz große Rolle.

00:18:45: Das ist für mich auch einer der großen Komplizen Die Angst, die ja auch so das Schmerzgedächtnis dann aufbauen.

00:18:51: Also die emotionalen Komplizen, die bauen glaube ich... ...das Schmerzzedächen ist halt weiter auf und deshalb haben sie glaube ich schon eine ganz große Rolle.

00:19:00: Habt ihr Schmerztgedächenes schon mal gemacht in einer Aberfolgen oder wollen wir da nochmal kurz drauf eingehen?

00:19:05: Wir haben das natürlich in den Grundlagen einmal angesprochen aber wir sind da nicht detailliert darauf eingegangen.

00:19:10: Aber ein schöner Überblick wäre glaube ich ganz nett muss aber nichts zu tief sein!

00:19:14: Wir wollen die Leute nicht erschrecken.

00:19:16: Jetzt muss ich ganz doll aufpassen, weil ich spreche ja mit zwei Anästhesisten.

00:19:20: Die kennen sich da vielleicht noch besser aus als ich.

00:19:22: aber meine ganz einfache Erklärung für das Schmerzgedächtnis was ja fast jeder chronische Patient aufbaut Da haben wir eben schon drüber gesprochen dass Ich zum Beispiel die Schmerzen gesehen habe auch wenn immer wenn das schmerzen gefühlt hat Wenn ich das Essen gesehen habe und Das ist zum Beispiel ein gutes beispiel für ein sehr konkretes schmerz Gedächtniss.

00:19:41: also ich hatte ein gedächtnes Was mir gezeigt hat immer wenn ich das essen sehe ist die Verbindung gleich Schmerzen.

00:19:48: Und wenn man da jetzt ganz kurz ins Gehirn reingeht, finde ich kann man das gut nutzen mit dem Beispiel, dass es so wie zwei Freunde sind also... Es gibt einmal den Freund die Amiktürler und es gibt den präfrontalen Cortex.

00:20:02: Die Amiktörler sitzt relativ mittig und es ist ein ganz kleines mandelfolmiges Organ Also wirklich auch die Größe von der Mandel wirklich klitzeklein.

00:20:11: Dieser Freund ist eher so ein bisschen impulsiv, also super-super schnell aber impulsif.

00:20:16: Und wenn der etwas sieht was ihm Angst bereitet dann schaltet er seine Sirenen an.

00:20:22: und ob das jetzt objektiv etwas ist wovor man Angst haben muss oder nicht?

00:20:26: Das ist ihm auch total egal!

00:20:28: Er hat Angst davor und es kann Bär sein, es kann eine Spinne sein in meinem Fall könnte es Essen sein Und dann werden die Sirenen eingeschaltet und das blitzschnell.

00:20:38: Was super ist, weil wenn ich ein Bär vor mir habe, dann will ich es jetzt wissen und nicht in fünf Minuten.

00:20:44: Genau!

00:20:44: Dann gibt's als zweiten Freund die präfrontalen Cortex.

00:20:48: der sitzt relativ frontal.

00:20:51: Das nennt man ja so ein bisschen unser Verstand unsere Kontrollzentrale.

00:20:56: Der guckt im Prinzip, er ist total gechillt und guckt ob da wirklich einen Einbruch stattgefunden hat.

00:21:01: Wenn nicht, dann scheitert er die Siren wieder ab

00:21:05: Papa Schlumpf.

00:21:06: Genau, ja genau.

00:21:07: Der kommt dann so ein bisschen, ob es wirklich ein... Also ob das Fehl-Einschätzung der Amygdala war und die Idee ist eigentlich glaube ich super oder das System dass wir ein schnelles System haben und ein langsames System ist gut.

00:21:19: jetzt haben wir so ein paar Probleme die Amygdalas nicht nur schnell sondern dies auch total nachtragend.

00:21:25: Und wenn sie sich einmal gemerkt hat Das ist nicht, das war nicht gut.

00:21:29: Dann ist man wie in so einer Schublade drinnen und der merkt sich die schlechten Erfahrungen der Vergangenheit.

00:21:35: Und das passiert natürlich bei chronischen Patienten tagtäglich.

00:21:38: also das kann zum Beispiel keine Ahnung Schmerzen beim Laufen sein oder schon hat eingespeichert für sich genau.

00:21:48: und das zweite ist glaube ich dass mit der Zeit Gerade bei chronischen Patienten gibt es viele Studien, die zeigen dass der prefrontale Cortex und die Amigdala nicht mehr so gut miteinander kommunizieren.

00:21:59: Also langsamer kommunizierend das heißt in anderen Worten wir haben Zustand von Hypervigilanz.

00:22:04: also die amigdaler scheiß diese reden an aber es braucht zu lange bis diese reden wieder abgeschaltet werden.

00:22:10: deshalb bleiben wir dieser angst In diesem angstzustand und das ist natürlich total anstrengend auch für Patienten.

00:22:18: Problem Nummer drei ist insofern, dass manche Studien gibt die auch zeigen, dass die Amiktler mit der Zeit größer wird.

00:22:25: Also das sie tatsächlich im Gehirn mehr Raum einnimmt.

00:22:29: also von der Größe her und wenn wir sagen Anfangs die Größe von einem Mandel hat vielleicht irgendwann die Größen vom Beispiel eine Murmel Und jetzt könnt ihr mal fragen warum es doch egal.

00:22:41: Naja, wenn die mehr Raum einnimmt dann ist sie ja sensibler und es ist wie so'n sonnenverbrannter Körper der bei leichtesten Berührungen schon Schmerzen empfindet.

00:22:51: Und das natürlich für Patienten ganz schwierig.

00:22:54: also während jetzt vielleicht am Anfang ich die Spinne sehen musste um diese Reaktion zu bekommen reicht es irgendwann wenn ich das Spinnennetz sehe um die gleiche Reaktionen zu bekommen?

00:23:04: und ich glaube Das ist so'en bisschen der Aufbau des Schmerzgedächtnis gibt es natürlich auch Techniken, um zu gucken wie kann ich dieses Schmerzgedächtnis mit der Zeit ein bisschen abbauen.

00:23:17: Schönen Schlüsselwort für Gedächtnissen!

00:23:20: Du hast in deinem Buch ja von Resilienz und positiver Psychotherapie gesprochen.

00:23:26: Das ist auch Teil deines Titels muss man ja sicherlich sagen was bedeutet Resilience in diesem Zusammenhang?

00:23:32: Naja... Ich glaube das ist ein spannendes Thema.

00:23:36: Resiliens bedeutet für mich Wie kann man trotz einer Erkrankung sein Leben so ein bisschen fortführen?

00:23:43: Also, dass einem nicht alles sofort wegnockt und das man dann umfällt.

00:23:47: Und sagt ich mache jetzt einfach nicht mehr weiter sondern wie kann man einen Weg finden damit umzugehen.

00:23:52: es gibt ja total.

00:23:53: also bin immer so beeindruck von chronischen Patienten die das seit Jahren also manche dieser zehn bis zwanzig Jahren mit diesen Schmerzen leben wie die trotzdem irgendwie auch wenn ein verändertes Leben das schaffen weiter zu funktionieren.

00:24:07: Und das heißt nicht, dass die mit ihrer Arbeit und mit allem anderen gleich funktionieren müssen aber wie sie sich bemühen irgendwie einen Umgang damit zu finden.

00:24:16: und viele Patienten zum Beispiel machen ja auch so was wie eine Selbsthilfegruppen.

00:24:19: also ich bin das habe mich jetzt in den letzten Jahren auch total gut kennengelernt durch Vorträge und es ist total spannend wie viel Resilienz Leute haben dann Wegzufinden auch anderen zu helfen mit der Krankung.

00:24:30: Das erste Schlüsselwort

00:24:32: chronische Schmerzen.

00:24:33: du bist ja Familie vorbelastet jetzt mit Positiver Psychotherapie.

00:24:38: Was meinst du denn, wie jetzt gerade bei chronischen Schmerzen oder bei chronischem Krankheiten?

00:24:44: Wo ist da so die besondere Stärke von Positiva-Psychotherapie?

00:24:49: hängt es auch mit vielleicht zunehmender Resilienz zusammen?

00:24:53: Ja.

00:24:56: Ich glaube ich müsste dafür einmal ganz kurz die Positivpsychotherapie erklären

00:25:01: und das wäre schön

00:25:02: dass es nicht missverstanden wird.

00:25:06: Die positive Psychotherapie wurde von meinem Großvater in den neunzehnten siebziger Jahren ins Leben gerufen.

00:25:11: Und es ist im Prinzip eine psychotherapeutische, ressourcenorientierte psychotherapeutische Methode die nicht... Also die im Einklang mit allen anderen Methoden steht und die eher so zusätzlich genutzt wird und jetzt auch nicht im Kontrast zur Somatik steht.

00:25:27: Mein Großvaters hat immer das Beispiel gegeben.

00:25:29: In der Somatikk guckt man immer nach was ist die Pathologie?

00:25:32: Was ist falsch, was funktioniert nicht?

00:25:35: In der Psychotherapie guckt man, wie auch in anderen Methoden eher so okay wir sind nach einem Gesundheitskontinuen und was sind die Fähigkeiten und Ressourcen, die ich schon habe?

00:25:43: Und wie kann ich sie nutzen um mir mehr zu eigener Gesundheit zu helfen.

00:25:49: Also man ist nicht das passive Objekt sondern man muss da relativ viel mitarbeiten.

00:25:56: Dann hat er immer gesagt naja in der Somatik ist man entweder schwanger oder nicht schwanger und in der positiven Psychotherapien darf man auch halbschwanger sein.

00:26:05: Genau, also man hat auch die Aspekte wo man sagt okay da sind Konflikte und dann guckt man auch ein bisschen das Familiäre an.

00:26:14: Woher kommen diese Konflikte?

00:26:16: Also auch so was Zimtles wie jemand ist zu spät fünf Minuten zu späht und jemand anderes regt sich total darüber auf.

00:26:23: Das ist ja vielleicht eine überschlitzte Reaktion zu nur fünf Minuten zur Spät sein.

00:26:27: aber das ist ein Konflikt den sie eigentlich aus eigener Kindheit vielleicht schon kennen oder irgendwie eine Verknüpfung von früher, dass man gelernt hat.

00:26:34: Wenn man nicht liebt dann ist man pünktlich und das hat diese Reaktion und das sind ja so Sachen die sich schon viel früher bei einem ansetzen.

00:26:43: Genau!

00:26:44: Und die positive Psychotherapie arbeitet einerseits auch mit einem total positiven Menschenbild.

00:26:48: also es gibt im Prinzip diese drei Säulen wenn man's kurz zusammenfassen würde Die Säule der Hoffnung, die Säle der Balance und der Beratung.

00:26:57: Und die Säule der Hoffnung ist, dass so ein positives Menschenbild ist.

00:27:01: Also das man halt nicht guckt was alles falsch ist sondern sagt Der Mensch ist von Natur aus gut und da hat mein Großvater dann Zitat aus den Beheilschriften einer Religion der wir auch angehören benutzt nämlich Der Mensch is ein Bergwerkreicher in Edelstein von unschätzbarem Wert.

00:27:17: nur Die Erziehung Klammern hier auch die therapeutische Erziehungen kann bewirken Das es eine Schätze enthüllt also dass der mensch innately eigentlich schon gute Eigenschaften hat und dass die Therapie und andere Fähigkeiten, dass diese Fähigkeit nur zum Licht gebracht werden müssen.

00:27:34: Genau!

00:27:35: Und der zweite Fokus ist ein bisschen das Balance-Modell zu gucken.

00:27:38: okay jeder Mensch arbeitet in verschiedenen Lebensbereichen und spannenderweise hat man so ein bisschen herausgefunden egal welche alte Herkunft oder was hat jeder dieser vier verschiedenen gleichen Lebensbereiche diesen einmal Körper und Sinne, also so dazu gehört Essen, Sport, äußeres Erscheinungsbild usw.

00:28:01: Nummer zwei ist Arbeit Leistung und Produktivität.

00:28:05: Arbeit unbezahlte Arbeit ehrenahmt.

00:28:08: Genau dann der dritte Erfolg.

00:28:10: und der Dritte Bereich ist so Familie und Kontakte Also angehörige Freunde Beziehungen Und der vierte Bereich sind die

00:28:22: Zukunft.

00:28:24: Vierter Bereich ist Zukunft.

00:28:27: Und da geht es ein bisschen um die Sinnfrage, sind des Lebens?

00:28:30: Wer bin ich?

00:28:31: Wo komme ich her und wo will ich

00:28:32: hin?".

00:28:33: Er sagt eigentlich arbeitet jeder Menschen in diesen vier Lebensbereichen und wir haben aber oft so eine Disbalance.

00:28:40: Eine Disbalance ist ja auch nichts Schlimmes wenn das kurzfristig anhält also dass es wie so mobile ist was in alle Richtungen war im Wind geschubst werden kann, aber wenn diese Disbalance längerfristig anhält über Monate, Monate und Monate dann kommt man in den schlechten Bereich.

00:28:56: Eine kurze Disbalance ist ganz normal.

00:28:58: Wenn ich einen Job ändere, dann ist natürlich der Bereich mehr im Fokus und andere war ich weniger.

00:29:03: uns heißt auch insgesamt nicht dass ich genauso viel über den Sinn des Lebens nachdenken muss wie arbeiten.

00:29:09: das schaffe ich wahrscheinlich tags nicht so alles durch vier Teile.

00:29:14: Aber das ist ganz spannend, dass man halt sagt naja ich kann kurzzeitig mit drei Regeln fahren aber nicht langfristig.

00:29:20: Ja hast du so ein Gefühl oder eine Einschätzung welcher Bereich von den vier Bereichen zur balkonischen Schmerzpatienten Ästen beeinträchtigt ist?

00:29:33: Oder ist es sehr individuell?

00:29:35: Also ich finde das schon sehr sehr individuel.

00:29:38: Ich glaube der Gedanke ist eher das wenn das halt so Reaktion, also wenn es einen Disbalance längerfristig gibt.

00:29:45: Dass man dann so eine sogenannte Fluchtreaktion hat.

00:29:48: Also dass ich in ein dieser Bereiche fliehe in Anführungszeichen und ich fliege entweder die Überkompensation oder die Decompensation.

00:29:57: Und ich finde das sieht man ganz oft bei chronischen Patienten.

00:30:00: Entweder flieh ich zum Beispiel in Beziehungen im Kontakte.

00:30:03: Ich will gar nicht mehr mit mir alleine sein weil mich das ablenkt oder ich fliere total in die Einsamkeit.

00:30:10: Unterkompensation.

00:30:12: Und das kann ich in jedem Bereich haben und deshalb ist es so wichtig, dass sich alle Bereiche habe.

00:30:16: Man muss fairerweise sagen, dass viele Menschen nicht alle Bereichen haben oder zu viel von allen.

00:30:22: Und ich mich da auch mit einschließe, dass das nicht perfekt ist und man auch kulturell dann nochmal große Unterschiede sieht.

00:30:28: also in den... Das könnt ihr wahrscheinlich auch erraten.

00:30:31: welche beiden glaubt ihr sind in der westlichen Kultur mehr?

00:30:35: Ausgeprägt von diesen wahrscheinlich

00:30:37: Leistung, würde ich sagen.

00:30:40: Und

00:30:42: der zweite Bereich?

00:30:44: Das ist gut!

00:30:45: Ich glaube das es auch vielleicht ein bisschen abhängig ob Zukunft und Fantasie also eine Perspektive.

00:30:52: Vielleicht im Sinne von Leistungen und Ehrgeiz.

00:30:56: Ich glaube ehrlich gesagt dass die Frage nach Sinn ist.

00:31:00: fast glaube ich erstmals glaube ich Lebens... Abschnitt, Phasen unterschiedlich.

00:31:04: Das glaube ich und aber ich glaube das ist eher der Punkt, der am wenigsten ausgefrägt ist finde ich in westlicher Gesellschaft so.

00:31:12: Also es ist tatsächlich...

00:31:14: Was ist das zweite?

00:31:18: Und es passt auch dazu, dass man sagt wie geht's dir was macht die Arbeit?

00:31:24: und in den deutschen Kulturen würde er eher fragen wie gehts dir was machen die Familie?

00:31:30: Also es sind die genau anderen zwei Bereiche, also Beziehungen und Zukunften, Fantasie, Religion, Natur usw.

00:31:37: Also beides ist gleich schlecht weil beides eine Disbalance.

00:31:42: Mein Gott wie entlarvend!

00:31:43: Ja

00:31:45: ja genau und ich glaube das ist spannend sich das anzugucken dass natürlich alles zusätzlich zu den körperlichen Diagnostik, die man machen kann.

00:31:55: Aber ich glaube das hilft einen nochmal so einen anderen Blickwinkel zu haben.

00:31:58: also auch diese Methode mit den Briefern meinen Organen sind alles Methoden aus der positiven Psychotherapie.

00:32:04: und was sich vorhin vergessen hat zu sagen was vielleicht noch mal da ganz wichtig ist dass die positive Psychotherapien nicht von dem Wort positiv ist gleich schön reden und es alles so toll gemeint ist sondern von der Definition her kommt positive Psychotherapie aus dem Wort Positum aus dem Lateinischen und das heißt, dass alle umfassende das vorhandene.

00:32:23: Also, dass man sich den Plus-und Minospol anguckt also das gesamte Bild Genau

00:32:29: ist ja auch bisschen die Vogelperspektive, die du beschrieben hast in deinem Regeln

00:32:35: Und wir wissen einfach zu der Frage zurück welche Rolle kann was spielen?

00:32:39: Wir wissen halt, dass solche Methoden Resilienz fördern, dass sie Sinnhaftigkeit fördern.

00:32:44: und wenn ich einen Sinn habe... Ich glaube, es war Nietzsche der gesagt hat.

00:32:48: Der, wer einen Sinn hat, kann... ich kenne's jetzt noch in Englisch.

00:32:51: He who has a why can endure almost any how?

00:32:55: Ich hoffe das war Nietzu und ich habe es jetzt nicht erfunden oder ihm zugeschrieben.

00:32:58: aber der, der ein warum hat, der kann fast jedes...

00:33:02: Wie er

00:33:03: tragen.

00:33:04: Und ich glaub, das gilt halt auch für die chronischen Erkrankungen.

00:33:10: Du hattest jetzt eben Hoffnung und Balance, glaube ich, erzählt.

00:33:13: Und nach meinem Aufpassen hast du noch eine dritte Säule Beratung?

00:33:18: Ich habe es ein bisschen geskippt weil die so ein bisschen länger ist.

00:33:22: aber da geht's einfach... Da kann man nochmal ganz konkret sich die Schmerzen nochmal angucken.

00:33:26: Da geht man auch in diese Vogelsperspektive, dann geht man erstmal einen Schritt zurück Dann distanziert man sich, dann analysiert man das Schritt zu Schritt.

00:33:34: Das eigentlich auch eine tolle Methodik.

00:33:36: Das wird jetzt ein bisschen zu weit führen, glaube ich für heute.

00:33:39: Aber es ist auch ein tolles Tool was man nutzen kann als grunischer Patient.

00:33:43: oder war's auch im therapeutischen Settings-Totalschie genutzt?

00:33:46: Es sind halt nur fünf Stufen der Therapie, das kann man glaube ich ganz gut machen.

00:33:51: Ja!

00:33:52: Das zweite Schlüsselwort.

00:33:54: Positive Psychotherapie?

00:33:57: Viele Schmerzpatienten und Patienten erleben ihren Köpfe irgendwann so als Gegner weil ihnen auch die Optionen weggehen.

00:34:03: Ich habe immer das Gefühl sie sitzen dann sind er mit dem Rücken an der Wand.

00:34:06: Wie kann es da gelingen, dass die wieder eine Beziehung zu ihrem eigenen Körper aufbauen?

00:34:12: Was gibt's dafür für Möglichkeiten.

00:34:14: Also ich meine das ist wirklich schwer.

00:34:15: Ich bin auch ehrlich.

00:34:17: Das war auch viel hart auf mein Körper und diese Erkrankungen.

00:34:23: aber ich glaube was schon gut helfen kann dem ganzen Namen zu geben.

00:34:29: Ich habe das nicht gemacht, aber ich hab das jetzt von vielen Kurschpatienten gelernt dass die zum Beispiel oder ihre Angst und Schmerzen im Namen geben also Sam oder Gudolf oder was weiß ich?

00:34:39: Und das macht es aus so einem riesengroßen großen unbeschriebenen Monster zu einem ganz kleinen irgendwas in der Verniedlichung.

00:34:48: und ich glaube das hilft ist um das ein bisschen abzugrenzen.

00:34:52: Und ich glaube, also wenn man das irgendwie hinkriegen kann.

00:34:55: Also wir wissen dass unser Körper halt das was er lernt häufiger nutzt.

00:34:59: Wenn ich Klavier spielen lerne dann lerne ich das und wenn ich negativ mit mir spreche, dann baut sich auch wie dieser Baum auf mit seinen ganzen Wurzeln der richtig stark wird.

00:35:10: Ich glaube deshalb ist es so wichtig, dass man sich Gedanken macht.

00:35:13: Wie kann man mit sich selbst positiv sprechen?

00:35:17: Das fühlt sich so doof an, wenn man vor dem Spiegel steht Wie sowas nettes zu sich sagt.

00:35:23: aber das ist total wichtig und wir wissen dass unser gehirn total gut darauf reagiert.

00:35:28: Das heißt zb a c t oder sowas is einer von diesen, arten.

00:35:32: auch das so umzusetzen einem tode

00:35:36: ist auch hilfreich wenn man respektpersonen klammern vielleicht den chef sich nachthemd und puddelmütze vorstellt wenn man da zu viel hohen respekt hat.

00:35:47: das hilft einem die fronten so ein bisschen zu entkräften.

00:35:51: Daumen, vielen Dank für das Beispiel.

00:35:54: Das ist echt gut und wird die Ängste

00:35:56: abzubauen.".

00:35:58: Ganz, ganz viel.

00:36:24: Also meine Werte sicher selber und man sagt sich dann auch, man stelle mich jetzt ein bisschen an ich muss jetzt hier irgendwie da durch

00:36:33: usw.,

00:36:33: also es gibt ja so ist sehr so ein Selbstbild das einem leidet.

00:36:37: was meinst du?

00:36:38: Wie ist so in dem Zusammenhang gerade zu der Punkt des selbst mitgefühls wenn man so einen einkronischen Beschwerden tagtäglich zu tun hat wie ist das ein wichtiger punkt auch in der Psychotherapie?

00:36:50: Was denkst Du

00:36:51: Total, also ich glaube auch diese Akzeptanz dass man natürlich auch eine Rolle mitspielt.

00:36:57: Also das ganz abzugeben und zu sagen Ich habe keinen Schuld oder nicht schuld ist vielleicht weite Wort aber die Verantwortung komplett abzugegen Das kennen wir ja.

00:37:04: so dieses dass man sagt mein Chef ist schuld Oder meine Familie oder alle anderen sind schuld?

00:37:09: Ich glaube das wäre auch falsch Die verantwortung komplett zu verschieben.

00:37:13: und dennoch sind glaube ich bei chronisch Patienten total viel schuldgefühle dass sie glauben, dass Sie diese Schmerzen verursacht haben.

00:37:20: Und das macht das ein bisschen doppelschwer.

00:37:22: also man hat eh schon die Erkrankung und hat oft das Gefühl, dass es gibt zum Hauthorn, die haben nochmal eine Studie gemacht und die haben gesagt okay, dass so drei Arten, drei große Arten von Schuldgefühlen gibt.

00:37:36: einmal die sozialen Schuldgefüle Dass ich den sozialen Verantwortung nicht nachkomme Also

00:37:41: z.B.,

00:37:41: dass ich anderem Stich lasse oder eine Last für andere bin.

00:37:45: die Schmerzensschuldgefühle, dass man sagt warum kriege ich meine Schmerzen nicht in den Griff?

00:37:49: und ich bin überzeugt das wenn ich mich nur mehr anstrengen würde dann würde ich es hinkriegen.

00:37:54: Und die dritten Art sind so diese Verifizierungs- also Schmerzensverifizierungsschuldgefühl.

00:38:00: Also das kann vor allem bei funktionellen Beschwerden werden halt ausgelöst wenn man die Scherzen nicht legitimieren kann anhand einer Diagnose Und dass man dann immer das Gefühl hat, ich hab die selbst verursacht und ich bin doch eigentlich schuld.

00:38:17: Wenn ich stärker psychisch wäre, würde ich sie nicht haben.

00:38:19: und existieren die denn überhaupt?

00:38:21: Ich glaube deshalb haben ganz viele Patienten voll wenig Mitgefühl mit sich selbst und dass es sich an Zeit geben auch so was zu zitieren und zu sagen okay das ist jetzt gerade da, das ist ein Abschnitt.

00:38:35: Ich bin jetzt kein Freund von denen, aber ich finde das Beispiel total schön.

00:38:39: Dass man sagt okay, das sind halt meine Mitbewohner.

00:38:43: Aber ich muss ihnen jetzt ein bisschen Zeit geben und gucken, dass sie nicht ins größte Zimmer einziehen.

00:38:48: Und es war total schwer.

00:38:50: Total schwer!

00:38:51: Weil die ganze Zeit das Gefühl hat, die machen Krachen oder sieht laut... ...dass man irgendwie das Gefühl hatte, dass man die einfach eingrenzen kann.

00:39:01: Aber ehrlich gesagt fand ich das auch total herausfordernd, dass das einen nicht so komplett einnimmt.

00:39:08: Wenn

00:39:09: man ausgabt die Gäste dann irgendwann wieder gehen?

00:39:12: Total!

00:39:14: Ja, aber es käme ja auch.

00:39:15: Einige Gästen wollen einfach auch nicht gehen obwohl man alle Signale präsentiert hat wie man sie hat.

00:39:24: Genau und dann kommt halt dieser Teufelskreis.

00:39:26: also man hat die Schuldgefühle... Also, dann hat man die Selbstzweifel.

00:39:31: Und wegen diesen selbstzweifen hat man natürlich noch mehr Schuldgefühle und das verschlechtert sich.

00:39:36: Dann denkt man an, einfach zurückzuziehen und zu sagen was ich gehe gar nicht irgendwo hin weil vielleicht bin ich da eine Last.

00:39:42: Dann ist doch besser wenn ich keine in der ganze Zeit davon erzähle auch wenn ich die ganze Zeit darüber rede dann bin ich auch wieder ne Last.

00:39:48: Und immer geht es halt in diese Spirale rein.

00:39:52: Man überschallt das alles dann?

00:39:54: Ja

00:39:56: Und ich glaube man muss aber trotzdem wissen, dass natürlich das auch eine falsche oder ne ... ja nee ist was weg.

00:40:06: Was würdest du dir von den Ärzten und Ärzte und Therapeuten wünschen wenn es um den Umgang mit chronisch kranken Menschen geht?

00:40:17: Also ich glaube einerseits Dieses Verständnis, dass Körper und Psyche zusammenhängen.

00:40:21: Ich glaube, wir Ärzte könnten da noch ein bisschen besser werden, dass die Psyste auch nicht so belächelt wird.

00:40:28: oder man guckt nach den körperlichen Ursachen wenn ich nichts finde dann oh, dann ist wohl psyche und tschüss.

00:40:34: Sondern das man guckt wie, dass man das auch so bisschen legitimiert und mit dem Patienten sitzt und sagt okay, guck mal, ich verstehe das.

00:40:40: Das heißt aber nicht, dass es nicht weniger Schmerzhaft ist, sondern dass man sich da noch mehr Zeit nimmt.

00:40:45: Und ich glaub, da wissen einfach zu wenige Ärzten gut genug Bescheid.

00:40:50: Das wäre, glaube ich so ein Wunsch den ich hätte und das ist natürlich ein grundsätzlicher Wunsche dass wir halt lernen auch personalisierter zu arbeiten.

00:40:58: also was dem einen hilft hilft mich unbedingt immer dem anderen und da Ständnis zu bekommen.

00:41:03: jeder Mensch ist anders und jeder braucht seine Art von.

00:41:07: Du warst jetzt leider ja auch Patientin und hast dann auch mal das Gesundheitssystem von der anderen Seite gesehen.

00:41:16: Und aus dieser Sicht heraus Gibt es da bestimmte Fehler, die passiert sind oder Sachen, die dir nicht so gut gefallen sind?

00:41:26: Wo du sagst, nee.

00:41:28: Da habe ich daraus gelernt.

00:41:29: das wünsche ich den Patienten nicht.

00:41:31: Gibt's da irgendwas was andere Kollegen vielleicht vermeiden sollten ohne dass es denen vielleicht bewusst ist?

00:41:38: also Ich glaube alle strengen sich ja freise an.

00:41:42: Es gab schon wieder kleine Momente oder auch Zitate wo ich dachte vielleicht nicht jetzt super angebracht, wie ... Na ja.

00:41:51: Diese Erkrankungen die sie haben, es hatte viele Fehldiagnose oder kleine Diagnosen auf dem Weg, die die so ein bisschen beobachtet hatten oder vermutet hatten und dann hat der einen Arzt, glaub ich, einen Chefarzt gesagt, naja, die gute Nachricht ist Sie haben keine niedrigere Lebenserwartung sondern nur eine erniedrigte Lebensqualität.

00:42:13: Okay Ist inhaltlich ja richtig.

00:42:16: Stimmt, inhaltliche.

00:42:17: Ich weiß nicht so ganz so, dass ich damit anfangen soll... Ich kann es jetzt nicht ändern.

00:42:23: und das sind Sachen wo ich denke wenn ich wieder höre von Patienten was die für Sachen gesagt bekommen dann kriegt ein Mund nichts zu.

00:42:31: also da bin ich echt baff und ich glaube da könnten wir schon noch ein bisschen vorsichtiger sein was sowas angeht.

00:42:37: Ich hatte wirklich das Glück, dass sich sehr ernst genommen worden ist auch etwas was Patienten nicht immer haben Und natürlich auch wusste, was sind die Sachen, die man sagen muss?

00:42:46: Das hatte man ja im Studium gut gelernt.

00:42:48: Die präsentierten einen Fall und das heißt ... Dann hat ich natürlich auch gelernt, was in den Informationen ist, die wissen wollen und welche nicht.

00:42:55: Genau, aber da wurde ich echt ernst genommen, weil ich glaube, dass es geht nicht für alle Patienten.

00:43:02: Ja.

00:43:02: Andersherum muss man als Patient auch wissen, dass je nicht jeder Arzt sich mit allen gleich gut auskennen kann.

00:43:09: Es gibt einfach so Erkrankungen also zum Beispiel... Wo der Hausarzt vielleicht weniger Information, nicht weniger Informationen.

00:43:17: Aber wo die chronischen Patienten echt super, super gut informiert sind und dann sich natürlich vom Hausarz wünschen, dass er jetzt auch noch vierzig Minuten Zeit hat um das zu besprechen.

00:43:26: Und es ist leider nicht immer die Realität und das ist glaube ich herausfordernd aber für beide Seiten herausfordern weil ich weiß auch was es heißt wenn man dann wirklich nur zehn Minuten für den Patient in Zeit hat und sich eigentlich gerne mehr Zeit nehmen würde.

00:43:39: also genau

00:43:42: Jetzt hattest du ja gerade erzählt mit dem Chefarzt, der dir die schlechte Lebensqualität in Aussicht gestellt hat.

00:43:52: Was hättest du denn in der Situation wo du so in einer unsicheren Situation mit chronischen Schmerzen das hättst du denn gerne gehört oder was würdest andersrum gefragt?

00:44:00: Was würdest du dann so einem Menschen mit auf den Weg geben?

00:44:07: Ich glaube, ich hätte dem mit auf den Weg gegeben, dass ich ihn sehe.

00:44:10: Dass ich das wichtig finde, was er sich vorgestellt hat und nur weil wir jetzt nichts Organisches gesehen haben, das nicht heißt, dass die Schmerzen nicht da sind aber dass sie genauso doll wehtun wie etwas wo man es sehen kann.

00:44:27: oder das Wichtigste ist also, dass man so ein bisschen legitimiert, dass Sie die Scherzen haben und auch haben dürfen und dann vielleicht irgendwie mit auf den Weg gibt, dass man halt da ist zur Unterstützung und zu gucken.

00:44:37: Und genau um das man gemeinsam guckt ob man eine Lösung finden kann dafür.

00:44:44: Ja großartig!

00:44:47: Ist manchmal schwierig das auf dem Punkt zu bringen und auch da eine Essenz rauszukriegen womit ein Patient dann vielleicht auch in der Zukunft was anfangen kann?

00:44:58: Das ist ja etwas wo wir nicht gut trainiert sind.

00:44:59: als Erster also ich meine wie wenig unseres Studiums sprechen wir über sowas.

00:45:05: Also ich hatte ja teilweise auch in England studiert und da war ich echt beeindruckt, wie viel wir darüber gesprochen haben, wie man eine schlechte Nachricht mit den Patienten teilt.

00:45:13: Und das kommt jetzt in den deutschen Studiengängen auch viel mehr.

00:45:16: aber es war früher glaube ich gar keinen... also hat wenig Raum eingenommen im Studium und eigentlich schade weil ich war überrascht wie viele schlechte Also teilen muss mir Patienten auch als Pejotla schon und ganz, ganz am Anfang.

00:45:33: Es ist glaube ich ein guter Skill zu lernen, auch gute Kommunikation zu haben.

00:45:37: also da sind wir nicht immer die besten ehrlich gesagt

00:45:42: Da ist noch Raum nach oben meinst du?

00:45:44: Ja Ja.

00:45:46: Lernräume erkennen, geschützten

00:45:49: Runden.

00:45:49: Aber andersherum viele sind auch total klasse.

00:45:52: also ich muss noch sagen, ich hatte wirklich auf den Weg total viele wunderbare Ärzte die sich super viel Zeit genommen haben, die sich sehr bemüht haben wo man es geführte, die wollten wirklich eine Lösung finden und also habe ich auch total tolle Beispiele, denen, wo ich auch viel von gelernt hab für jetzt meine laufbarmers Nähe ziehen.

00:46:09: Das dritte Schlüsselwort

00:46:11: Rudeltier.

00:46:12: Wenn du dich Zwei drei Punkte entscheiden müsstest, was du den Hörern und Hörer aus deinem Buch mitgeben möchtest.

00:46:21: Was wäre das?

00:46:23: Also einmal glaube ich der wichtigste Punkt wäre dass ich echt beeindruckt bin von den vielen Menschen die mit gründlichen Schmerzen weiden und wie sie trotzdem ihr Leben so auf die Beine stellen und glaube ich finde das Zitat immer ganz schön, dass man sagt nur weil mein Päckchen so gut trägt heißt es nicht, dass es nicht schwer ist.

00:46:43: Ich glaube, dass es immer noch schwer ist und ich finde das wirklich beeindruckend wie viele Leute das so gut hinkriegen.

00:46:49: Dass man mit sich selbst noch ein bisschen netter ist weil, dass man manchmal mit sich selber so ist wie bei einem Freund oder Freunden ist also wo man ja viel Mitgefühl und diese liebevolle Seite die man anderen zeigt auch für sich so ein bisschen entdeckt um sich da ein bisschen Zeit gebt.

00:47:07: Das Dritte ist, dass Körper und Psyche immer zusammenhängen.

00:47:10: Nicht nur in der Krankung, sondern auch im gesundheitszuständigen Zustand.

00:47:16: Dass wir lernen, wenn das eine somatische Erkrankung ist, immer in Mitleidenschaft gezogen wird.

00:47:22: Die halbe Miete ist darauf achtet und guckt was sind die Signale, die mein Körper gibt?

00:47:27: Weil fast immer gibt unser Körper uns vorher so Signale bevor er so ganz ... Es ist eigentlich ganz nett.

00:47:33: Der ist eigentlich sehr diplomatisch und probiert es erst mal mit leisen Signalen, wenn wir nicht hören wird er lauter und dass man da noch so ein bisschen darauf achtet um genau beide Seiten vielleicht versucht anzugucken.

00:47:45: Wunderbar!

00:47:46: Also vielen vielen Dank für dieses tolle Interview.

00:47:50: ich habe wirklich eine ganze Menge gelernt und auch wirklich viele Denkanstöße mitbekommen.

00:47:55: Ich muss aus sagen ich bin ja auch mehr in der somatischen Seite unterwegs daher dieser weitere Blick, den du uns eröffnet hast und mir öffnest.

00:48:04: Das ist ganz toll!

00:48:05: Herzlichen Dank für dieses tolle Interview.

00:48:09: Sehr gerne.

00:48:10: Und es wäre flächerspannend für manche, ob die einfach einen Brief an ihr Organ schreiben nicht weil das alles weg macht aber vielleicht ist es ja doch irgendwie etwas wo man was mitnehmen kann.

00:48:20: Aber das ist schön, dass du so retrospectiv so offen dem Brief auf einmal bist.

00:48:24: Das ist ja schon mal ganz

00:48:26: gut.

00:48:26: Hätte ich auch nicht gedacht!

00:48:28: Ich hätte mich

00:48:29: auch nicht gedacht.

00:48:30: Ja

00:48:30: von meiner Seite auch vielen vielen lieben Dank, dass Du diese Zeit genommen hast und es großartig.

00:48:36: So Marco trotz der sommerlichen Temperaturen gilt wie immer auch der Appell an unsere Hörerinnen und Hörern wenn es Themen gibt die euch interessieren.

00:48:45: Wenn ihr Fragen und Anregungen habt bitte kommt mit uns in Kontakt Ja, E-Mail per Website oder persönlich.

00:48:54: Wir freuen uns über alle Anregungen die uns erreichen und greifen sie auch sehr gerne auf.

00:48:58: also zögert nicht mit uns in Kontakt zu treten.

00:49:01: Podcast at der Schmerzcode.de.

00:49:04: Und wir freuen uns natürlich schon wieder auf den nächsten Podcast am ersten Donnerstag des Monats ab sechs Uhr.

00:49:10: auf allen gingen Plattformen zu hören und vielen Dank dass ihr wieder dabei wart und bleibt gesund.

00:49:17: Bleibt neugierig!

00:49:20: Wir bedanken uns und freuen uns wieder auf dich, wenn das heißt der Schmerzkode.

00:49:31: Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information- und allgemeinen Weiterbildung.

00:49:39: Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der Beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel da!

00:49:54: Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Informationen garantiert werden.

00:50:00: Der Podcast ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker, und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn-, Änderungen- oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden!

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